Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Starke Impulsen im Online-HandelÖsterreichische Post: Umsatz stabil, Gewinn halbiert

Die Österreichische Post AG hat im ersten Halbjahr 2020 den Umsatz im Vorjahresvergleich halten können, das Ergebnis ist jedoch eingebrochen.

© (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
 

Der Umsatz blieb mit 981,9 Millionen Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode stabil (+0,1 Prozent), das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns ging um 55,2 Prozent auf 48,2 Millionen Euro zurück. Der Gewinn halbierte sich auf 39,1 Millionen Euro (-50,7 Prozent).

Das Ergebnis wurde durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Aufbau der bank99 belastet, teilt das börsennotierte Unternehmen Freitag mit. Das Ergebnis je Aktie sank von 1,17 Euro auf 0,66 Euro.

Besonders das zweite Quartal 2020 brachte durch die Lockdown-Bestimmungen und die wirtschaftlichen Stillstände in einigen Industrien den größten disruptiven Effekt der letzten zehn Jahre, heißt es in der Unternehmensmitteilung. "Trotz deutlich erschwerter Rahmenbedingungen gelang es der Österreichischen Post - dank dem unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - die flächendeckende Versorgung an Brief-, Paket- und Filialdienstleistungen sicherzustellen, auch wenn diverse Versorgungspflichten nicht kostendeckend zu erfüllen waren bzw. Mehrkosten aus Verordnungen und Krisenmaßnahmen entstanden sind."

Das EBIT des Konzerns wurde mit negativen Covid-19-Effekten von ca. 45 Millionen Euro belastet - durch außerordentliche Gesundheits- und Logistikkosten (ca. 20 Millionen Euro) sowie der Ergebnisbelastung aus Umsatzrückgängen (ca. 25 Millionen Euro). Der reduzierte Umsatz im Brief- und Werbegeschäft wirkte sich aufgrund der hohen Fixkostenintensität dieses Geschäfts ergebnisseitig stark aus. Das Paketgeschäft profitierte hingegen von starken Impulsen im Online-Handel. Darüber hinaus waren in den letzten Monaten Zusatzkosten zu verzeichnen, um die Mengen von bis zu plus 50 Prozent in manchen Wochen zu bewältigen, so das Unternehmen. Das EBIT des Logistikgeschäfts reduzierte sich daher um 27,4 Prozent im ersten Halbjahr auf 76,9 Millionen Euro.

Belastend wirkten aber auch die Kosten für die neue bank99, die seit April am Markt aktiv ist. Die Division Filiale & Bank erzielte durch die Aufbaukosten der bank99 und Covid-19 bedingten Belastungen einen negativen Ergebnisbeitrag von 28,7 Mio. Euro. Über 42.000 Kunden hat die bank99 bisher. Ziel der Post ist es, dieses Finanzdienstleistungsgeschäft in den nächsten Quartalen um neue Produkte zu erweitern und ab dem Jahr 2023 positive Ergebnisbeiträge zu erwirtschaften.

Der Österreichische Post-Konzern beschäftigte in den ersten sechs Monaten 2020 durchschnittlich 20.443 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte), um 1,4 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren