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Polen, Tschechien, SlowakeiUm eine Milliarde Euro: Uniqa kauft in Osteuropa zu

5 Millionen Neukunden: Österreichischer Versicherungskonzern kauft die AXA-Töchter in Polen, Tschechien und Slowakei. Kaufpreis liegt bei rund einer Milliarde Euro.

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++ THEMENBILD ++ UNIQA © (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Rund fünf Millionen Kunden, 2100 Mitarbeiter und 800 Millionen Euro Prämie – sie wandern durch eine milliardenschwere Übernahme zum österreichischen Versicherungskonzern Uniqa. Wie das Unternehmen am späten Freitagabend mitteilte, werden von der französischen AXA Group die Töchter in Polen, Tschechien und der Slowakei übernommen ((vorbehaltlich der rechtlichen Genehmigungen). Kaufgegenstand seien Versicherungsunternehmen in den Bereichen Leben und Nicht-Leben sowie Wertpapierfirmen, Pensionskassen und Servicegesellschaften der AXA Group in diesen drei Ländern, heißt es in einer Aussendung. Der Kaufpreis beträgt laut Uniqa rund eine Milliarde Euro. 

Vorstandschef Andreas Brandstetter betont: „Wir kennen die Gesellschaften von AXA schon lange, sie passen hervorragend zu unserer langfristigen Strategie. Mit ihrem Schwerpunkt auf profitables Retailgeschäft und einem ausgewogenen Produktmix ergänzen sie unser bestehendes Geschäft und machen uns zur Nummer Fünf in der Wachstumsregion Zentral- und Osteuropa."   

Uniqa Gruppe

Die Uniqa Group ist eine der führenden Versicherungsgruppen in ihren Kernmärkten Österreich und Zentral- und Osteuropa (CEE). Aktuell (Stand 2019) betreuen rund 20.000 Mitarbeiter und exklusive Vertriebspartner in 18 Ländern mehr als 10,1 Millionen Kunden. In Österreich ist Uniqa mit einem Marktanteil von rund 21 Prozent der zweitgrößte Versicherungskonzern.

In CEE ist Uniqa in 15 Märkten zu Hause: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Tschechien, Ukraine und Ungarn. Darüber hinaus zählen auch Versicherungen in der Schweiz und Liechtenstein zur Uniqa Group. 

Bereits heute verfüge die Uniqa "als Nummer Sieben in Zentral- und Osteuropa über ein flächendeckendes Netzwerk in 15 Märkten und bietet dort aktuell 6,8 Millionen Privat- und Firmenkunden das gesamte Spektrum an Versicherungslösungen an". Auch in den Märkten Polen, Tschechien und der Slowakei verfüge man über eine knapp 20-jährige Erfahrung. "Mit Start des langfristigen Strategieprogramms Uniqa 2.0, das 2011 vorgestellt wurde und das bis Mitte 2020 läuft, hat das Unternehmen die Länder Zentral- und Osteuropas als zweiten Kernmarkt – neben Österreich – definiert", wird unterstrichen. "Die Gruppe tritt in allen Ländern – außer Russland – unter der Marke Uniqa auf."

Verwiesen wird auch darauf, "dass sich die Wirtschaft in Polen, Tschechien und der Slowakei in den letzten Jahren erfolgreich entwickelt" habe. Mit Wachstumsraten von drei Prozent im Durchschnitt der letzten 10 Jahre liegt das Bruttoinlandsprodukt dieser Länder deutlich über jenem Österreichs (1,6 Prozent). „Unsere Analysen zeigen, dass das Wachstum langfristig weitergehen und signifikant über jenem Österreichs liegen wird. Mit dieser Akquisition investieren wir also in nachhaltiges und anhaltendes Wachstum“, so Brandstetter. Während der Versicherungsmarkt in Österreich im kommenden Jahr laut Prognosen um 1,5 Prozent wachsen sollte, sehen die Prognosen für Polen (6,2 Prozent), Tschechien (6,8 Prozent) und Slowakei (2,7 Prozent) deutlich höhere Erwartungen. „Wir werden in jedem dieser Märkte unsere Marktposition signifikant verbessern“, so Andreas Brandstetter. 

„AXA passt ausgezeichnet zu uns: Die Gesellschaften sind erstklassig geführt und haben eine starke Marktposition. Wir gewinnen mit dieser Transaktion Privat- und Firmenkunden in drei Wachstumsmärkten, in denen wir schon heute hoch profitabel sind.“ Mit 35 Prozent Lebensgeschäft und 65 Prozent Sachgeschäft ist der Produktmix fast ausgeglichen. 

Marktposition

In Polen ist Uniqa derzeit mit 1,5 Millionen Kunden die Nummer Zehn am Markt, in Tschechien mit 800.000 Kunden die Nummer Sechs und in der Slowakei mit 500.000 Kunden die Nummer Vier.

AXA wiederum bringt in Polen 3,2 Millionen Kunden, in Tschechien 800.000 und in der Slowakei 750.000 Kunden ein, wodurch Uniqa gemessen an der Prämie in Polen und Tschechien zur Nummer Fünf aufsteigen und in der Slowakei Platz Vier weiter festigen wird.

 

 

 

Kommentare (2)

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gonde
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Schauen wir in 5 Jahren nochmals nach, wie hervorragend AXA&Co dazu passen.

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Weltreisender
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Das

funktioniert schon. Da geht's um den Kundenstock. Ich würde mir eher Gedanken um dir Arroganz machen. Immer weniger Personal für den Shareholdervalue.

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