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5,6 Prozent günstigerHaushaltsenergiepreise wegen Ölpreisverfall gesunken

Österreichs Haushalte mussten 2020 um 5,6 Prozent weniger für Energie zahlen. Grund: der Ölpreisverfall zu Beginn der Coronakrise, der wiederum Treibstoff und Heizöl verbilligte. Strom hingegen war teurer.

© APA/ROBERT JAEGER
 

Österreichs Haushalte mussten im Vorjahr deutlich weniger für Energie zahlen. Grund dafür war vor allem der Ölpreisverfall besonders zu Beginn der Coronakrise, der Treibstoffe und Heizöl deutlich verbilligte. Etwas niedrigere Preise gab es bei Gas und Fernwärme. Teurer war Strom, geht aus dem von der Österreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex hervor.

Im Jahresdurchschnitt sanken die Haushaltsenergiepreise um 5,6 Prozent und wirkten auch inflationsdämpfend. „Ohne den Rückgang der Energiepreise läge die Inflation bei etwa 2,0 Prozent“, so Geschäftsführer Peter Traupmann. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Vorjahr um 1,4 Prozent.

Corona hat auch auf den globalen Energiemärkten Spuren hinterlassen. Bei Rohöl ist es im Frühjahr zu massiven Preiseinbrüchen gekommen. „Aus Sicht des Klimaschutzes sind niedrige Preise für Öl, Erdgas oder Kohle keine guten Nachrichten. Unter solchen Bedingungen ist es für erneuerbare Energien schwer, sich aus rein ökonomischen Gründen durchzusetzen“, sagt Traupmann.

Der Ölpreis war bereits zu Jahresbeginn unter Druck geraten und sackte im Zuge der CoV-Maßnahmen im März und April innerhalb weniger Wochen um 70 Prozent ab. Im Laufe des Jahres erholten sich die Preise wieder. Sie lagen im Dezember aber immer noch ein Viertel unter dem Vorjahreswert. Das wirkte sich auch auf Sprit und Heizöl aus.

Starker Preisrückgang bei Heizöl

Den stärksten Preisrückgang gab es bei Heizöl mit minus 22,4 Prozent. Superbenzin kostete im Jahresdurchschnitt um 12,1 Prozent weniger. Diesel war um 12,8 Prozent billiger. Damit zahlte man für eine 50 Liter Tankfüllung 2020 unabhängig von der Treibstoffart um rund sechs Euro weniger als vor einem Jahr.

Die Coronavirus-Krise wirkte sich auch auf die Strommärkte aus: Ab Ende Februar brach die Nachfrage ein und lag im April um 13 Prozent unter dem Mittelwert der Jahre 2016 bis 2020. Die Großhandelspreise waren im April um 40 Prozent niedriger als der Mittelwert der Vorjahre. Ab dann stiegen die Preise wieder und lagen zum Jahresende über dem Wert von Anfang des Jahres und auch über dem langjährigen Mittel.

Änderungen der Strom-Großhandelspreise werden in der Regel nicht so stark wie bei erdölbasierten Produkten weitergegeben. „Das erklärt insgesamt, warum trotz eines temporären Rückgangs der Großhandelspreise auf Ebene der Endverbraucher ein Preisanstieg zu verzeichnen ist“, so die AEA.

Gas war um 1,2 Prozent billiger und lag auf dem Niveau von 2018. Fernwärme kostete 0,3 Prozent weniger. Die Preise für Holzpellets waren stabil.

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Danke für Ihr Verständnis.

Robinhood
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Teures Kärnten

Die Aussagen sind ein glatter Holler und spiegelt die Situation der Haushaltsausgaben für Energie nicht wider. Fakt ist, dass wir viel zuviel für elektrische Energie, Fernwärme und Müllentsorgung im Vergleich zu anderen Bundesländern zahlen. Wir leisten uns diesen Luxus und da regt sich der Rechnungshof über die LBK und dessen Exgeschäftsführer auf. Das sind Peanuts im Vergleich zu anderen Gesellschaften in deren Firmenwortlaut das Land Kärnten vorkommt und die per Gesetz öffentliche Eigentümer haben, die ihrer Verantwortung schlecht nachkommen.

scionescio
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„Das erklärt insgesamt, warum trotz eines temporären Rückgangs der Großhandelspreise auf Ebene der Endverbraucher ein Preisanstieg zu verzeichnen ist“, so die AEA.

Tolle Erklärung - es fällt nur die sinnvolle Begründung (mehr Profit wird es wohl nicht sein - oder doch?), warum ein Rückgang nicht weitergegeben wird und eine Erhöhung dagegen schon!

Das wird ein böses Erwachen für die BEV Besitzer werden, wenn sie erst einmal von den Energieversorgern abhängig sind - die Kilometerkosten bei einem Spitzenstromtarif und dieser Mentalität der Monopolisten (wegen ihrer Netze) werden sich nur mehr die Reichen leisten können.

ylvie12052013
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eieiei...

da kann man nur den Kopf Schüttel, wenn man diese Beiträge liest.

Eigentlich wollte ich einen längeren Kommentar abgeben, aber mir ist wirklich schade um die Zeit.

Ratte
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Haben Sie schon einmal daran gedacht,...

...dass das manchen gar nicht so unrecht sein dürfte. Vor allem jenen, die gut von den Steuern der Menschen leben....

scionescio
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@Ratte: natürlich ist es so - wird doch niemand ernsthaft glauben, dass der Wegfall der Mineralölsteuer nicht anderweitig kompensiert wird ...

.... spannend wird es auch, wenn dann ein Pfand auf die Akkus kommt, damit die nicht mehr in Afrika verbrannt werden, sondern fachgerecht zu horrenden Kosten (müssen händisch einzeln zerlegt werden!) als Sondermüll entsorgt werden können.

Ratte
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Sehe ich auch so.

Dummerweise ist so eine Sache nie kostenneutral. Am Ende wird das schlechtere Fahrzeug um vieles teurer sein. Und der Umwelt hilft es gar nicht..