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Kinos in Corona-Krise Leere Reihen, leere Kassen: Wenn in Kinos die Filme fehlen

Kinos wurden von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Trotz Einbußen und Existenzsorgen gibt sich die Branche kämpferisch.

G7 UCI Chef Joachim Windisch
G7 UCI Chef Joachim Windisch © (c) KANIZAJ Marija-M.
 

Mittlerweile haben zahlreiche Kinos wieder aufgesperrt, aber vielerorts fehlen die Gäste. Christian Dörfler, Präsident des österreichischen Kinoverbands und Betreiber des Haydn-Kinos in Wien ist dennoch zuversichtlich, dass sich die Industrie wieder erholen wird. Die Frage ist nur, wie lang das dauert: „Wir sind sehr von Amerika abhängig. Das Problem ist, dass zurzeit einfach keine publikumsstarken Filme zu uns kommen.“

Kommentare (9)

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zweigerl
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Ein Corona-Opfer?

Nicht wirklich sind diese Riesenkinos ein Corona-Opfer. Das Glotz-Format mit der pompösen Beschallung und der immer gleichen Hollywooddramaturgie (Actions und Special Effects) hatte sich bereits vorher totgelaufen. Die Kinos waren gerade noch ein beliebter Freizeitraum für weekend-ratlose Jugendliche, die wenigstens ein optisches Abenteuer gegeben haben. In einer Welt des dramatischen Niedergangs sind die Untergangsblockbusters aus den Hollywood Studios aber nur mehr ein müder Abklatsch. Was stattdessen kommen wird? Who knows in times of corona?

Mein Graz
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@zweigerl

Hast du tatsächlich so ein trauriges Leben oder willst du nur provozieren?

zweigerl
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Hypertrophiert

Man sollte darangehen, einiges vom Gewohnten, das sich hypertrophiert hat, allmählich zurückzufahren. Dazu zählen neben der irrwitzigen PKW-Dichte (siehe S. 22) und der enormen Vermüllung der Autobahnen (S. 14) auch diese Kino-Dinosauriers, die mit immer den gleichen Filmen punkten wollen. Es gibt ja längst Homekino, Streamingdienste, Youtubekanäle. Und zum Beispiel: Bücher.

Mein Graz
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@zweigerl

Ich lese gerne und viel. Trotzdem gehe ich auch gerne ins Kino.
Auch wenn man sich einen Film zu Hause ansieht, das Feeling im Kuno kann man nicht vergleichen: Sound, Größe der Leinwand, gemeinsame Emotionen...

Wenn es dir nichts gibt musst du ja nicht hingehen. Lass aber bitte anderen die Freunde am Kinobesuch.

zweigerl
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Negative "Freuden"

Es gibt Freuden, die sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Und dazu zähle ich solche vollklimatisierten Riesenkinos, zumeist auf der grünen Wiese errichtet, die ein circensisches Spektakel wie im alten Rom bei den Gladiatorenkämpfen bieten. Es muss auf alle Fälle "knallen" im Supersound-Dolbysystem. Die Party ist over - wie erfreulich die Rückkehr der "Sommerfrische" (S. 20/21). Davon profitieren Herz, Gemüt, Verstand, sanfter Tourismus, Landschaftspflege, naturschonende Lebensformen, eine subtile Zwischenmenschlichkeit usw. Den Krimi im Fernsehen kann man noch jederzeit haben.

Mein Graz
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@zweigerl

Du reduzierst Kino auf Tschin-Bumm-Filme.
Es gibt auch andere.

Und Kinobesuche schließen andere Aktivitäten nicht aus.

zweigerl
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Glamourfaktor

Was ist der Mainstream, mon Grace? Das ist die Frage. Die grassierende Unvernunft sieht man gerade jetzt. Obwohl unter uns die Pest wütet, nehmen Massen von Menschen keinen Abstand und suchen die Zusammenballung. Und zu den Filmen: Da war ich vor 1,2 Jahren in einem "Diesel"-Kino bei einem Doku-Film, der als "Der besondere Film" lief. Wir waren zuerst zwei Zuseher, nach einer dreiviertel Stunde saß ich allein im Saal. Nur in einem Punkt kann ich die Faszination Großkino nachvollziehen: Der leuchtende Tempel hat einen Glamourfaktor, den viele Menschen in ihren Wohnungen nicht vorfinden. So treten sie in diese Welt des Scheins ein und lassen sich zudröhnen von diesen angeberischen Bildern aus Hollywood.

Mein Graz
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@zweigerl

Wenn es dir nicht passt geh nicht hin.
Versuch aber nicht anderen die Freude am Kinobesuch zu vermiesen.

zweigerl
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Was brauchen wir in der Zukunft?

Gut - wenn Ihnen die Rolle des multitoleranten Gutheißers jeder individuellen Präferenz so wichtig ist: Dann soll und darf jeder, was er will. Punktum. In Meinungsforen muss man allerdings zuspitzen, um für die Zukunft die richtigen Trends abzuschätzen. (Der Kinobesuch ist da nicht wirklich so besonders relevant.) Dabei sollte man aber nicht jedes beliebige Verhalten streicheln. Auch wenn man amikal mit jedem per "du" sein will. So kommen wir nicht weiter, indem wir alles und jedes gutheißen. Ich bin zB auch strikt gegen diese irrwitzige Autofahrerei, ohne einem Autofahrer deswegen persönlich einen Vorwurf zu machen. O.k., die SUV-und 4 Autobesitzer sind mir eher suspekt.