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MOTIVE UND WÜNSCHE BEIM EINFAMILIENHAUSBAUSo ticken heimische Bauherren

Drei von vier Österreichern wünschen sich ein Einfamilienhaus. Das Market-Institut ging im Auftrag der Wienerberger Ziegelindustrie der Frage nach, was diese Traumhäuser können müssen und wie derzeit wirklich gebaut wird.

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„Neben Familie, Gesundheit und beruflichem Erfolg gehört für viele Österreicher auch ein Eigenheim zu einem erfüllten Leben. In den letzten Jahren hat sich – nicht zuletzt dank unzähliger TV-Sendungen, Blogs und Social Media Plattformen wie Instagram und Pinterest – rund um das Thema Wohnen ein eigener Lifestyle entwickelt. Die eigenen vier Wände bieten in der heutigen schnelllebigen Zeit einen Rückzugsort und ermöglichen es, Wünsche und Vorstellungen individuell umzusetzen“, sagt Birgit Starmayr vom market Institut. Das bestätigen auch die Studienergebnisse: Gefragt nach den Motiven für den Hausbau steht für 48 Prozent die individuelle Wohnraumschaffung und -gestaltung an erster Stelle, gefolgt von der Steigerung des Wohnkomforts (45 Prozent). 35 Prozent möchten mit dem Eigenheim eine Wertanlage für die Zukunft schaffen und 33 Prozent benötigen einfach mehr Wohnraum als bisher. Ein wichtiger Aspekt für die über 50-Jährigen ist auch das Thema Barrierefreiheit (21 Prozent), welches für die jüngeren Befragten nur eine unwesentliche Rolle spielt.

Wissenswert

Im Durchschnitt vergehen rund 4,5 Jahre von der ersten Überlegung bis zur tatsächlichen Fertigstellung eines Einfamilienhauses. Die reine Bauzeit liegt bei zirka 1,9 Jahren.

Wenn es um die Ausstattung bzw. Besonderheiten des Traumhauses geht, zeigen sich die Österreicher eher bescheiden: So sind Swimmingpools (22 %), Sauna, Wellness- und Fitnessräume (19 %) oder Smart Home Lösungen (15 %) vergleichsweise wenig gefragt. Vielmehr wünschen sich die Österreicher einen eigenen Garten (74 %). Darüber hinaus soll das eigene Haus die individuelle Gestaltung (69 %) ermöglichen und mehr Wohnfläche (63 %) sowie eigene Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten (63 %) schaffen. Die ältere Generation der Häuslbauer denkt auch stark in Richtung energiesparende Wohnformen (54 %).

Lieber neu als gebraucht

Bei der Art des Hausbaus entscheidet sich die Mehrheit der Befragten (44 %) für einen Neubau ganz nach den individuellen Vorstellungen. 21 % bevorzugen einen bereits geplanten Neubau von einem Bauträger und 35 % kaufen ein bestehendes Haus und adaptieren bzw. renovieren es gegebenenfalls. Besonders die österreichische Landbevölkerung bevorzugt den individuellen Neubau (50 %) während in den Landeshauptstädten 39 % und in Klein- und Mittelstädten 38 % nach ihren Ideen bauen. Wer selber baut, baut in den meisten Fällen auch größer: 53 % der Selberbauer sagen, dass ihr Haus mehr als 150 m² umfasst.

Am besten in ruhiger Gegend

Jene Häuslbauer, die sich vor dem Hausbau noch nach einem geeigneten Baugrund umschauen müssen, achten dabei besonders auf eine schöne (73 %) und ruhige (72 %) Wohngegend. Die Grundstückspreise spielen für 55 % eine entscheidende Rolle sowie auch die gute Einbindung in die Infrastruktur (54 %). Während in Ostösterreich die Grundstückspreise (65 %) das Hauptargument sind, ist es in Mittel- und Westösterreich (79 % und 77 %) die schöne Umgebung. Die Sicherheit – nämlich eine geringe Kriminalitätsrate – ist für die Ostösterreicher (48 %) wichtiger als für die Westösterreicher (26 %).

386.000 Euro als Budget

Insgesamt geben die Österreicher für Hausbau und Grundstückskauf rund 386.000 Euro aus. Zwischen Ost- und Westösterreich gibt es hier deutliche Unterschiede: So investieren die Wiener, Niederösterreicher und Burgenländer für Grund und Haus im Schnitt rund 348.000 Euro, die Steirer und Oberösterreicher 384.000 und die Salzburger, Tiroler, Kärntner und Vorarlberger sogar 413.000 Euro.

Profis am Werk

Wenn es um die Realisierung ihres Traumhauses geht, verlassen sich knapp zwei Drittel der befragten Österreicher auf die Expertise eines Baumeisters. 21 % lassen sich dabei ihr Haus komplett von einem Bauprofi errichten, 42 % packen hin und wieder auch selber mit an. Je älter die Häuslbauer, desto eher wird mit einem Baumeister zusammengearbeitet – auch die Bevölkerung in Klein-, Mittel- oder Landeshauptstädten bevorzugt die professionelle Durchführung. Vor allem Häuser mit einer Maximalgröße von 150 m² werden von Bauspezialisten gebaut. Jene Häuslbauer, die eher in Eigenregie bauen, erhalten zu 90 % Unterstützung durch Partner und zu 89 % von der Familie.

Am liebsten Ziegel

Ziegel ist das bevorzugte Baumaterial der Österreicher
Knapp zwei Drittel der österreichischen Häuslbauer bauen klassisch mit Ziegel auf Ziegel. Relevante Aspekte für die Entscheidung pro Ziegel sind für die Befragten die lange Lebensdauer (84 %), die hohe Sicherheit und Stabilität (74 %), die wärmedämmenden Eigenschaften des Baustoffs Ziegel (69 %), die Wertbeständigkeit (68 %), der hohe Wohnkomfort (67 %), das gute Raumklima (64 %) sowie die Energieeffizienz (62 %).

 

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