Im 1. QuartalVeranlagungs-Rückgang bei Pensionskassen

Rückgänge an den Aktienmärkten dämpften das Veranlagungsergebnis der österreichischen Pensionskassen um 1,17 Prozent. Für das gesamte Jahr ist man aber optimistisch.

Pensionistenrunde in Wien beim Karten spielen © APA/HARALD SCHNEIDER
 

Die österreichischen Pensionskassen haben im ersten Quartal nach den Rückgängen an den Aktienmärkten ein negatives Veranlagungsergebnis erzielt: Im Durchschnitt lag die Performance bei minus 1,17 Prozent. Für das Gesamtjahr sind die Pensionskassen aber optimistisch.

"Ein schwaches erstes Quartal ist unerfreulich. Mittel- und vor allem langfristig übertreffen Pensionskassen mit ihren Veranlagungsergebnissen in Österreich praktisch alle anderen Veranlagungsformen deutlich", so Fachverbandsobmann und VBV-Chef Andreas Zakostelsky. Für die Pensionskassen und ihre Kunden zählten "ausschließlich die langfristigen Erträge über Jahre und Jahrzehnte". Das langjährige durchschnittliche Veranlagungsergebnis über 27 Jahre liege bei plus 5,55 Prozent pro Jahr, in den vergangenen fünf Jahren seien es plus 5,13 Prozent pro Jahr gewesen.

"Wir sind für 2018 weiter optimistisch, da die Konjunktur weltweit stark läuft. Das wird auch die Finanzmärkte mittelfristig beruhigen", meint Zakostelsky.

Damit sich Schwankungen auf den Kapitalmärkten im beitragsorientierten Modell nicht unmittelbar auf die Pensionshöhe auswirken, werden von den Pensionskassen Schwankungsrückstellungen gebildet: In Jahren mit hohen Erträgen werden diese Rückstellungen aufgefüllt, um in Jahren mit geringeren Erträgen eine Reserve verfügbar zu haben. So seien auch die guten Ergebnisse des Jahres 2017 teilweise dazu verwendet worden, um diese Reserven aufzufüllen.

Die Aktienbörsen, die im vergangenen Jahr vor allem von der guten Entwicklung der Weltwirtschaft geprägt wurden, seien in den ersten Monaten 2018 von anderen Szenarien beeinflusst worden. Aus Angst vor steigenden Zinsen habe der Dow-Jones-Index zeitweise rund 1600 Punkte verloren - soviel wie noch nie in seiner Geschichte seit 1884. Von Computern automatisch gesteuerte Handelsprogramme hätten diesen Effekt noch verstärkt. Ähnlich stark ausgewirkt hätten sich zuletzt Befürchtungen über die Folgen des beginnenden "Handelskrieges" der USA mit China.

In Europa halte das Wirtschaftswachstum an und auch die Weltwirtschaft befinde sich in Summe weiterhin in einer sehr positiven Entwicklung. Die Pensionskassen erwarteten weiter eine positive Entwicklung der Kapitalmärkte - "unvorhersehbare politische Risiken sind davon ausgenommen".

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.