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EINSATZ VON SPRAYS UND FALLEN SINNLOSWas wirklich gegen Wespen hilft

Die als ungiftig angepriesenen, gekauften oder selbst gebauten Wespenfallen helfen kaum gegen Wespen, sie töten hauptsächlich andere Insekten. Was wirklich zu tun ist.

© FOTOLIA
 

Wespen können sehr lästig sein, ihre Stiche schmwerzhaft: Dennoch sind sie nützliche Insekten, die nur allzu schnell mit giftigen und hochentzündlichen Sprays bekämpft werden. Die Krux dabei: Die als ungiftig angepriesenen, gekauften oder selbst gebauten Wespenfallen helfen kaum gegen Wespen, sie töten hauptsächlich andere Insekten.

Wespensprays enthalten neben umweltgiftigen und gesundheitsschädlichen Wirkstoffen auch hochentzündliche Gase wie Propan und Butan. "Vor Selbstversuchen raten wir dringend ab. Schon so mancher Dachstuhl ist aufgrund der Wespenbekämpfung durch Privatpersonen in Flammen aufgegangen", sagt Ökotoxikologe Harald Brugger MSc von „Die Umweltberatung“.

WAS GEGEN WESPEN HILFT

  • Ruhe bewahren, wenn sich einzelne Wespen zeigen, nicht nach den Wespen schlagen, das macht sie angriffslustig.
  • Kindern die Hände und den Mund nach dem Essen abwaschen.
  • Getränke oder Speisen nicht länger als notwendig im Freien stehen lassen. Die Getränke abdecken.
  • Fallobst im Garten regelmäßig einsammeln.
  • Fliegengitter vor dem Fenster verhindern das Einfliegen in die Wohnung.
  • Einzelne Wespen im Glas fangen und draußen fliegen lassen.

Es gibt im Internet zahlreiche Bauanleitungen zu "Wespenfallen" mit Lockmitteln, wie Essig, Bier oder Säften und Spülmittel. Sie versprechen, ohne Gift gegen Wespen wirksam zu sein. Allerdings rät der Experte auch von dieser Variante der Wespenbekämpfung ab. Der Grund: Damit werden nur einzelne Tiere gefangen und das reicht nie aus, um das Volk tatsächlich zu dezimieren. Je Wespenvolk sind mehrere tausend Tiere im Nest.

Zum großen Teil locken diese Fallen neben Wespen auch andere Insekten an, die in den Fallen qualvoll ertrinken. Auf www.aktion-wespenschutz.de liegt eine Auswertung über Wespenfallen vor, die verbotener Weise in einem Weinberg aufgehängt wurden. Dort fanden sich unter den getöteten Insekten lediglich 20 Prozent der gemeinen und deutschen Wespen. Der Rest von 80 Prozent waren verschiedene Fliegenarten, Honigbienen, Hornissen, Falter und Ohrwürmer.

 

Kommentare (1)

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Ichweissetwas
2
2
Lesenswert?

Ist alles schon bekannt,

aber irgendwie oder irgendwo verstecken sich die Viecher und stechen !

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