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Leichtfried lädt einAuch in Österreich: Dieselgipfel noch im August

Leichtfried lädt Autoindustrie zu einem Gespräch über Lösungen für von Abgasaffäre betroffene Fahrzeuge ein. Verkehrsministerium erarbeitet "Abgasstrategie 2030"

Dieselgipfel nun auch in Österreich © AP
 

Nach dem Dieselgipfel in Deutschland hat Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ), wie zuvor angekündigt, einen Gipfel im August einberufen. Leichtfried hat die Vertreter der Österreich-Niederlassungen der Hersteller eingeladen, um über Lösungen für betroffene Fahrzeuge in Österreich zu beraten. Am Freitag verschickte das Ministerium eine Termineinladung an den Arbeitskreis der Automobilimporteure.

Im Herbst will das Verkehrsministerium mit der Autoindustrie, NGOs, Bundesländern und Automobilklubs eine "Abgasstrategie 2030" erarbeiten. Ziel der Strategie sei "sauberer und leistbarer Verkehr unter anderem durch hundert Prozent emissionsfreie Fahrzeug-Neuzulassungen ab 2030".

Die Bundessprecherin der Grünen, Ingrid Felipe, hatte Freitagvormittag Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) und Verkehrsminister Leichtfried in einem offenen Brief zur sofortigen Einberufung eines Dieselgipfels aufgefordert. "Wir müssen dabei alles daransetzen, dass keine Pkw neu zugelassen werden, die die vorgeschriebenen Abgasnormen im Echtbetrieb nicht einhalten", forderte Felipe. Außerdem müssten Pkw, die ihre Emissionsangaben nicht einhalten, auf Kosten der Herstellerfirmen nachgerüstet werden und es brauche rechtliche Schritte gegen "Schummelsoftware".

Zukunft der Dieselautos

Leichtfried entgegnete in einer Aussendung am Freitag: "Wenn mich die Bundessprecherin der Grünen Ingrid Felipe in einem offenen Brief auffordert den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor zu planen, dann freue ich mich zu sagen, dass wir das längst tun." Bis 2030 werde man die Voraussetzungen dafür schaffen, dass alle neu zugelassenen Autos abgasfrei seien.

Kommentare (2)
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tschifudl1
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5
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LKW, Traktoren...

... sowie schwere Schlägerungsgeräte, Schubraupen usw. verbieten. Damit wäre das Dieselproblem gelöst. Auf den Autobahnen sieht man fast schon mehr Schwerfahrzeuge als PKW.

microfib
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LKW, Traktoren...

.. sowie schwere Schlägerungsgeräte, Schubraupen usw. verbieten. Sind ja massenhaft in den Städten unterwechs. Es geht hier um die Schadstoffe in den Städten. LKWs sind im Gegensatz zu Pkws weit schadstoffarmerö
Bei Lkw wird Adblue schon seit längerem eingesetzt.
Adblue an sich ist gar nichts Neues. Bei Lkw wird der Zusatzstoff schon länger eingesetzt, um die Stickoxidwerte der Nutzfahrzeuge zu senken.
Ein Brummifahrer rechnet ungefähr mit einem Adblue-Verbrauch von etwa fünf Prozent vom normalen Dieselverbrauch. Das entspricht bei einem schweren Lkw rund 1,4 Liter auf 100 Kilometer. Bei Pkws wird nur im Testmodus Adblue zugesetzt.