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Klaas Knot EZB-Ratsmitglied sieht Konjunktur jetzt mit mehr Zuversicht

Niederländischer Notenbankchef: Zuletzt vermeldete Konjunkturdaten haben die Erwartungen übertroffen.

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EZB © (c) APA/AFP/DANIEL ROLAND (DANIEL ROLAND)
 

Die Gefahr einer noch härteren Rezession in der Eurozone ist aus Sicht des niederländischen Notenbankchefs Klaas Knot geringer geworden. "Die jüngsten Daten bestärken die Zuversicht in unser Basisszenario mit einer günstigeren Risikobilanz", sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Freitag auf einer Online-Veranstaltung der Agentur Bloomberg.

Die EZB hatte im Juni für das laufende Jahr einen Einbruch der Wirtschaft um 8,7 Prozent vorhergesagt, gefolgt von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 5,2 Prozent 2021 und einem Plus von 3,3 Prozent im Jahr 2022.

Zuletzt vermeldete Konjunkturdaten hätten die Erwartungen übertroffen, sagte Knot. In einem ansonsten desaströsen zweiten Quartal habe es im Juni einen starken Umschwung bei den Vertrauensindikatoren gegeben. Vorausblickende Barometer hätten signalisiert, dass die konjunkturelle Talsohle im Mai erreicht worden sei. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, war im Juni überraschend deutlich von knapp 32 auf gut 48 Punkte gestiegen.

"Wichtiges Signal"

Knot äußerte sich zudem positiv zu den jüngsten Vorschlägen zur Gestaltung des geplanten EU-Wiederaufbaufonds. Diese umfassten wichtige Investitionen in die Digitalisierung der Wirtschaft sowie den sogenannten "Green Deal" für Europa, sagte der Notenbanker. Für ihn wäre dies ein wichtiges Signal, "dass wir nicht dabei stehenbleiben, nur unsere Volkswirtschaften zu stabilisieren, sondern auch die Gelegenheit nutzen, um gemeinsame langfristige Herausforderungen anzugehen."

Um den geplanten Fonds zur Stabilisierung der Länder nach der Coronakrise wird nach wie vor heftig gerungen. Die Niederlande gehören zu einer Gruppe von Ländern, die verlangen, dass die Corona-Hilfen aus dem Finanzpaket als Kredite an die Länder ausgezahlt werden und nicht als Zuschüsse, wie es der deutsch-französische Vorschlag vorsieht.

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