Gartenexpertin erklärtDiese Kräuter versetzen dem Immunsystem einen Kick

Gartenexpertin Angelika Ertl über die geballte Kraft von Kräutern und warum uns das Coronavirus zurück zu den Wurzeln treibt.

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© MICHAEL HOCHFELLNER PHOTOGRAPHY
© MICHAEL HOCHFELLNER PHOTOGRAPHY © (c) Michael Hochfellner Photography
 

Der Garten: Oase, Rückzugsort, Hobby, Beschäftigungstherapie. Das Grün vor der eigenen Haustüre ist so vieles. Für Angelika Ertl ist es „erweiterter Wohnraum, in dem man sich austoben kann und frei fühlt“. Aber auch „der letzte Luxus unserer Tage“, weil er die wesentlichen Faktoren Zeit, Raum und Zuwendung vereint, so die Tochter einer Gärtnerfamilie in Feldkirchen bei Graz. „Wir werden immer mehr zu Asphalt-Junkies, wir verlieren den Kontakt zur Natur. Wegen der Pandemie können wir uns jetzt auch nicht mehr ablenken, umso mehr fällt uns auf, was wir vermissen. Der Garten ist etwas Lebendiges, er erzeugt Glück, und genau deswegen sehnen sich nun so viele danach.“

Zur Person

Gartenexpertin und ORF-Gärtnerin
Angelika Ertl widmet sich in ihrem neuen Buch den Kräutern und zeigt, wie sie uns helfen, gesund zu bleiben.
Angelikas bunte Kräuterwelt, Oliva Verlag, 320 Seiten 38,50 Euro.

Kräuter, kleine Kraftpakete

In ihrem neuen Buch widmet sich die ORF-Gärtnerin nach dem Boden nun den Wild- sowie Kulturkräutern und zeigt auf, wie man mit den kleinen Kraftpaketen das Immunsystem stärken kann. Die Apotheke für Körper und auch Geist liegt also direkt vor unserer Haustüre. Und auch mit als Unkraut verschrienen Pflanzen wie Vogelmiere oder Giersch macht die Expertin kurzen Prozess. „Ich sag immer: Essen statt ärgern.“

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Kräuter und essbare Blüten: Gesunde Kraftpakete

Die Eberraute.
Sie gedeiht in nährstoffreichem Boden in voller Sonne und wird auch Cola-Kraut genannt. Einfach in Wasser legen, einen halben Tag stehen lassen und genießen. Ganz ohne Zucker oder Koffein.

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Der Chinesische Schnittknoblauch.
Er ist ein wahrer Magnet für Bienen auf Balkon, Terrasse und im Garten. Im Beet braucht das Lauchgewächs humosen,
frischen Boden und volle Sonne bis leichten Halbschatten.
Blätter, Zwiebeln und Blüten können für Salate, Suppen,
Pesto oder Auflauf verwendet werden. Aber auch in der
Eierspeise schmeckt er.

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Der Giersch.
Man findet den auch als „Erdholler“ bezeichneten Giersch in Gärten und Waldrändern. Blüten und Blätter können zu
Suppen, Pesto, Aufstrichen oder Tee verarbeitet werden.
Er wirkt stark entzündungshemmend und antibakteriell.

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Die Brennessel.
Oft unterschätzt, ist sie für Angelika Ertl „das heimische Superfood Nummer eins“. Die Wurzel, Samen und Kraut – hier vor allem die oberen Triebspitzen – schmecken vor allem in gedünsteter Form auf Pizza, in Smoothies und als Tee.

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Der Portulak.
Den Portulak findet man im Garten und an Wegesrändern. Er ist reich an Vitamin C, Eisen und Magnesium, wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und blutreinigend. Blätter und Blüten eignen sich für Salate, Suppen und Aufstriche.

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Die Kapuzinerkresse.
Sie braucht einen nährstoffreichen Boden, durchlässigen Boden. Ertl: „Ich habe sie am liebsten am Rand des Hochbeets, wo sie runterwachsen kann.“ Sie gedeiht aber auch im Topf auf Balkon oder Terrasse.

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Die Wilde Bergamotte.
Als Präriepflanze hält sie hohen Temperaturen bestens stand. Ihre Blätter riechen leicht nach Minze und Thymian. Hummeln, Schmetterlinge, Bienen – die Wilde
Bergamotte lockt sie alle an und bringt damit Vielfalt in den Garten.

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Die Vogelmiere.
„Alle haben sie im Garten und alle regen sich auf“, so Ertl. Dabei kommt sie mittlerweile auch in der Spitzengastronomie zum Einsatz. Tipp der Expertin: Pinien- oder Sonnenblumenkerne anrösten, Löwenzahn dazu und Vogelmiere darüber streuen. Sie wirkt unter anderem stoffwechselanregend.

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Gartenexpertin und ORF-Gärtnerin Angelika Ertl widmet sich in ihrem neuen Buch den Kräutern und zeigt, wie sie uns helfen, gesund zu bleiben.
Angelikas bunte Kräuterwelt, Oliva Verlag, 320 Seiten 38,50 Euro.

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