Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Corona900.000 Österreicher sehnen sich nach physischem Kontakt mit Firmen

1,5 Millionen Österreicher erledigten erstmals Geschäfte online. In Österreich große Sorge um Sicherheit der persönlichen Daten.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
++ THEMENBILD ++ CORONA - OST-LOCKDOWN ZU ENDE
Rund 900.000 Nutzer, knapp 12 Prozent der Bevölkerung, suchen nach der Pandemie wieder physischen Kontakt mit Unternehmen © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die Coronapandemie hat die Österreicherinnen und Österreicher phasenweise gezwungen zu Hause zu bleiben. Das hat vielen erstmals den Online-Einkauf schmackhaft gemacht. Fast 1,5 Millionen Verbraucher haben in dieser Zeit erstmals online eingekauft, digitale Lernangebote ausprobiert, digitale Behördengänge erledigt oder Unterhaltungsplattformen in Anspruch genommen, ergab eine Umfrage des Beratungsunternehmens McKinsey.

Nicht alle dürften nach dem Wiedereröffnen der stationären Geschäfte der digitalen Welt treu bleiben. Rund 900.000 Nutzer, knapp 12 Prozent der Bevölkerung, suchen nach der Pandemie wieder physischen Kontakt mit Unternehmen der jeweiligen Branchen. Europaweit kündigten 65 Millionen Bürger an, dass ihre Online-Aktivitäten mit zunehmender Verflachung des Pandemiegeschehens abnehmen werden.

Österreicher weniger digital

Der Digital Sentiment Survey 2021 wurde Anfang April unter 20.000 Menschen in 19 Ländern durchgeführt, darunter 1200 Österreicherinnen und Österreicher. Die Umfrage bestätigt andere Erhebungen, wonach Österreichs Verbraucher weniger digital sind als ihre europäischen Nachbarn. "Nur" 74 Prozent nutzen digitale Kanäle für ihre Erledigungen, europaweit sind es 80 Prozent. Deutschland (65 Prozent) und die Schweiz (64 Prozent) sind dabei Europas Schlusslichter.

Angebote der Unterhaltungsbranche werden von einer großen Mehrheit der Österreicher gerne digital genutzt während eine ebenso große Mehrheit (jeweils 84 Prozent) für den Lebensmitteleinkauf lieber ins Geschäft geht. Auch Dienste des öffentlichen Sektors (61 Prozent) sowie des Bankings (58 Prozent) will eine Mehrheit digital nutzen, wobei aber bei der Umfrage nur Menschen mit Internetzugang befragt wurden.

Angst vor unzureichendem Daten-Schutz

In allen Industrien sind die meisten Nutzer mit den digitalen Kanälen zufrieden oder sehr zufrieden, vor allem wegen der einfachen Informationsbeschaffung, der Schnelligkeit und Zuverlässigkeit und der Möglichkeit, sich den Weg ins Geschäft zu ersparen.

Österreichs Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein im Europavergleich leicht unterdurchschnittliches Vertrauen in die digitalen Dienste, vor allem wegen der Angst vor unzureichendem Schutz der persönlichen Daten. Angst vor einem unsicheren Online-Bezahlvorgang spielt dagegen nur bei 9 Prozent eine Rolle.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.