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PersonalmangelSteirischem Tourismus fehlen 1000 Mitarbeiter

Kellner und Köche dringend gesucht: Viele steirische Betriebe müssen jetzt, in der Haupturlaubszeit, ihr Angebot einschränken. Sie haben zu wenig Arbeitskräfte, mehr als 1000 Mitarbeiter und Lehrlinge fehlen.

© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Die Personalsituation im steirischen Tourismus spitzt sich zu. In der Haupturlaubszeit fehlen mehr als 1000 Mitarbeiter. Fast alle steirischen Betriebe sind auf der Suche nach Arbeitskräften, Angebote müssen eingeschränkt werden.

Mehr als 1200 offene Stellen gab es Ende Juni in der Tourismusbranche. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von fast einem Viertel.

In einigen Regionen sei der Engpass besonders stark zu spüren, so AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe zum ORF Steiermark: „Jetzt ist es vor allem die Obersteiermark, die Oststeiermark ist stark betroffen, auch die Südsteiermark. Das sind jene Regionen, wo der Tourismus stark angezogen hat.“ Besonders ausgeprägt sei das Personalproblem im Bereich Service und Küche, sagt Johann Spreitzhofer, Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer. Hier gebe es besonders viele offene Stellen.

Betriebe müssten deshalb ihr Angebot einschränken. „Das heißt, es gibt eingeschränkte Öffnungszeiten, eingeschränkte Zeiten, wo Speisen verabreicht werden und so kann man schauen, dass man sich über die Runden rettet. Aber das ist keine Situation, die von uns gewünscht wird und die sich der Gast erwartet“, sagt Spreitzhofer. Und weiter: „Wir haben nicht die Problematik, dass es im Tourismus so schlechte Arbeitsbedingungen gibt, sondern es fehlen die Jugendlichen, die bereit sind, eine Lehre anzugehen. Es sind alle Branchen davon betroffen, aber der Tourismus natürlich sehr ausgeprägt.“

Die Konkurrenz sei mittlerweile riesig, so Snobe: „Die Industrie boomt, das Gewerbe boomt, der Handel boomt, da tut sich natürlich auch der Tourismus nicht leicht mit notwendigen Arbeitskräften für Nachschub zu sorgen.“ Für 29. Oktober sei vom AMS Steiermark wieder eine Jobbörse speziell für Tourismusbetriebe geplant.

Kommentare (6)

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AIRAM123
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Die die was zahlen und genug Leute einstellen

... die haben eh kein Personalproblem.
Aber natürlich schreckt der Mindestlohn und auch die Einschränkung der Ruhezeit von 11 auf 8 (!) Stunden jeden Normalsterblichen ab, in dieser Branche zu arbeiten.
Die Mehrwertsteuerentlastung stecken die Hoteliers und Wirte halt lieber in die Häuser, als in gutes Personal... traurige Branche

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gerbur
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Das Image der schlechten Bezahlung,

der schlechten Arbeitsbedingungen und der miserablen Unterbringung der Saisonarbeitskräfte hat man sich ganz konsequent über einen sehr langen Zeitraum selber hart erarbeitet. Die Masochisten aus den vergangenen Zeiten gibt es nicht mehr. Nicht nur die Gäste werden anspruchsvoller.

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Bergfex1
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Unglaublich

wie wäre es mit besserer Bezahlung

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homerjsimpson
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So flexibel ist die Wirtschaft dann doch wieder nicht....

...flexibel weniger verdienen als Arbeitnehmer, das fordert die Regierung. Da ist die 60-h-Woche nur die Spitze des Eisberges. In Wahrheit geht es darum, dass die Leute für immer weniger Geld immer mehr Stunden leisten sollen und die Freizeit dann haben sollen, wenn es die Firma anordnet. So schauts aus.

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tomtitan
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Bin genau ihrer Meinung -

das ist ein Knochenjob der entsprechen honoriert werden muß!

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Balrog206
1
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Ab

Welchem Gehalt würden sie sich bewerben ?

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