Biogärtner Karl Ploberger entdeckt Guadeloupe - und Sie können dabei sein

Ein Juwel in der Karibik: Guadeloupe, die zu Frankreich gehörende „Smaragdinsel“, lockt mit üppiger Pflanzenwelt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Karibische Gartentraeume auf Guadeloupe
© ORF
 

Guadeloupe, das französische Überseedepartment, gehört zu den Kleinen Antillen. Die beiden größten Inseln sehen in ihrer Form einem Schmetterling ähnlich und sind lediglich durch eine schmale Meerenge voneinander getrennt. Den einen Flügel, Grande-Terre, prägen endlose Strände und Zuckerrohrfelder.

Auf dem anderen, Basse-Terre, liegt der größte Nationalpark der Karibik, mit Wasserfällen, Vulkan und einer üppigen Pflanzenwelt, die sich in den unterschiedlichsten Grünschattierungen zeigt, was Guadeloupe den Beinamen „Smaragdinsel“ einbrachte. Und die Kariben selbst nennen ihren gut 1600 Quadratkilometer großen Inselstaat Karukera, Insel der schönen Gewässer.

Der 17.000 Hektar große Park mit 300 Baum-, 270 Farn- und 100 Orchideenarten zählt mittlerweile zum UNESCO-Weltnaturerbe. Da erobern riesige Philodendren und Fensterblätter die Urwaldbäume, wachsen Orchideen, Farne und Bromelien auf jedem Ast und wenn man durch den Regenwald streift, begleiten einem die Rufe von Affen.

Ganzjährige Blütenpracht garantieren Bougainvillea, Goldtrompete, Hibiskus, Porzellanrose, Alpinia oder die eigenwillige Paradiesvogelblume. In der wechselvollen Kolonialgeschichte sind viele Pflanzen erst auf die Insel gebracht worden, insbesondere Früchte wie Papaya und Kokosnuss aus Indien, Litschi aus China, Avocados aus Brasilien oder Sternfrüchte aus Indonesien.

Mit dem Biogärtner ins grüne Paradies

Die Reise auf diese Karibikinsel bietet zwar ein Stück Paradies in der Ferne, aber dennoch viele Gewohntes, von der Infrastruktur bis hin zur ärztlichen Versorgung. Spaziergänge zu gewaltigen Wasserfällen, schwimmen im kristallklaren Meer oder auf Entdeckungsreise durch private Gärten machen das aus, was man sich unter einer Traumreise vorstellt.

Gleich am ersten Tag besuchen wir einen pensionierten Arzt und seine Frau, die einen riesigen Garten angelegt haben und seit Jahrzehnten Palmen sammeln – alle aus Samen gezogen, aber mittlerweile haushoch und mächtig. Darunter die Talipot Palme, die nach 60 bis 70 Jahren zu blühen beginnt und dann abstirbt. Es soll bald soweit sein.

Wir treffen auch auf eine Kräuterexpertin, die nach alten Rezepten aus den Pflanzen des üppigen Regenwaldes viel Heilendes und Stärkendes kreiert.

Eindrucksvoll sind auch die großen botanischen Gärten, die zehn, fünfzehn Meter hohe Gewächse zeigen, die bei uns im Wohnzimmer als Zimmerpflanzen stehen, dazu kommt noch die Blütenpracht der Orchideen.

Hautnah erleben können wir das Treiben auf den Kräuter- und Gewürzmärkten, daher für viel Platz im Koffer sorgen.

Nicht ausgeklammert wird ein ganz dunkles Kapitel der Geschichte, der Sklavenhandel. Der Besuch eines eindrucksvollen Museums über das Schicksal dieser Menschen steht auch auf dem Programm.

Reisedetails:

Aufenthalt: Von 1. bis 9. Dezember 2021, Flug von Wien über Paris mit Air France nach Point-á-Pitre. 4* Strandhotel Créole Beach, lokale Reiseleitung.
Preis ab 3669 Euro, alle Eintritte, Führungen sowie Mittagessen, Verkostungen und Halbpension sind inkludiert.
Einreise (Stand Juli 2021): Guadeloupe schreibt eine vollständige Impfung vor, Air France für den Flug einen gültigen PCR-Test.
Detailinformationen bei www.sabtours.at/reisen oder unter 0800/800 635.