Pro und KontraBraucht es eine Obergrenze für den Spritpreis in Österreich?

In Deutschland erreichten die Dieselpreise zuletzt ein Rekordniveau. Verkehrsminister Andreas Scheuer fordert, der Staat solle bei zu hohen Spritpreisen die Steuern senken. Wäre so ein Deckel auch hierzulande denkbar?

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Braucht es eine Obergrenze für den Spritpreis in Österreich?
Braucht es eine Obergrenze für den Spritpreis in Österreich? © APA/Hans Klaus Techt
 

Pro: Beim Benzinpreis kassiert der Staat mehr als Ölmultis

Ab einer Höhe von 1,79 Euro pro Liter müssen die Steuern runter. Sonst trifft es jene Menschen, die auf das Auto angewiesen sind und keine Alternative dazu haben.

Peter Amreich ist Vorstandsmitglied der Pendleriniative; ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Anliegen der Pendler einsetzt. Amreich arbeitet bei der Telekom und ist dort Vorsitzender der Personalvertretung.

Der deutsche Verkehrsminister Scheuer schlägt vor, bei einem Benzinpreis von 1,99 Euro pro Liter im Gegenzug die Steuern zu senken, de facto eine Deckelung. Auch die EU überlegt bereits Maßnahmen um die Bevölkerung vor der Kostenlawine bei den Energiepreisen zu schützen. Eine sinnvolle Initiative, geht es doch darum den Wirtschaftsaufschwung nicht abzuwürgen und vor allem Verarmung in der Bevölkerung zu vermeiden.

Auch wenn uns die steigenden Preise an den Tankstellen die Zornesröte in das Gesicht drückt. Vater Staat kassiert beim Treibstoffpreis mehr ab als Ölmultis und Konzerne zusammen. Ein Nachgeben bei den Steuern auf Treibstoff in Österreich müsste spätestens bei einer Höhe von 1,79 Euro pro Liter eingeführt werden. Greift der Staat nicht ein, so heißt das, dass für Autofahrer die Entlastungen der kommenden Steuerreform zur Gänze in die Tankstellen fließt, was wohl nicht die Absicht der Regierung sein kann. Für alle Arbeitnehmer, die auf das Auto angewiesen sind, gilt es festzuhalten: Die Menschen fahren damit nicht zum Spaß zur Arbeit und zurück, vielfach gibt es keine Alternative. Es trifft aber nicht nur die Pendler, wenn die Tankfüllung 100 bis 120 Euro kostet: Wenn die Fahrtkosten eines Skitages höher als der Preis einer Liftkarte sind, dann hört sich der Spaß auf und kann auch dem Tourismus schaden. Der Benzinpreis steigt und das bleibt, laut Prognosen, bis in den Sommer des nächsten Jahres so. Es besteht also dringender Handlungsbedarf. Ein radikales Umsteigen auf den Öffentlichen Verkehr bedeutet einen radikalen Ausbau. Das ist – wenn ich beispielsweise nur das steirische Landschaftsprofil hernehme – illusorisch. Die Kosten würden jeden vernünftigen Rahmen sprengen.

Tatsächlich wäre eine temporäre Benzinpreisdeckelung bzw. eine Steuersenkung das Mittel der Wahl. Eine kurzfristige Alternative ist nicht in Sicht. Das hindert niemanden, über Lenkungsmaßnahmen für intelligenteres, sparsameres Autofahren nachzudenken. Bekanntlich sind die letzten Kilometer zur Wohnung, zum Haus die teuersten. Wo bleiben die Vernetzungen der vielen lokalen und regionalen Beförderungsinitiativen (Gemeindetaxis etc.), von Fahrgemeinschaften unterstützt durch Mitfahrbörsen? Wo bleiben wirksame, spürbare Förderungen und Subventionen der öffentlichen Hand, die derartige Alternativen attraktiv machen? Wo bleibt der politische Wille, diese Initiativen aus der privaten Nische zu holen und etwa Regionalförderungen an eine breite Teilnahme daran zu knüpfen?

Kontra: Mobilitätswende statt teurer Sprit-Subventionierung nach Gießkannenprinzip

Ein Ausbau von Radwegen, Carsharing- und Öffi-Angeboten (Bus, Bahn) würde die Umwelt, unsere Gesundheit und die Geldbörse entlasten.

Johannes Wahlmüller ist Experte für Energie und Klimafragen bei der österreichischen Umwelt-NGO Global 2000. Er tritt seit Jahren für mehr klima–politische Akzente im Steuersystem ein.

Wer angesichts steigender Ölpreise nach einer staatlichen Subventionierung von Benzin- und Dieselpreisen ruft, sollte eines nicht vergessen: Das wäre teuer für uns alle. Öl muss importiert werden. Den Ölpreis bestimmen nicht wir, er wird auf internationalen Märkten festgelegt. Jede Subvention – ob durch Steuersenkungen oder direkte Subventionen – zahlen wir Österreicher:innen uns letztendlich selbst.
Jedes dritte Auto, das aktuell in Österreich gekauft wird, ist ein spritfressender SUV. Mit einer Obergrenze für den Spritpreis würden in erster Linie jene profitieren, die solch ein klimaschädliches Auto fahren, obwohl es umweltfreundlichere Alternativen gäbe. Eine staatliche Subventionierung von Benzin und Diesel ist teuer, unsozial und unökologisch.

Wer Pendler:innen wirklich unterstützen möchte, hat viel bessere, fairere Möglichkeiten: Aktuell ist die Pendlerpauschale als Freibetrag ausgestaltet. Jemand mit hohem Einkommen bekommt für die gleiche Fahrtstrecke mehr Geld als jemand mit niedrigem Einkommen. Würden wir uns an tatsächlichen Fahrtkosten orientieren, würden alle für die gleiche Strecke auch gleich viel Geld bekommen. Weiters sollte ein Anreiz gesetzt werden, überall dort, wo das heute schon möglich ist, auf Öffis umzusteigen. Im Regierungsprogramm ist eine Reform der Pendlerpauschale sogar vorgesehen. Umgesetzt wurde sie mit der jetzigen Steuerreform aber nicht.

Es geht aber um viel mehr. Wir von GLOBAL 2000 setzen uns für eine echte Mobilitätswende ein: Alle Österreicher:innen sollen wo überall möglich leistbar und komfortabel mit Bus oder Bahn zur Arbeit, in die Schule oder zum Supermarkt kommen. Autos sollen vor allem im dicht besiedelten Gebieten verstärkt über Carsharing angeboten und so ebenfalls ein Teil der Öffis werden. Gut ausgebaute Radwege helfen, Verkehr zu reduzieren. Über allem steht aber das Vermeiden von unnötigem Verkehrsaufkommen zur Entlastung unserer Umwelt, unserer Gesundheit und unseres Kontos. Die frei werdenden Flächen bieten Platz für Bäume, Parks, Radwege oder breitere Flaniermeilen. Dadurch steigt die Lebensqualität, die Verkehrsbelastung sinkt und wir alle können aufatmen.

Lassen wir die teure Subventions-Gießkanne für Benzin und Diesel also beiseite und fordern wir die Politik stattdessen auf, bereits gemachte Versprechen einzuhalten. Milliardengelder sollten wir in ein zukunftsfähiges Mobilitätssystem investieren und damit für ein gutes Leben für alle sorgen!

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

mahue
7
2
Lesenswert?

Manfred Hütter: Grundsätzlich sollte jeder erkennen, das alte Staatussymbol Auto hat ausgedient

Interessant ist sowohl meine Hausärztin als auch der Kinderarzt meines Sohnes fahren kleine E-Autos mit Längen knapp unter 4 m. Im Moment als eigentlich einzige technische leistbare Alternative, hat man Dach seines Einfamilienhauses auch noch eine Photovoltaik-Anlage, kann man die Energie selbst zum Teil erzeugen.
Gebe zu bin selbst noch ein Klima-Sünder der alten Zeit, weil ich einen Jeep-Cherokee mit 200 Diesel-PS im Jahr 2016 fabrikneu gekauft habe. Das nächste Auto ist sicher ein modernen Kleinwagen ohne Antrieb mit Diesel/Benzin-Motor., und keinen reinen Elektro-SUV mit Leistungen bis 300 PS.
Reicht um die notwendigen Dinge des täglichen Lebens zu erledigen.
Urlaubsreisen mache von meinem Wohnort aus schon über 10 Jahre mit Bus/Bahn/Flug- An und Rückreise.

Geom38
1
4
Lesenswert?

Als Statussymbol mag das Auto vielleicht ausgedient haben....

...als alternativloses Fortbewegungsmittel am Land sicher nicht. Weil um meinen oft bis zum erlaubten Limit belasteten Hänger zu ziehen, und das noch übern Berg, brauche ich zB durchaus meinen kräftigen Diesel.

huckg
5
4
Lesenswert?

Warum keine Alternativen?

Technische hängt das Ziehen von Anhängern in keiner Weise mit der Energieform des Antriebes zusammen. Ein Elektromotor hat ein bei weitem besseres Drehmoment und ist um das mehrfache effizienter als eine Dieselmotor. Von der Umwelt noch gar nicht gesprochen. Nein, es geht um nur ums wollen! Die Ausrede es ist Alternativlos zählt leider nicht. Ist mir unsere Umwelt und die Zukunft des Planeten, also die Zukunft unserer Nachkommen es Wert? Oder sind meine Prioritäten woanders gelagert?

Geom38
1
1
Lesenswert?

Also was mich betrifft

könnte ich mir ein gleich starkes/großes E-Auto nicht mal leisten. Mit kleinen Autos fange ich ja auch aus anderen Gründen nichts an. Auch die Ladefläche meines Kombis wird immer wieder mal voll ausgenutzt. Mal ganz abgesehen davon dass ich derzeit generell nichts von diesen Dingern halte. Zukunft des Planeten? Ernsthaft? Die bei uns ausgemusterten Benziner und Diesel fahren dann eben garantiert noch Jahrzehnte woanders herum.

huckg
5
2
Lesenswert?

Du brauchst dich nicht zu verteidigen, jeder hat seine Gründe warum er NICHT

Sei wenigstens zu dir so ehrlich und sage: "Ich will mich und mein Verhalten nicht ändern. So wie es ist geht es mir gut und was in 10, 20 oder 100 Jahren ist ist mir egal. Meine Kinder sollen selbst schauen wie sie aus der Sch...e rauskommen und außerdem, was ich nicht weiß macht mich nicht heiß. Daher hört auf mit diesem Gelaber." So oder so ähnlich läuft doch die Geschichte ...

Geom38
0
0
Lesenswert?

Unsere (erwachsenen) Kinder

...und davon haben wir 4, sind durchaus ähnlicher Ansicht. Hab's auch nicht notwendig mich zu verteidigen, einfach weil ich im Gegensatz zu diesen ganzen Hysterikern das alles realistisch sehe.

Hieronymus01
3
0
Lesenswert?

Es geschieht ein Umdenken.

Wäre vor zehn Jahren bei den steigenden Preisen eindeutig Deckelung diskutiert worden so wäre damals noch wenig Verständnis für höhere Treobstoffpreise gewesen.

Es sehen immer mehr den Autoverkehr als Besastung

huckg
2
2
Lesenswert?

Ein Artikel für das einfache Volk

Jeder der etwas weiter denkt weiß, dass die Problematik nicht am Spritpreis liegt. Es geht vielmehr um Energiepreise! Strom hat sich in einem Jahr verdreifacht, umgerechnet auf die Spritpreise wären wir dann bei ca. 3 bis 4 Euro. Wenn man nun auch noch die Risiken der Weltmärkten mit den politischen Abhängigkeiten betrachtet sowie die CO2 Problematik miteinbezieht müsste der Spritpreis sich über 5 Euro je Liter befinden.
Und dorthin wird die Reise auch gehen oder kann hier irgendjemand eine Alternative aufzeigen? Also warum Thematisiert man hier nicht das Problem der Energieverschwendung, einschließlich der Problematik dass unsere Mobilität einfach in dieser Form sofort zu beenden ist? Die Politik ist gefordert heute Alternativen zum Auto anzubieten. Der Umstieg (wohin auch immer) muss für alle in den nächsten drei Jahren passieren und spätestens 2030 abgeschlossen sein. "Ändern sich nichts, ändert sich alles". Oder hat hier jemand einen Plan "B"?

Amadeus005
0
0
Lesenswert?

Stimme zu

Das Mobilitätsbedürfnis ist das Problem. Ob zur Arbeit oder in der Freizeit.

hiho01
13
4
Lesenswert?

Wenn

man bedenkt wie viele Sinnlose Fahrten gemacht werden. Wie lange das Auto vor der Fahrt leer laufen muss. Zum Abtauen oder zum Warmhalten. Da ist der Sprit eigentlich zu billig

peso
2
8
Lesenswert?

Falls es einige noch nicht verstanden haben

Derzeit ist Benzin mit 106% besteuert, der Liter kostet also 62 Cent netto, und da wird noch über eine Steuererhöhung oder CO2-Abgaben diskutiert? Sind denn alle schon blind und verrückt oder glauben vielleicht, dass es ohne fossile Energien eine geringfügigere Steuerlast geben wird. An dem Tag, an dem weniger gefahren wird, weil man mit dem Benzinpreis das erzwungen hat, an dem Tag wird die Politik dieses Geld von einem anderen Produkt einheben (müssen)

Patriot
18
13
Lesenswert?

Keine Obergrenze!

Das Zigarettenholen und andere Sinnlosfahrten mit dem Auto müssen sich aufhören!!!

Jelineck
23
14
Lesenswert?

Die Griechen

mit ihren viel niedrigeren Einkommen mussten schon vor den aktuellen Erhöhungen 1,60 Euro und mehr pro Liter Benzin zahlen. Was soll das Jammern?

Hieronymus01
27
19
Lesenswert?

Warum eine Obergrenze?

Eine Untergrenze hat es auc nicht gegeben.

Stratusin
28
22
Lesenswert?

Wenn man sich vor Augen hält,

das es sich in Graz nur noch staut. Morgens zwischen 07.00 Uhr und 08.00Uhr es auf der Autobahn von Wildon bis Graz immer zum Stillstand kommt, frage ich mich schon ob der Benzin zu teuer ist. Oder es den meisten so gut geht das sie es leisten können, täglich alleine in ihrem Autos im Stau zu stehen. Ich weiß früher war alles besser, aber es gab weit weniger Autos auf der Straße. Das kann nicht mit der Verarmung der Bevölkerung zusammen hängen.

crawler
2
3
Lesenswert?

Naja,

um die se Zeit werden halt neben anderem auch die SchülerInnen befördert

hansi01
2
6
Lesenswert?

Die stauen nicht freiwillig

Die fahren nur zur Arbeit. Und es wird immer öfters Flexibilität verlangt. Somit sind Fahrgemeinschaften auch nicht überall und jedermann möglich. Und Öffis? Eine Alternative, aber 1/2 im Stau ist noch immer schneller.

Geom38
14
35
Lesenswert?

Jede(r) weiß (oder solle es zumindest wissen)

dass ein wirklicher "Öffis" Ausbau gerade in unseren extrem zersiedelten Regionen völlig illusorisch ist.....und genauso unleistbar. Die Menschen in vielen Regionen also immer auf ihr Auto angewiesen sein werden um irgendwohin zu kommen, Sei's zur nächsten S-Bahnstation in Richtung der Städte, sei's von daheim zur Arbeitsstelle irgendwo abseits der Hauptrouten oder selbstständigerweise (Dienstleister etc.) kreuz und quer durch's Land. "Öffis" wären da meist sowieso nie eine Alternative, auch wenn's da und dort dann vielleicht wieder welche gäbe. In den Städten oder stark besiedelten Gegenden mögen Sachen wie Car-sharing denkbar und wahrscheinlich auch sinnvoll sein, aber eben auch nur dort. Global 2000 & Co. sollten ihren Fokus daher besser mal auf realistisch umsetzbare Dinge richten als immer nur ihren ideologischen Träumereien nachzuhängen.

mahue
6
20
Lesenswert?

Manfred Hütter: Schon an park&ride gedacht

Bei uns in Althofen/Kärnten ist der Parkplatz vorm Bahnhof voll, mit Autos von Pendlern, die diese Möglichkeit nutzen um nach St. Veit an der Glan, Klagenfurt sogar nach Villach zur Arbeit zu kommen.

ronin1234
3
1
Lesenswert?

Reaktion

Und diese Kurzstrecken bis zum Bahnhof ruinieren mir der Zeit den Motor.

lamagra
4
6
Lesenswert?

Sinnerfassend lesen,

ist nicht so die Stärke!
"...kommen, Sei's zur nächsten S-Bahnstation in Richtung der Städte, sei's..."
Und wenn jetzt jemand in Guttaring, Hüttenberg oder Lölling wohnt? Der muss den Sprit auch zahlen, auch wenn er die nächste Gelegenheit nimmt, um mit den Öffis zu fahren!

mahue
2
0
Lesenswert?

Manfred Hütter: lamagra

Stimmt ja nicht. Bin Althofner und habe viele Bekannte im Görtschitztal.
Das einzige was eingestellt wurde ist die alte Eisenbahn, mit der ich früher 8 Jahre von Wietersdorf ins Gymnasium nach Klagenfurt gefahren bin. Mitschüler meines Sohnes (13) fahren regelmäßig auch von Hüttenberg und angrenzenden Gemeinden in die MS-Althofen oder sogar weiter ins Gymnasium St. Veit an der Glan. Weil Busverbindungen gibt es über Althofen oder in die Arbeit und Schule direkt nach Klagenfurt.

lucie24
13
6
Lesenswert?

1

Euro

Toyota11000
18
6
Lesenswert?

natürlich und das schnell von 1 Eu

nur so können wir den Standort sichern und die Wirtschaft mit Tanktourismus ankurbeln.

mahue
20
21
Lesenswert?

Manfred Hütter: Fakt ist, ein Limit ist nicht notwendig

Nicht jedes Kind braucht ab Schulstart in der Volkschule einen Transport durch Mutter oder Vater in die Schule (bis 2 Kilometer in einer Richtung ab 6/7 Jahren zumutbar und noch gesund). Würde das tägliche Verkehrschaos vor Schulen reduzieren, sogar im Ortsbereich gibt es für Kinder, die weiter entfernt wohnen, in den meisten Gemeinden einen Stadt-Schulbus und für die Schulkinder die Schülerfreifahrt nach FLAG 1967.
Auch für die meisten Eltern, die berufstätig sind, ist der öffentliche Verkehr so ausgebaut, dass sie zur Arbeit Zug oder Bus nutzen können, Ausnahmen Schichtdienst mit Beginn oder Ende in den Nachtstunden oder jemand wie wir früher gesagt haben, einen Wohnsitz hat sprichwörtlich, "wo sich Fuchs und Henne eine gute Nacht sagen".

Geom38
5
18
Lesenswert?

Als ich seinerzeit noch Pendler war

habe ich dazu mit Auto in etwa 30 Minuten für gut 50km gebraucht. Für diese Wegstrecke gab's damals keine wirkliche Alternative, und die gäbe es auch heute noch immer nicht. Soviel zum Thema "ausgebaut" Hätte natürlich auch die 6km zur S-Bahn fahren können, dann 40Minuten mit dem Zug, 1x umsteigen und noch einige Stationen weiter. Dann Fußmarsch halbe Stunde bis zur Firma. Alles in allem wären das dann an die 2 Stunden pro Richtung gewesen. Macht kein Mensch. Auch wenn ich heute unsere Tochter 15km mit dem Auto zur Schule bringe und sie dort dann wieder abhole ist Zeit ein wesentlicher Faktor, einfach weil alles andere viel zu umständlich wäre. Und wir wohnen durchaus nicht am A...der Welt, aber eben in einer "Öffis-freien" Zone.

 
Kommentare 1-26 von 56