Carsten Spohr im InterviewLufthansa-Boss: „Wien war schon immer sehr wettbewerbsintensiv“

Carsten Spohr, Vorstandschef des AUA-Mutterkonzerns Lufthansa über die Erholung von der schwersten Krise der Luftfahrtindustrie, die geplante Halbierung der CO2-Emissionen, Staatshilfen und den Luftverkehrsstandort Österreich.

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Carsten Spohr
Carsten Spohr © Lufthansa/Oliver Roesler
 

Herr Spohr, kommt nach dem Sommerboom ein harter Winter? Oder wird es ein milder durch die Rücknahme der Reisebeschränkungen in die USA?
CARSTEN SPOHR: Momentan erleben wir eine Verlängerung der Sommerreisesaison in den Herbst und in den Winter hinein. Das liegt zum einen an Nachholeffekten, denn in der Pandemie mussten viele auf das Reisen verzichten. Hinzu kommt die für November angekündigte Öffnung der USA, also genau dann, wenn klassisch die nachfrageschwächere Wintersaison beginnt. Zusätzlich sehen wir einen erfreulichen Trend bei den Geschäftsreisen, die im dritten Quartal noch auf niedrigem Niveau waren und jetzt gerade stark anziehen. Das Geschäftsreisesegment ist weniger saisonabhängig, deshalb wird sich die gute Entwicklung bei den Firmenbuchungen bis in den Dezember fortsetzen. Einen abrupten Abriss der Nachfrage im Winter wird es also in diesem Jahr nicht geben.

Kommentare (1)
zweigerl
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Letzte Zuckungen

Es ist typisch für diese Mobilitätsbranche, die immer eine Dreckschleuder sein wird, kein Wort darüber zu verlieren, wie man die ausrangierten Flugzeuge, diese Riesendinger, recyclen wird. Persönlich wäre ich für die Verschrottung aller Fluglinien for ever. MAn braucht heute, in Zeiten der Telekommunikation unbd Online-Konferenzen, nicht mehr in der Welt herumzukurven, um mit einem chinesischen Handelspartner ein paar Nettigkeiten auszutauschen. Und der Flugtourismus steht ja auch längst auf der globalen NoGO-Liste. Allein der Flächenverbrauch für die Flughäfen ist gigantisch und von vorgestern. Wer heute noch eine dritte Startbahn in fruchtbares Ackerland hineinbaut, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.