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An die GartenscherenKarl Ploberger zeigt, worauf es beim Rosenschnitt ankommt

Ein Lexikon der Fachausdrücke hilft durchs Gewirr der Gärtnersprache und unterstützt beim Verständnis des anstehenden Rosenschnitts. Dann werden die Gartenscheren gezückt.

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Mit der Forsythie, dem allgegenwärtigen Frühlingsblütenstrauch, werden wir in diesen Tagen an eine der wichtigsten Arbeiten im Garten erinnert. Der Rosenschnitt ist einfacher, als man denkt.

„Auf ein Außenauge schneiden“:
„Auge“ nennen die Profis die neuen Triebe, die sich an den Ästen bilden. Man sollte genau über einem solchen Trieb schneiden, der nach außen zeigt. So wächst die Rose locker und bleibt luftig. Das hilft, Krankheiten zu verhindern.

„Ableitend schneiden“:
So wie bei Baum oder Strauch gilt diese Schnittregel auch bei der Rose: Immer so schneiden, dass ein Trieb eine Fortsetzung hat. Allerdings nur dann, wenn es sich um Strauchrosen oder historische Rosen handelt. Bei Edelrosen ist das nicht wichtig, hier wird kräftig „auf Stummel“ geschnitten.


„Schwache Triebe entfernen“:
Wo am Ende Reste von Hagebutten zu finden sind und die Triebe weniger als drei bis fünf Millimeter Durchmesser haben, handelt es sich um schwache Triebe. Diese kommen weg, denn kräftiger Schnitt löst kräftiges Wachstum aus. Bei Beetrosen ist das besonders wichtig, sie wachsen sich nämlich, wie man sagt, gesund.

„Blühen am einjährigen Holz“:
Alle mehrmals blühenden Rosen (wie Beetrosen) bilden jetzt im Frühjahr neue Triebe, die sich dann im Juni mit Blüten schmücken. Daher kann man diese Rosen wirklich ganz stark zurückschneiden. Polyantharosen vertragen einen Rückschnitt auf 20 bis 30 Zentimeter.
„Wassertrieb“:
Gerade bei den Kletterrosen und den Strauchrosen bilden sich oft extrem lange neue Triebe. Kommen diese über der Veredelung aus dem Holz, dann ist das die wichtigste Maßnahme einer Pflanze, um jung und vital zu bleiben. Schneidet man diese Triebe weg (passiert leider sehr oft), dann vergreisen die Pflanzen langfristig.

„Altes Holz bringt Blüten“:
Während die Beetrosen immer an den neuen Trieben blühen, bilden die alten Rosen und die Wildrosen ihre Blüten nur an den vorjährigen Trieben. Würde man bei der heimischen Hundsrose die langen Triebe jedes Jahr kräftig zurückschneiden, würde es keine Blüten und Hagebutten geben.
„Alte und wilde Rosen nicht schneiden“:
Bei „alten“ Rosen ist nicht das Alter des Rosenstocks gemeint, sondern dass es sich um historische Rosen handelt. Diese oft besonders stark duftenden Rosen, die meist nur ein Mal blühen, aber herrliche Hagebutten bilden (daher auch nie nach der Blüte schneiden), werden nur ausgeschnitten. Ganz alte Äste bodeneben entfernen, um so die Vitalität zu erhalten.

„Veredelung unter der Erde“:
Meist ist es ein dicker Knorpel, der knapp über der Erde liegt, wenn man die Rose kauft. Später sollte er beim Pflanzen unter die Erde kommen. Bei Stammrosen befindet er sich am oberen Ende es Stämmchens.

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