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Wegen Ansteckungsgefahr Kontaktloses Zahlen ohne PIN bald bis 50 Euro möglich

Auch in Österreich wird die Obergrenze für kontaktloses Bezahlen ohne Eingabe einer PIN-Nummer auf 50 Euro angehoben. Das soll schon nächste Woche erfolgen.

 

Die Kartengesellschaften werden auch in Österreich die Obergrenze für kontaktloses Bezahlen ohne Eingabe einer PIN-Nummer auf 50 Euro anheben und damit verdoppeln. Bis zu dieser Summe muss an der Kassa bei Bezahlung mit Bankomat- oder Kreditkarte kein PIN-Code eingetippt werden.

Der Handelsverband hat am Donnerstag in einer Aussendung mitgeteilt, dass ab der kommenden Woche in Österreich das Kartenzahlungslimit ohne PIN-Eingabe von derzeit 25 Euro auf 50 Euro angehoben werden soll. Damit wurde eine entsprechende APA-Information vom Vortag bestätigt.

Empfehlung der Finanzmarktaufsicht 

Der Handelsverband hatte eine "temporäre" Erhöhung des Limits mehrfach verlangt. Heute richtete sich der Verband mit einer "erfreulichen Mitteilung" an die Medien. Am Mittwoch hatte die Finanzmarktaufsicht (FMA) den heimischen Banken und Zahlungsinstituten zur Eindämmung der Corona-Ansteckungsgefahr dringend empfohlen, das Limit für kontaktloses Bezahlen zu erhöhen.

Mittlerweile haben sich, so der Handelsverband, auch Kartengesellschaften dazu bereit erklärt und werden voraussichtlich ab nächster Woche die Obergrenze auf 50 Euro anheben.

Wichtig bei der Umsetzung sei nun, dass das Haftungsrisiko im Missbrauchsfall keinesfalls auf die Händler überwälzt wird, hielt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, fest.

Mastercard hat am Donnerstag in einer Stellungnahme gegenüber der APA auf gemeinsame Abstimmungen mit den lokalen österreichischen Partnerbanken verwiesen. "Mastercard begrüßt generell und auch für Österreich die Erhöhung der NFC-Limits ohne PIN-Eingabe; sobald in Österreich alle notwendigen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen geschaffen sind, werden wir diesen Schritt möglichst zeitnah vollziehen."

Kommentare (6)

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ewaldo
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Gefährliche Entwicklung

Schön langsam will man das Bargeld nun durch Ausnutzen dieser Situation weiter abschaffen. Leute werdet wach!
Der Handel will/wird keine Haftung gegen Missbrauch übernehmen. Das frühere Argument mit weniger Überfällen oder weniger Raub geht auch ins Leere. Wenn die Karten gestohlen oder verloren werden, ist dem Missbrauch ohne der PIN- Eingabe Tür und Tor geöffnet. Haften dann die Banken? Ich denke sicher nicht.

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Mein Graz
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@ewaldo

Das Bargeld wird in den nächsten Jahrzehnten m.E. nicht abgeschafft.

In den USA war man mit Kartenzahlungen schon viel früher dran als bei uns. Ich hab in den USA schon vor 20 Jahren das T-Shirt um 5 $ mit Karte bezahlt, das war "normal".
Trotzdem geht es auch in den Staaten nicht ohne Bargeld! Trinkgeld oder Aufmerksamkeiten für Obdachlose werden etwa immer mit Bargeld beglichen.
Man braucht nicht viel Bargeld, aber ohne gehts nicht!

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Amadeus005
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Wenn man für <50€ einkaufen geht

Dann hat man die Ausgangssperre nicht verstanden. Auch als Single sollte man bei 1x pro Woche Einkaufen mehr als 50€ bezahlen.

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Mein Graz
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@Amadeus005

Das sehe ich nicht so.
Manche Menschen haben etwa nicht die Möglichkeit, viel einzufrieren und kleine Kühlschränke. Dann geht das (eingefrorene) Brot zu Ende und Milch wird auch knapp. Viele Obst- und Gemüsesorten kann man auch nicht sehr lange lagern.
Und wenn man alleine lebt müssen bei manchen 50€/Woche ausreichen, weil einfach nicht mehr da ist.

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ChihuahuaWelpe56
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Ist das eure einzige Sorge: das kontaktlose Bezahlen?

Schaut euch doch mal die Kassen an! Die Verkäuferinnen haben bei Billa und Hofer eine Plexiglaswand wo. Damit der Kunde aber bezahlen und die Gegenstände in den Einkaufswagen zurück räumen kann, muss er daran vorbei gehen. Man bleibt also nicht hinter der Plexiglaswand stehen! Die Preise sind auf bestimmte Produkte gefühlt teurer geworden. Also man muss weit tiefer in die Taschen greifen, als 50€. Da müsstet ihr die Lebensmittelhändler dazu anhalten, die Preise zu senken. Der Einkauf wird dann also meist mit der Bankomat- oder Kredit-Karte bezahlt, wo der Kunde erst wieder an die „Tastatur“ greifen muss!

Fazit: Es mag für Kleineinkäufe vielleicht sinnvoll sein, aber beim Betrachten des Konsumverhaltens zu Beginn der Krise stellt man fest, das das sowieso nichts bringe!

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Mein Graz
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@ChihuahuaWelpe55

Situation bei "meinem" Hofer:
Plexiglaswand schützt die Kassiererin davor, direkt angehustet zu werden.
Dort wo im Normalfall das Einkaufswagerl steht wurde ein Stapel mit den grünen Transportkisten errichtet, dadurch ist der Abstand um 1/2 m erweitert (und die Ablagefläche nach der Kassa ist größer...).
Ein Problem sind die Kartenleser, die ein sehr kurzes Kabel haben. ABER als vernünftiger Kunde stellt man sich hinter die Plexiglaswand, hält mit der linken Hand die Karte vors Gerät und tippt mit der linken Hand den Code ein.
Natürlich sind viele Einkäufe höher als 50 €, allerdings hatten bei meinem letzten Einkauf die Leute vor und nach mir weniger zu bezahlen. Und je weniger Leute das Terminal angreifen desto niedriger ist die Infektionswahrscheinlichkeit.

Ob die Preise tatsächlich gestiegen sind kann ich nicht beurteilen. Lebensmittel sind wertvoll und dürfen nicht "verschleudert" werden, auch deshalb haben sie "ihren Preis".

Was mich mehr beschäftigt ist die Frage: was passiert bei Diebstahl, wenn der Langfinger mit der Karte in mehrere Geschäfte geht und in jedem die 50€ unterschreitet? Wer haftet? Weiß das jemand?

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