Lange war man sich in der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt nicht im Klaren, ob man auch einen digitalen Euro auf den Weg bringen solle. Die Entscheidung für das Projekt löste bei Banken wenig Gegenliebe aus und schürte in der Bevölkerung Sorgen vor einer möglichen Abschaffung des Bargelds. Der renommierte deutsche Ökonom Peter Bofinger, der viele Jahre einer der Wirtschaftsweisen Deutschlands war, fordert jetzt erstmals klar einen Stopp des Projekts. In Wien warnt er bei einem Pressegespräch: "Der Nutzen ist kaum erkennbar, die Kosten sind voraussichtlich hoch und die Risiken nicht gering."
Kaum Nutzen, hohe Kosten
Ökonom Bofinger zum digitalen Euro: "Ja, weg damit!"
Peter Bofinger ist einer der renommiertesten deutschen Ökonomen. In Wien fordert er einen Stopp der EZB-Pläne zum digitalen Euro. Er sagt: "Der Nutzen ist kaum erkennbar, die Kosten sind hoch, die Risiken nicht gering."
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