64,8 Millionen Euro GeldstrafeMillionen-Bußgeld: Kein Diesel-Prozess gegen Opel

Opel akzeptierte Geldstrafe von 64,8 Millionen Euro. Einen Prozess nach dem Vorbild Volkswagen wird es bei Opel nicht geben. Strafbescheid enthält keinen Vorwurf einer vorsätzlichen Tat oder einer Straftat.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© (c) AFP (ROBERT MICHAEL)
 

Der deutsche Autohersteller Opel hat im Diesel-Skandal eine Geldstrafe von 64,8 Millionen Euro akzeptiert. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte die Buße verhängt, weil mehrere Opel-Dieselmodelle deutlich höhere Schadstoffwerte ausgestoßen haben als beim Kraftfahrtbundesamt angegeben. Wie eine Sprecherin bestätigte, schloss die Behörde bereits im Februar das Ermittlungsverfahren gegen Opel "wegen Verletzung von Dokumentationspflichten" bei der Genehmigung der Modelle ab.

Das Bußgeld sei bereits bezahlt worden, teilte die Sprecherin am Dienstag mit. Einen Prozess nach dem Vorbild Volkswagen wird es bei Opel daher nicht geben. Zuerst hatte der "Hessische Rundfunk" berichtet.

"Keine Feststellung einer illegalen Abschalteinrichtung"

Gegen sechs verantwortliche Manager wurden die Verfahren wegen geringer Schuld beziehungsweise gegen Zahlung von Auflagen eingestellt. Opel legt Wert auf die Feststellung, dass der Bußgeldbescheid keinen Vorwurf einer vorsätzlichen Tat oder einer Straftat enthalte, insbesondere keines Betruges. "Er enthält auch keine Feststellung einer illegalen Abschalteinrichtung", sagte ein Unternehmenssprecher. Opel sei weiterhin grundsätzlich der Überzeugung, dass alle Fahrzeuge jederzeit den gesetzlichen Vorgaben entsprochen haben.

Angestoßen hatte die Ermittlungen der Verein Deutsche Umwelthilfe. 2018 verhängte das Kraftfahrtbundesamt einen verpflichtenden Rückruf zu Opel-Modellen, die auf der Straße deutlich erhöhte Schadstoffmengen ausgestoßen hatten. Opel reagiert mit einer veränderten Software.

Kommentare (1)
Hazel15
0
1
Lesenswert?

64,8 Millionen Euro Geldstrafe

Opel sei weiterhin grundsätzlich der Überzeugung, dass alle Fahrzeuge jederzeit den gesetzlichen Vorgaben entsprochen haben. Wenn man der Überzeugung ist, warum zahlt man dann "freiwillig" 64,8 Millionen Euro? Natürlich um einen Prozess zu vermeiden, wo es dann um ein vielfaches teurer werden würde. (Könnte man womöglich beweisen das.....). Übrigens zahlte auch Daimler "freiwillig".