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Digitales Tourismusportal Bergfex vor "größter Umstellung seit acht Jahren"

Wie drei Steirer aus Bergfex.at eines der meistbesuchten heimischen Internet-Portale machten. Und warum jetzt die „größte Umstellung seit acht Jahren“ ansteht.

Bergfex setzt mittlerweile auf drei eigene Apps
Bergfex setzt mittlerweile auf drei eigene Apps © Bergfex
 

Die Erfolgszutaten: Drei sportbegeisterte Mittzwanziger, die geteilte Vorliebe für Tiefschneefahrten und eine aufstrebende Technologie mit dem Namen Internet.

Im Jahr 1999 war es, als die drei Steirer Markus Kümmel, Oliver Jusinger und Andreas Koßmeier die Plattform Bergfex.at als digitales Meldesystem für Bergbahnen ins Leben riefen. „Wir wollten einfach einheitliche und aktuelle Schneewerte“, erinnert sich Kümmel knapp 20 Jahre später im Gespräch mit der Kleinen Zeitung.

Die Strahlkraft der Idee hält heute an, der Gründungsgedanke spielt noch immer eine entscheidende Rolle: Bergfex lässt sich Inhalte liefern, egal ob von privaten Nutzern, Bergbahnen oder Tourismusverbänden, sorgt für die technische Aufbereitung und verlängert Reichweiten. „Manche touristischen Gebiete registrieren bei uns mehr Zugriffe als auf ihrer eigenen Homepage“, erzählt Markus Kümmel. In 18 Sprachen gibt es das Portal heute, die touristische Palette ist deutlich weiter aufgespannt als in Gründertagen.

Bergfex-Gründer: Bergfexe: Andreas Koßmeier, Markus Kümmel, Oliver Jusinger
Bergfex-Gründer: Bergfexe: Andreas Koßmeier, Markus Kümmel, Oliver Jusinger Foto © Bergfex

Tourentipps können sich via Bergfex nicht mehr ausschließlich Skifahrer, sondern auch Mountainbiker, Wanderer, Langläufer, Rafting- oder Canyoning-Begeisterte holen. Gleichzeitig speist das Portal zahlreiche Partner (vom deutschen Rundfunk bis zum ÖAMTC) mit eigenen Datensätzen – etwa zu Wetter oder Badeseetemperaturen – und holt sich über Schnittstellen selbst für die Plattform Relevantes. Erlöse erzielen die Grazer aus dem Dreiklang „klassische Online-Werbung“, „Hotel-Pauschalen für Präsentationsflächen“ und „App-Erlöse“, wie Markus Kümmel erklärt.

Elf Millionen Nutzer im Jänner

Über Zahlen spricht der 44-Jährige im Moment gerne, war doch der Jänner statistisch gar das erfolgreichste Monat in der Geschichte des Unternehmens mit seinen 20 Mitarbeitern. Knapp 11,2 Millionen Nutzer – also mehr, als im selben Zeitraum Orf.at ansteuerten – riefen das Portal 150 Millionen mal auf.

Jetzt wollen Kümmel & Co. weiter an der Wachstumsschraube drehen. Helfen soll dabei die „größte Umstellung seit acht Jahren“, die Bergfex in den „nächsten zwei bis drei Monaten“ realisiert. Die Webseite wird fitter für mobile Endgeräte gemacht – bei „Millionen bestehenden Content-Seiten keine ganz leichte Aufgabe“, erklärt der Bergfex-Boss schmunzelnd.

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