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Bis 2023Unicredit streicht 8000 Stellen, auch Bank Austria betroffen

Seit 2016 hat die italienische Großbank UniCredit, Mutter der Bank Austria, bereits 14.000 Jobs gestrichen, bis 2023 folgen nun weitere 8000 Stellen. Auch Österreich betroffen.

© (c) AP (Luca Bruno)
 

Die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit forciert ihren Sparkurs und will bis 2023 weitere 8000 Stellen streichen. Dabei wird auch Österreich betroffen sein, wie aus den Plänen hervorgeht, die die Bank am Dienstag vorstellte. Noch ist nicht klar, wie stark.

Der verschärfte Sparkurs kostet zunächst einmal Geld - nach Angaben der Bank 1,4 Milliarden Euro heuer und im kommenden Jahr. Davon seien 1,1 Milliarden für Italien und 300 Millionen für Österreich und Deutschland vorgesehen.

UniCredit wollte sich nicht zur regionalen Verteilung des Stellenabbaus äußern. Er solle aber sozialverträglich und in Absprache mit den Arbeitnehmervertretungen erfolgen, hieß es.

Kein Kommentar der Bank Austria

Die Bank Austria wollte sich auf APA-Anfrage nicht äußern, ein Sprecher der österreichischen Tochterbank verwies auf die Aussagen von UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier. Auch von der deutschen Tochter HypoVereinsbank (HVB) gab es zunächst keine Angaben zum Ausmaß des Sparkurses.

Die italienischen Bankengewerkschaften reagieren empört auf UniCredits Entwicklungsplan 2020-2023. Die Bank könne eine Reduzierung von 12 Prozent der Jobs nicht mehr verkraften, da seit 2007 bereits 26.650 Stellen gekürzt worden seien, protestierte der Chef des Gewerkschaftsverbands FABI, Lando Maria Sileoni.

Laut dem neuen in London vorgestellten Unternehmensplan will die Bank-Austria-Mutter 12 Prozent des Personals und 17 Prozent der Filialen in Italien, Österreich und Deutschland kürzen. Laut Gewerkschaftsangaben sollen die meisten Jobs - circa 5500 bis 6000 Arbeitsplätze - in Italien reduziert werden. Dank der Jobkürzungen will UniCredit in Westeuropa Einsparungen in der Größenordnung von einer Milliarde Euro durchsetzen, geht aus dem am Dienstag vorgestellten Plan hervor.

Weitere 500 Filialen sollen geschlossen werden

1381 Filialen seien bereits in den vergangenen Jahren weggefallen, laut dem neuen Entwicklungsplan wolle UniCredit aber weitere 500 schließen. "Damit beeinträchtigt man noch mehr die Beziehungen zur Kundschaft. Die Bank wird durch die Jobkürzungen geschwächt mit der Gefahr, dass sie geschluckt werden kann", kritisierte Sileoni. Die Gewerkschaften befürchten, dass die Jobkürzungen der erste Schritt vor einer europäischen Fusion sei, die UniCredit von der Heimat Italien entfernen könnte.

Mustier erwiderte, dass die Jobkürzungen "verantwortungsvoll" erfolgen werden. "Wir werden mit den Gewerkschaften verhandeln. Mit dem letzten Entwicklungsplan haben wir die Jobkürzungen auf sozial verantwortungsvolle Weise durchgeführt und wir werden weiter so handeln", sagte der französische Banker.

Die Mailänder Börse reagierte positiv auf den UniCredit-Unternehmensplan. Die Aktie stieg in Mailand am Dienstagvormittag um 1,5 Prozent.

Kommentare (2)

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VH7F
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Wer geht noch zu Bank Austria oder BAWAG?

In Kärnten sind die kaum mehr vorhanden.

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tenke
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Italien soll sich mal nicht aufregen.

Wegen dem italienischen Staat haben sich die Banken im Euroraum mit Negativzinsen herum zu schlagen, können kaum Erträge erwirtschaften, müssen Personal reduzieren.
Wäre der Staat - und einige andere - nicht Pleite, wäre es gar nie so weit gekommen.

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