Herr Spohr, kommt nach dem Sommerboom ein harter Winter? Oder wird es ein milder durch die Rücknahme der Reisebeschränkungen in die USA?
CARSTEN SPOHR: Momentan erleben wir eine Verlängerung der Sommerreisesaison in den Herbst und in den Winter hinein. Das liegt zum einen an Nachholeffekten, denn in der Pandemie mussten viele auf das Reisen verzichten. Hinzu kommt die für November angekündigte Öffnung der USA, also genau dann, wenn klassisch die nachfrageschwächere Wintersaison beginnt. Zusätzlich sehen wir einen erfreulichen Trend bei den Geschäftsreisen, die im dritten Quartal noch auf niedrigem Niveau waren und jetzt gerade stark anziehen. Das Geschäftsreisesegment ist weniger saisonabhängig, deshalb wird sich die gute Entwicklung bei den Firmenbuchungen bis in den Dezember fortsetzen. Einen abrupten Abriss der Nachfrage im Winter wird es also in diesem Jahr nicht geben.