"Ein Danke reicht nicht"Metaller: Gewerkschaften beschließen Betriebsversammlungen an drei Tagen

Die Arbeitgeber bieten 2,2 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Arbeitnehmer fordern mit 4,5 Prozent mehr als das Doppelte. Bei einer Betriebsräte-Konferenz in Klagenfurt wurde vor der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag eine Resolution beschlossen, die Betriebsversammlungen miteinschließt.

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Betriebsräte-Konferenz der Metaller am Mittwoch in Klagenfurt. "Eine reine Provokation" © ÖGB/KK
 

"Ein Danke wird nicht reichen" steht auf dem Plakat am Eingang zum großen Konferenzsaal in der Arbeiterkammer in Klagenfurt. Es ist der auf fünf Worte konzentrierte Standpunkt der 80 Betriebsrätinnen und Betriebsräte, die sich Mittwoch Vormittag dort versammelt haben. Gewerkschafter aus der Kärntner Metallindustrie von Geislinger bis Schwing, von Mahle und BMTS bis Flowserve, RHI Magnesita und Akdeniz Chemson, die insgesamt 20.000 Mitarbeiter in Kärnten repräsentieren. Die Kollektivvertragsverhandlungspartner sind heuer Anti-Körper wie selten zuvor: Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA fordern 4,5 Prozent Gehaltserhöhung pls Lehrlingsentschädigung und Erhöhung der Schichtzulagen für die 2. und 3. Schicht. Die Arbeitgeber bieten weniger als die Hälfte, nämlich 2,2 Prozent. "Eine reine Provokation", sagt PRO-GE-Landessekretär Gernot Kleißner. Von der heutigen vorläufig letzten Verhandlungsrunde erwartet man sich offenbar nicht wirklich etwas. "Gibt es keine Einigung, sehen wir uns gezwungen, ab der kommenden Woche Betriebsversammlungen in allen Kärntner Betrieben abzuhalten, konkret am 27., 28. und 29. Oktober“, so Kleißner. Der Beschluss der Resolution fiel einstimmig aus. Ein Warnschuss.

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