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KlagenfurtPoker um Nachbesserung bei Flughafen-Kaufvertrag

Der neue Mehrheitseigentümer Lilihill von Investor Franz Peter Orasch verhandelt mit Land Kärnten um Nachbesserung zum Vertragswerk der Teilprivatisierung 2018 des Flughafens Klagenfurt.

Flughafen Klagenfurt
Flughafen Klagenfurt © (c) Markus Traussnig (Markus Traussnig)
 

"Es zieht sich, es sind harte Gespräche, die letzte Verhandlungsrunde war aber sehr konstruktiv.“ Martin Payer, Vorstand der Kärntner Beteiligungsverwaltung, bestätigt mit diesen Worten die Nachverhandlung eines umfangreichen Verkaufsvertragswerkes. In diesem Poker sitzt Payer dem Unternehmer und Investor Franz Peter Orasch gegenüber. Es geht um Nachbesserungen des Kaufvertrages zwischen Land Kärnten und Stadt Klagenfurt mit der Lilihill Capital Beteiligungs GmbH bei der Teilprivatisierung des Klagenfurter Flughafens. Für 8,1 Millionen (4,6 Millionen Gesellschafterzuschuss und 3,5 Millionen Kapitalerhöhung) erwarb Lilihill 74,4 Prozent der Anteile.
Laut Payer wünscht Lilihill Besserstellung bezüglich geplanter Investitionen.

Kommentare (2)

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hek64
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Ahnungslos...

...die Anteile am Flughafen sind laut Beteiligungsvertrag vom 12.07.2018 unter Punkt 3.7. folgendermaßen verteilt:
Lilihill als Investor 74,9%, das Land über die KBV mit 20,08%, und die Stadt Klagenfurt mit 5,02%, und nicht mit 2,5% wie die Frau Bürgemeister offensichtlich zum Besten gibt.
Entweder wurde sie falsch zitiert oder hat sich gar nicht durchgelesen was sie da persönlich unterzeichnet hat?
Wobei ich grundsätzlich von letzterem ausgehe, den kein Mensch mit Verstand und Verantwortungsbewußtein hätte seine Unterschrift unter einen Vertrag gesetzt der eine derart beispiellose Vernichtung von Volksvermögen ermöglicht!
Und ja, ich denke schon dass der Flughafen ein Wahlkampfthema wird, spätestens wenn der Rechnunghofbericht dann öffentlich einsehbar ist!
Die Politik wäre gut beraten jetz die Reißleine zu ziehen und den angerichteten Schaden zu reparieren, statt sich weiter von Hrn. Dr. Orasch zu Lasten der Allgemeinheit über den Tisch ziehen zu lassen.

hek64
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Zahlenspiele

...zur Ergänzung der genannten Zahlen sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass Herr Orasch nicht nur 74,4% des, vormals im Besitz der Allgemeinheit befindlichen, Flughafens erhalten hat, sondern zusätzlich auch noch das Recht, Fördermittel der öffentlichen Hand in Höhe von rund € 4.133.000.- für die Jahre 2018 und 2019 abzurufen, welche der Gesellschaft vom Land am 20.06.2017 zugesichert wurden, also noch bevor verkauft worden ist!
Das heißt also, wieviel auch immer die Lilihill seit 2018 in das, mehrheitlich eigene, Unternehmen investiert hat, konnte sie in jedem Fall € 4,13 Mio. Steuergeld abrufen, um es in eine mehrheitlich im eigenen Privatbesitz befindliche Gesellschaft zu investieren.
Berücksichtigt man jetzt noch, dass die 2016 abgeschlossene Pistensanierung am Flughafen, Kostenpunkt € 15,4Mio., wobei davon auch wieder € 8,5Mio. gefördert wurden, dann kann man also grob geschätzt davon ausgehen, dass alleine in den letzten 4 Jahren rund € 12,63Mio. Steuergeld für eine Unternehmung geflossen ist, welche nunmehr zu dreiviertel im Privatbesitz befindlich ist!
Ein ordentlicher Geschäftsmann wäre bei dieser Vorgehensweise nicht nur längst pleite, sondern höchstwahrscheinlich vor Gericht, denn angesichts der Vermögenswerte, vor allem dem Wert der Liegenschaften an sich, welche ja im Besitz der Allgemeinheit waren, handelt es sich nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern handelt es sich vielmehr um ein zumindest vollkommen verantwortungsloses Handeln der beteiligten Personen.