Immer mehr Menschen ziehen sich in ihrer Freizeit in die Baumkronen zurück: Vor zwölf Jahren machte sich Andreas Wenning mit einem Architekturbüro selbstständig, das sich auf das Bewohnbarmachen von Bäumen spezialisiert hat - und die große Nachfrage nach Refugien im Blätterdach überraschte den Unternehmer selbst.

Das bringt einen auf die Palme: Der Wohnkokon hängt in einer fünf Meter hohen Kokospalme
© (c) Robert E. Rushton

"Je hektischer die Zeit, in der wir leben, desto lieber suchen sich Menschen Rückzugsräume in der Natur", erklärt er den Trend. Neben Privatpersonen zählen mittlerweile auch Hoteliers zu seinen Kunden, die ganze Anlagen in den Wipfeln bauen lassen, um ihren Gästen ein besonderes Erlebnis bieten zu können. Hotels in luftigen Höhen hat der Architekt, der als Kind selbst kein Baumhaus zum Spielen hatte, in Deutschland, den USA und Österreich - die Baumhauslodge in Schrems im Waldviertel - bereits umgesetzt.

 

An der Kippe. Eine Felskante und ein Ahornbaum bilden die natürliche Basis für dieses Baumhaus in der Nähe von New York
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Mit Eichhörnchen und Specht auf Augenhöhe und mit allen Annehmlichkeiten wie Heizung, Flat-Screen-Fernseher oder Hi-Fi-Anlage zu leben, lassen sich Wennings Kunden etwas kosten: Die Preise für seine Baumhäuser liegen zwischen 18.000 und 150.000 Euro. Kleinere, ungedämmte Exemplare lassen sich aber schon ab 5000 Euro realisieren.

 

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