Baumhaus Sorgen haben hier oben Hausverbot

„Alles verboten“ heißt das sechs Quadratmeter große Baumhaus, das sich der Wiener Johann Halper zu seinem 50. Geburtstag selbst geschenkt hat – „um etwas Bleibendes zu haben“.

Eine Wendeltreppe führt auf die auf einer Schwarzkiefer angebrachte Plattform in sieben Meter Höhe, deren Zentrum ein Stahlrahmenfenster aus Reinhard Polsterers altem Industriegebäude bildet, der das Baumhaus geplant und gebaut hat. 

(c) Christian Bock

Das Baumhaus ist das Ergebnis eines langen Entstehungsprozesses zwischen Richard Polsterer und Johann Halper.

(c) Christian Bock

„Es geht ja nicht nur darum, einfach runterzuschauen, sondern das Haus soll ja auch ein integrativer Bestandteil des Baumes sein und zum Garten passen. Durch jedes Gespräch sind weitere Erkenntnisse gekommen“, so der Auftraggeber, der in der IT-Branche tätig ist.

(c) Christian Bock

„Es ist ein völlig anderer Bereich, ein anderer Blick, eine andere Atmosphäre. Man sitzt ja in der Baumkrone – Krähen, Baumläufer, Kleiber, Eichhörnchen, neugierige Katzen – man sieht alles Mögliche.“

(c) Christian Bock

Wie der Name bereits vermuten lässt, ist hier alles verboten. Lediglich Matratzen, Pölster und einige Bücher haben es nach hier oben geschafft. Gartenbücher oder Schriften des Philosophen Paul Watzlawick, der sagte, dass es unmöglich sei, nicht zu kommunizieren. Hier oben mit genügend Abstand zum Alltag ist man aber zumindest ein bisschen näher dran am Nicht-Erreichbarsein.

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