GroßprojektGrößte Solarthermie-Anlage Österreichs in Friesach eröffnet

Laut Klimaschutzministerin Leonore Gewessler ist der Kärntner Solarpark ein "wichtiger Bestandteil der Energiewende". Der Park bringt 2,5 Gigawattstunden Leistung - und spart 300.000 Liter Heizöl.

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© Gernot Gleiss/Kelag
 

Mit 5700 Quadratmetern Fläche ist es tatsächlich die größte Solarthermie-Anlage Österreichs, die gestern in Friesach von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) "eröffnet", also ihrer Bestimmung übergeben wurde. Der Solarpark, der eigentlich ein Solarfeld ist, wird in den Sommermonaten den kompletten Warmwasserbedarf der Fernwärmekunden in Friesach decken, und in der Übergangszeit zur Heizung beitragen. Das entspricht einer Größenordnung von 2,5 Millionen Kilowattstunden oder einem Jahresverbrauch von 500 Wohnungen. Und es passt perfekt in die Wärmestrategie des Bundes: 750 Millionen Euro an Fördergeldern stehen laut Gewessler für klimafreundliches Heizen zur Verfügung: "Anlagen wie diese sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende, die ja nicht nur eine Stromwende, sondern auch eine Mobilitäts- und Wärmewende ist", so die Ministerin.

Kommentare (19)
Zuckerpuppe2000
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Verpflichtend

Alle Neubauten sollten dazu verpflichtet werden, einen Teil des Stroms selbst herstellen zu müssen. Solarmodule oder Erdwärme haben sich bewährt. Wir haben auf unserem Dach 78 Solarmodule und haben dadurch keine Stromrechnung mehr.

ichbindermeinung
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Föderungen?

interessant wäre auch noch wegen der Transparenz beim Einsatz vom Steuergeld zu erfahren wie viel Steuergeld geflossen ist

dude
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Solarthermie ist grossartig und enorm effizient,

... aber bevor nicht jedes Hallendach, jedes Industriedach, jedes Supermarkt- und Baumarktdach mit Solarpanelen ausgestattet ist, sollte man an Freiflächenanlagen nicht einmal denken, geschweige denn, fördern!
Das Problem ist, dass man auf Hallendächern keine bei weitem so große Anlage am Stück zusammenbringt und die Förderungen daher nicht so hoch ausfallen. Daher ist für die Errichter die monumentale Freiflächenanlage wesentlich lukrativer und interessanter!
Das Fördersystem muss geändert werden!
Höhere Förderung für Kleinanlagen, sodass sich so gut wie jeder sein Warmwasser selbst auf dem Dach produziert! Dies erspart auch lange Leitungen!
Solaranlagen an Lärmschutzwänden, auf Autobahneinhausungen etc. sind ebenfalls zukunftsträchtig und verursachen keinen Bodenfrass!

melahide
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Leider

steht ja hinter fast jedem Energieprojekt ein großer Energieversorger ODER investmentfonds. Organisiert sollte ein TEIL der Energie aber über die Gemeinden werden. Jede Gemeinde sollte dazu verpflichtet werden, eine gewisse Summe an erneuerbarer Energie - passend zur Einwohnerzahl - herzustellen. Ob sie dies dann über Solardächer auf Häusern, Überdachung von Parkplätzen, Windrädern, Wasserkraft, Biomasse usw. bewältigen, müsste dann ihnen überlassen werden. Projekte sollten natürlich großzügig gefördert werden bzw. die Gemeinde dann auch an den Einnahmen beteiligt werden. Also der Private einen guten Einspiesetarif, die Gemeinde auch einen Teil. Derzeit überlassen wir die Energieversorgung sehr vielen Investmentfonds. Stromerzeugung sollte lokal und im Gemeinwohl erfogen. Leider steht "Gemeinwohl" nicht im Regierungsprogramm...

GlebNershin
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Wie viele Schweine sich wohl auf der Fläche tummeln werden?

Mein Tipp: Null. Alles Schmäh, alles PR. Wenn die Viecher anfangen, an den Leitungen zu knabbern - und das tun Schweine für ihr Leben gerne - ist Schluss mit Ökofantasien.

Eine schöne, brettelebene landwirtschaftliche Nutzfläche auf diese fragwürdige Art dauerhaft aus der Nutzung zu nehmen, ist wirklich eine Schweinerei.

neuer mann
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sie kennen sich halt nicht aus!

doppelnutzung solarenergi / tierhaltung ist standard und auch sehr sinnvoll

47er
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Ich bin enttäuscht von dieser scheinheiligen Umweltministerin.

Da werden fast 6000 m2 freie Fläche mit dubiosen Förderungen verbaut, andererseits werden wirklich sinnvolle Projekte nicht verständlich verhindert. Sollten eigentlich nicht zuerst große Dach-, vielleicht auch Parkflächen ausgestattet werden. Und zur Finanzierung, für mich eine seltsame Aufstellung über unrealistische Zeiträume.

wulzkarl
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Kaufhausketten

bauen riesige Parkplätze neben 1 geschossigen Geschäften. Diese lassen sie dann leer stehen und verbetonieren daneben dasselbe noch einmal neu. Zuerst diesen Versiegelungswahnsinn stoppen. Z. B. durch die Verpflichtung die gesamte Fläche mit Solarpanelen zu überdachen.

melahide
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Ah

da wird nur herumlamentiert weil es die GRÜNE Unweltministerin ist. Ein Kraftwerk, mit Beteiligung der Bürger („Unser Kraftwerk“ lebt davon, dass Kleinanleger Panäle kaufen und dann eine „Miete“/Gewinnanteil bekommen). In Österreich produziert. Boden wird nicht versiegelt, Zweitnutzung bleibt möglich. Perfekt gelöst

Carlo62
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Der Jahresverbrauch von 500 Wohnungen…

…an Wärmeenergie wird also mit 750 Mio Euro gefördert. Der Förderbetrag je Wohnung beträgt daher 1,5 Mio Euro. Wenn man eine Lebensdauer der Anlage von 30 Jahren annimmt, kostet die Energiegewinnung je Wohnung noch immer 50.000 Euro im Jahr. Das soll sich je rechnen?

koko03
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@Carlo62

Bitte genau lesen und nicht so einen Blödsinn verzapfen!
Die 750 Millionen sind der gesamte Fördertopf aus welchem noch andere Projekte gefördert werden.

Carlo62
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In ursprünglichen Artikel…

…stand es noch anders. Ich kann auch nichts dafür, wenn die KZ nachträglich richtig stellt!

microfib
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Der Jahresverbrauch von 500 Wohnungen…

Die Förderung betrug 650.000 Euro!!! Der Förderbetrag je Wohnung beträgt daher 1300 Euro. Bei 500.000 Litern Heizölersparnis im Jahr wären ungefähr 360.000 Euro. Bei einer Lebensdauer von 30 Jahren....Das soll sich rechnen!!! ??? Na ja, Blödheit kann man nicht kaufen.

mschloegl
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Fairerweise sollte man schon die Investkosten heranziehen!

2 Mio. bei einer Jahresersparnis an Heizöl von ca. 200.000 €. Die laufenden Kosten für die Wärmeverteilung kommen noch dazu.
Wäre interessant, wie sich die Anschlusskosten und lfd. Energiekosten für den Endverbraucher bei einer jährlichen Heizölersparnis von von ca. 350€ amortisieren.
Und was geschieht in den Sommermonaten, wenn die produzierte Wärme nicht benötigt wird? Wird dann beschattet oder künstlich gekühlt?

gRADsFan
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bitte genau lesen, und dann kommentieren...

Danke!

Carlo62
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Das Problem ist,

dass die Kleine Zeitung irgendeinen Blödsinn veröffentlicht und nach einem Kommentar den Artikel richtig stellt. Mein Kommentar bezieht sich auf die Urfassung dieses Artikels, in dem das noch ganz anders stand! Ich kann nämlich lesen!

Stephan123
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die 750 Mio Förderung

sind ja nicht nur für dieses Projekt, sondern gesamt für klimafreundliches heizen veranschlagt. so stehts zumindest in diesem artikel ...

peleh
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750 Millionen hat der Fördertopf…

…wieviel davon an diesen Solarpark ging, wäre aber interessant zu erfahren .

joektn
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Förderungen maximal 25%

Insgesamt 2 Millionen wurden investiert und davon eben 25% sind 500.000€. Also überschaubar.