So wohnt der ExperteZuhause bei Interior-Blogger Igor Josifovic-Kemper

Wie sieht es bei einem Einrichtungs- und Pflanzenexperten daheim aus? Bei Interior-Blogger Igor Josifovic-Kemper treffen Erdtöne auf saftiges Grün.

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Igor Josifovic-Kemper in seiner Berliner Altbauwohnung © HerzundBlut/Jules Villbrandt
 

Im Wohnzimmer auf Urlaub? Dieses Gefühl hat Igor Josifovic-Kemper, wenn er auf seinem Lieblingsplatz sitzt – auf dem brasilianischen Vintage-Sofa aus den Siebzigern, das von einer üppigen Pflanzenpracht eingerahmt wird. Sein besonderer Stolz ist eine prachtvolle Ausgabe eines Philodendron selloum – „er sieht wie im Dschungel aus“. Kein Wunder, hat Josifovic-Kemper doch 2013 mit seiner Kollegin Judith de Graaff die „Urban Jungle Bloggers“ gegründet und zwei Bücher zum Thema geschrieben. „Für mich gehören Pflanzen zum Wohnen dazu. Sie bringen die Natur ins Haus und machen eine Wohnung natürlicher, gemütlicher und angenehmer.“

Erst vor Kurzem ist der Pflanzenliebhaber, der seit 2011 auch den Happy Interior Blog betreibt, aus München nach Berlin gezogen – in eine 82 Quadratmeter große, frisch renovierte Altbauwohnung im Stadtteil Wedding. Bei der Wohnungssuche hatten Licht, Charme und genügend Platz für ein Homeoffice Priorität. „Diese Wohnung hat einfach alles geboten. Sie ist lichtdurchflutet, hat einen kleinen Balkon, hohe Decken, und in Wohnzimmer und Homeoffice ist sogar Stuck an der Decke.“
Der Lieblingsplatz des Bloggers Foto © HerzundBlut/Jules Villbrandt

Wie richtet sich ein Einrichtungsexperte privat ein? „Im Gegensatz zu meiner vorigen Wohnung sind die Farben hier sehr zurückhaltend. Wir haben uns für erdige Farbtöne entschieden. Farbtupfer bringen die Pflanzen rein. So können die brasilianische Kunst und das Design auch richtig wirken.“

Zu Person und Buch

Igor Josifovic-Kemper wurde in Vorarlberg geboren und lebt mit seinem Partner in Berlin.
Er schreibt den Happy Interior Blog, den er 2011 startete.
2013 gründete er mit Judith de Graaff die „Urban Jungle Bloggers“. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden:
Plant Tribe. Vom glücklichen Leben mit Pflanzen. Prestel Verlag, 240 Seiten, 32,90 Euro.
Urban Jungle. Wohnen in Grün. Callwey Verlag, 176 Seiten,36 Euro.

Das Zentrum des Homeoffice bildet nun ein individuell angepasstes Regal, das nicht nur einen integrierten Schreibtisch, sondern auch Stauraum und genügend Platz bietet, um sich bei der Deko auszutoben. „Ich habe mich schon vor der Pandemie selbstständig gemacht, deswegen hatte sie keine so großen Auswirkungen auf meine Art zu wohnen und zu arbeiten. Allgemein merkt man aber schon, dass Wohnen früher sehr praktisch gedacht wurde. Jetzt ist es repräsentativer geworden – wie eine Visitenkarte. Wir zeigen durch die Wahl der Möbel, Accessoires und Textilien Besuchern und Freunden, wer wir sind.Im Homeoffice und auch im Wohnzimmer, das der „Dreh- und Angelpunkt der Wohnung ist“ dürfen in dieser „Visitenkarte“ Pflanzen also auf keinen Fall fehlen. „Ich finde es außerdem immer schön, wenn man mit Farben und Mustern spielt. Auch Texturen wie Baumwolle, Leder oder Holz sollte man keinesfalls unterschätzen.“ Ein weiterer Tipp des Experten lautet, alte Stücke mit neuen zu mischen. „Ein ausgewogener Mix ist immer besonders schön, weil er etwas zu erzählen und damit auch Charakter hat.“