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Nachlieferung bestelltWeiter hohe Nachfrage nach FFP2-Masken in Supermärkten

Seit Montag gilt die Tragepflicht von FFP2-Masken im Handel und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Teilweise gab es schon nach Stunden Engpässe. Wer die Maske selbst kauft, sollte vorsichtig sein: Die AK hat enorme Preisunterschiede für ein und das selbe Produkt festgestellt.

FFP2-Masken-Ausgabe am Montag bei einem Interspar-Markt in Wien © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Die heimischen Lebensmittelhändler stellen eine hohe Nachfrage nach den FFP2-Masken fest. In einzelnen Filialen gab kurzfristig sogar Engpässe. Seit Montag gilt im Handel und in den öffentlichen Verkehrsmittel, die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. Die großen Supermarktketten geben die Masken diese Woche gratis an ihre Kunden ab.

Nachlieferung bestellt

"Die Verfügbarkeit ist in den Filialen aktuell aufgrund der sehr hohen Nachfrage unterschiedlich, es gibt jedoch laufende Nachlieferungen und Zuteilungen an die Filialen" erklärt Rewe-Pressesprecher Paul Pöttschacher. Zu Rewe gehören Billa, Merkur und Penny. Sie stellen diese Woche jedem Kunden bis einschließlich Mittwoch die erste FFP2-Maske gratis zur Verfügung. Das Angebot gelte solange der Vorrat am jeweiligen Standort reicht.

Enorme Preisunterschiede

Die AK hat die Preise für Corona-Schutzmasken verglichen und dabei enorme Preisunterschiede festgestellt. Konsumentenschützerin Manuela Delapina: „Die größte Preisdifferenz bei ein und demselben Produkt beträgt 366 Prozent.“ So kostet die zertifizierte FFP2-Mundschutzmaske ohne Ventil von Hygiene Austria (1 Stück) im günstigsten Fall 0,59 Euro (Bipa), im teuersten (servusapotheke.at) jedoch 2,75 Euro.

Andere Länder, andere Masken

Auch bei Spar werden Gratis-Masken am Eingang verteilt, jeder Kunde bekommt ein Stück. Das Angebot gilt "solange der Vorrat reicht", aber ohne zeitliche Befristung. "Wir haben heute beobachtet, dass viele Kunden bereits eine FFP2-Maske hatten", sagt Spar-Pressesprecherin Nicole Berkmann. Überschüssige Exemplare des einfachen Mund-Nasen-Schutz (MNS) "übermitteln wir an unsere Kollegen in den anderen Ländern, wo man diese noch benützen darf", so die Spar-Sprecherin.

Nur mit Einkaufswagerl

Hofer erklärte, all jenen Kunden eine gratis FFP2-Schutzmaske zur Verfügung zu stellen, die keine haben. Für Nachschub sei gesorgt. "Um die Zehn-Quadratmeter-Regelung pro Person zu gewährleisten, dürfen unsere Filialen nur mit einem Einkaufswagen betreten werden."

Auch Lidl-Pressesprecher Hansjörg Peterleitner bestätigt, eine hohe Nachfrage nach FFP2-Masken. "Unser Ziel ist, dass jeder Kunde der eine Maske braucht, auch eine bekommt. Deshalb haben wir ausreichend vorgesorgt und schon weitere FFP2-Masken bestellt."

Weil der Mindestabstand von eineinhalb auf zwei Meter erhöht wurde, mussten die Händler auch ihre Kassenbereiche, Bodenmarkierungen und Informationsplakate anpassen. Der Rewe-Konzern weist auch in regelmäßigen Ansagen auf die neuen Regeln hin.

Die meisten Supermärkte haben den einfachen Mund-Nasen-Schutz übrigens weiter im Sortiment. Die FFP2-Masken verkaufen die Lebensmittelhändler abseits der Gratis-Masken um 59 Cent das Stück. Die Masken sind vergangene Woche von der Mehrwertsteuer ausgenommen worden.

Kommentare (2)
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griesbocha
8
10
Lesenswert?

Hat sich die Regierung eigentlich Gedanken dazu gemacht...

....wie die 2m Abstand auf einem Gehsteig mit Gegenbewegung einzuhalten sind?
Man kann alles übertreiben pflege ich stets zu sagen.

Ba.Ge.
1
9
Lesenswert?

Wie lange

ist am Gehsteig der Abstand geringer? Minutenlang nebeneinander spazieren mit einer Haushaltsfremdenperson wird nicht empfehlenswert sein, ein paar Sekunden kurz überholen/vorbei gehen sollte allerdings kein wirkliches Problem darstelle...