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Vetrag mit Boom SoftwareWarum die Deutsche Bahn auf Software aus Leibnitz setzt

Das südsteirische IT-Unternehmen "Boom Software" wird künftig rollendes Material der Deutschen Bahn (DB) bei Störfällen in die nächste geeignete Werkstatt lotsen.

© Deutsche Bahn
 

Eine entsprechende Kooperation über acht Jahre wurde nund im Rahmen der Berliner Bahnzulieferer-Messe "InnoTrans" bekanntgegeben. Dies soll zu weniger Verschleiß und zu einer Kostenersparnis beitragen, hieß es in einer Aussendung.

Bis zu 400.000 Schienenfahrzeuge der DB sollen künftig mit der Softwarelösung aus dem südsteirischen Leibnitz bei Überprüfungen und Störfällen in die richtige Werkstätte geführt werden. Durch die IT-Lösung werden im ersten Ausbauschritt rund 3000 Lokomotiven sowie die jeweiligen Komponenten digital im Programm abgebildet. Dadurch kann die Software routinemäßige Überprüfungen und potenzielle Störfälle ermitteln. "Im Anwendungsfall wird die Lok auch wirklich nur zu jenen Wartungszentren gefahren, die auch über die entsprechend notwendigen Ersatzteile bzw. das entsprechende Know-how verfügen", so Bora Man, technischer Geschäftsführer von "Boom".

 

Digitale Erfassung bis zur kleinsten Komponente
Stefan Wagner, DB-Projektmanager für „Digitale Flottensteuerung“, BOOM-CEO Andreas Schaller, Christian Allner, DB-Head of Rolling Stock Intelligence Locomotives und BOOM-CTO Bora Man Foto © Boom

Kostenersparnis und geringerer Verschleiß 

Für die Deutsche Bahn resultiert daraus eine hohe Kostenersparnis. Die Wege zu den Werkstätten können optimiert und damit verkürzt werden, was wiederum zu einem geringeren Verschleiß führt. Bis 2020 soll die Boom-Anwendung Vollbetrieb aufnehmen. Die Kooperationsvereinbarung auf acht Jahre könnte im Endausbau bis zu 400.000 Schienenfahrzeuge umfassen. In weiteren Ausbaustufen soll künstliche Intelligenz dafür sorgen, dass auf Basis der Interpretation von Erfahrungswerten konkrete Störungsursachen vorhergesagt werden können. Auch die Integration von externen Werkstätten - theoretisch sogar weltweit - könnte laut der Geschäftsführung des Leibnitzer Unternehmens möglich sein.

Einsetzbar ist die Software in vielen Bereichen. Alle Funktionalitäten seien zu 100 Prozent adaptierbar und können individuell auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten werden, wie dem Anlagenbau und bei Energieversorgern.

"Boom Software" hat mehr als 60 Mitarbeiter und entwickelt Software für den Bereich des Produktions- und Instandhaltungsmanagements. Neben Leibnitz gibt es auch eine Niederlassung nahe Bremen im niedersächsischen Oldenburg.

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