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"Durch Hintertüre"Werbebranche fürchtet Werbeverbote für fett-, salz- und zuckerhaltige Lebensmittel

Werberat kritisiert Ernährungskommission wegen Nährwertprofilen und warnt vor Werbeverbot durch die Hintertüre. Ministerium: Ernährungskommission kann keine Verordnungen und Werbeverbote verhängen.

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Werbeverbote für fett-, salz- und zuckerhaltige Lebensmittel befürchtet
Werbeverbote für fett-, salz- und zuckerhaltige Lebensmittel befürchtet © tropper2000 - Fotolia
 

Die Nationale Ernährungskommission des Gesundheitsministeriums hat gestern nationale Nährwertprofile beschlossen. Der Österreichische Werberat (ÖWR) fürchtet nun "über die Hintertüre weitreichende Werbeverbote" für fett-, salz- und zuckerhaltige Lebensmittel. Auch die Nahrungsmittelindustrie hatte sich zuletzt kritisch dazu geäußert.

"Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist absolut schützenswert und steht außer Frage, dies darf jedoch nicht über den Weg der Einschränkung der Informations- und Werbefreiheit versucht werden", so Werberat-Präsident Michael Straberger am Dienstag in einer Aussendung. Er plädiert für Aufklärung, Informationen und Werbekampagnen für ausgewogene Ernährung sowie die Stärkung der Eigenverantwortung. "Bevormundung und Verbote sind der falsche Weg", meinte Straberger.

Regierung versteht die Aufregung nicht

Die türkis-grüne Regierung hatte im Vorfeld bereits auf den Empfehlungscharakter hingewiesen. Man verstehe die Aufregung nicht, die Nationale Ernährungskommission könne "weder Verordnungen verabschieden noch Werbeverbote verhängen", hieß es zuletzt aus dem Gesundheitsministerium. "Die im Begutachtungsverfahren stark umstrittenen verpflichtenden Nährwertprofile wurden gesetzlich nicht verankert und stattdessen auf allgemeine Ernährungsleitlinien abgestellt", erklärte bereits im vergangenen November der Kanzlerbeauftragte für Medien, Gerald Fleischmann (ÖVP).

Kommentare (6)
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melahide
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1
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Da

wäre ich eher für ein Verbot von diversen verarbeiteten Lebensmitteln. Leider hat die Industrie Fett sehr oft durch Zucker ersetzt. Und durch Zeitmangel und was weiß ich, da kochen die Menschen immer weniger, nehmen Packerlmischungen usw, wo viel zu viel Zucker und Salz drinnen ist, dazu Limonaden, selbst im Joghurt ist Zucker drinnen. Und da rede ich noch gar nicht von diversen Süsswaren!

ichbindermeinung
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Werbeverbot alkohol. Getränke u. Glücksspiele

zum Schutz der Kinder u. Jugendl. hätte man schon längst ein Werbeverbot für alle alkohol. Getränke, Glücksspiele u. Kriegsspiele verhängen müssen, so wie bei den Zigaretten bereits seit 2007 umgesetzt. Nur in punkto Alkohol u. Spiele schauen scheinbar alle von der EU angefangen und abwärts kollektiv weg. Ist halt sehr viel, sehr verlogen

Ragnar Lodbrok
5
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Ich bin nicht für ein Werbeverbot!

Ich bin für ein Verbot von fett-, salz- und zuckerhaltigen Lebensmittel!

Hapi67
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Erstens gibt

es kein Werbe- und Informationsverbot und zweitens können Konzerne das Geld künftig ja für Werbung in gesunde Lebensmittel stecken.

Vorausgesetzt natürlich Innovationskraft und Tatendrang statt lauten Geplärre wie zuletzt auch beim Thema Müll.

Vielen Dank

VH7F
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Wann kommt endlich die Lebensmittel-Ampel

Damit es am Packerl auch Rot aufleuchtet? Wie in GB z.B.

Edlwer
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Was ist so schlimm dran...

... wenn für diesen Dreck ein Werbeverbot kommt.
Die Werbung wird keinem fehlen.... und wer das komsumieren will findet es sicher auch ohne Werbung.....