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Automobil-ZulieferindustrieMahle baut Konzern um und weltweit 7600 Stellen ab

In Europa fallen 3700 Arbeitsplätze der forcierten Umstrukturierung zum Opfer. Gespräche auch im Filterwerk in St. Michael, wo Ende September für die rund 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kurzarbeit ausläuft.

Mahle-Headquarter in Stuttgart
© (c) Kai R Joachim (BFF)
 

Bei Kärntens zweitgrößtem Industriebetrieb, dem Mahle Filterwerk in St. Michael ob Bleiburg/Smihel nad Pliberkom, blicken die rund 1800 Mitarbeiter gebannt nach Stuttgart. Ein verschärftes Sparprogramm im gesamten Konzern stand schon auf dem Programm, nun wird der 70.000-Mitarbeiter-Konzern weltweit gefordert. „Mahle forciert seinen strukturellen Konzernumbau“, meldete die Konzernzentrale am Mittwoch.

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notokey
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Global....

.... was erwartet sich die Politik? Vor Jahrzehnten hat man begonnen den "Global playern" den Vorzug zu geben. Man hat diese auch mit verschiedenen Förderungen versucht in das Land, an den Standort, zu bringen. Man hat kleinere Betriebe vernachlässigt (die sich jetzt mehr und mehr auflösen, weil die nachfolgenden Generationen sich aufgrund der jetzigen wirtschaftlichen Bedingungen nicht mehr in der Lage sehen in die Selbständigkeit zu gehen). Nur es sind die "kleinen", die noch sozial denken. Die "Global player" denken in Zahlen. Also darf es bitte niemanden verwundern, wenn Standorte einfach zugesperrt werden, weil man - nachdem auch Förderungstöpfe geräumt wurden - in Billiglohnländer abwandert oder Standorte aus Kostengründen einfach zusammenlegt. Die Fehler sind schon viel früher passiert! Aber der Mensch ist ja bekanntlich "erfahrungsresistent"!

dieRealität2020
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ich bin immer wieder erstaunt welche Aufregung herrscht wenn Arbeitsplätze durch verschieden Umstände verlustig gehen,

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keine Frage für die Betroffen ist es immer eine Katastrophe. Wer aus Wirtschaft und Politik gedacht hat es wird keine Verluste geben war und ist ein Träumer.
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Das Unternehmen jeder Art, vom Einzelunternehmer bis zum Konzern von tausenden bis zu Millionenverluste einfahren war bereits nach einigen Wochen sichtbar. Nicht weniger das dies mit Insolvenzen, Betriebsuaflösungen und Verlust von Arbeitsplätzen verbunden ist konnte ein "Blinder" sehen. Auch das es Unternehmen hinweggerafft hat, die bereits vor der Pandemie die Existenzberechtigung verloren hatten, war nicht weniger feststellbar.
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Also sind derartige Entscheidungen von Unternehmen verständlich. Sie sind nicht nur gesetzlich legitim, sonder auch wirtschaftlich verständlich. Auch die Demontage von Anlagen, Geräte usw. um in der Hoffnung die gegebenen Verluste zum Teil in einen Billiglohnland wettzumachen.
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Diese seit Kriesende gewachsenen wirtschaftlichen und politischen Strukturen sind nicht löschbar, noch im wesentlichen veränderbar. Nur der Mensch weltweit könnte als Konsument diese Struktur verändern.

homerjsimpson
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Die Aufregung der Betroffenen verstehen Sie ja, aber die Aufregung nicht...

irgendwie widerspricht sich das. Wenn plötzlich ein ganzes Werk geschlossen oder dramatisch "geschrumpft" wird, ist das natürlich für die Mitarbeiter eine Katastrophe.
Dass manchmal die Politik versucht, mit lachhaften Forderungen oder noch schlimmer viel Steuergelder Arbeitsplätze zu retten, die nicht zu retten sind, das ist ein echtes Problem.