Parkinson, Alzheimer, Krebs. Es sind düstere wie schlagkräftige Gegenspieler, die sich das steirische Start-up Celeris Therapeutics ausgesucht hat. 2021 von Christopher Trummer und Jakob Hohenberger gegründet, erforscht und entwickelt das Unternehmen Technologie, die eine Vielzahl noch unheilbarer Krankheiten bald den Garaus machen könnte.

Im Zentrum der Celeris-Forschung: "Degrader", also eine neue Form von Molekülen, die krankheitserregende Proteine abbaut. Im Gegensatz zu Medikamenten, die primär Symptome einer Krankheit unterdrücken. Seit 2008 sind "Degrader" bekannt, weltweit stürzen sich erst "drei Unternehmen mit Computertechnologie im Fokus auf die Entwicklung von Degradern", erzählt Hohenberger. Die von den Grazern verwendete Künstliche Intelligenz gilt als besonders vielversprechend.

Investoren aus dem Silicon Valley

Schub soll dem Start-up, das bereits 18 Vollzeitkräfte beschäftigt, jetzt das "European Innovation Council (EIC) Accelerator‘ Programm" geben. Aufgesetzt ist dieses, um Europas erfolgversprechendsten Innovatoren zum internationalen Marktdurchbruch zu verhelfen. 75 Unternehmen werden heuer mit Mitteln finanziert, vier davon aus Österreich.

12,5 Millionen Euro zog Celeris an Land. Womit sich die Summe der jüngsten Finanzierungen – an Celeris sind bereits institutionelle Investoren aus dem Silicon Valley und aus Europa beteiligt – auf 22,5 Millionen Euro belaufen wird. So viel Geld zog zu diesem Unternehmenszeitpunkt noch kein anderes österreichisches Biotech-Unternehmen an Land.

Celeris-Gründer: Jakob Hohenberger und Christopher Trummer
Celeris-Gründer: Jakob Hohenberger und Christopher Trummer
© Celentis