Interim-Managerin Kollmann "Das Wichtigste bei Veränderungen sind die Mitarbeiter"

Gisela Kollmann (48) wird dann in Unternehmen gerufen, wenn Ressourcen fehlen oder Veränderungsprozesse eingeleitet werden müssen. Die Interim-Managerin spricht über die Verantwortung von Führungskräften, neue Arbeitswelten und die Mitarbeiter als Ressource.

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Gisela Kollmann ist seit 2015 als so genannte  Interim-Managerin tätig
Gisela Kollmann ist seit 2015 als so genannte Interim-Managerin tätig © Kleine Zeitung/Weichselbraun
 

Sie arbeiten seit 2015 als Interim-Managerin mit Fokus auf Personalmanagement und wurden für Ihr letztes Projekt auch ausgezeichnet. Was genau kann man sich unter einem Interim-Manager vorstellen?
GISELA KOLLMANN: Mit Interim-Management hat man ursprünglich die Sanierung von Unternehmen assoziiert. Es ist aber mehr. Es ist auch Krisenmanagement, die Überbrückung von Vakanzen und Projektmanagement. Inzwischen ist Interim-Management in allen Funktionsbereichen angekommen. In den meisten Fällen ist irgendetwas "passiert", und der Druck, sofort zu handeln, bzw. eine Lösung zu finden, sehr hoch. Interim-Manager sind wie ein "Turbo", wenn Prozesse stocken, Ressourcen fehlen. Als Interim-Managerin tue ich was nötig ist, um aus dem Krisenmodus rauszukommen und achte gleichzeitig darauf, den Businessalltag im Fluss zu halten. Für das Unternehmen ist der frische, unbelastete Blick von außen wichtig. Mit Interim-Management kauft man aber auch Spezialwissen ein, zum Beispiel für Digitalisierungsprojekte, die Einführung neuer Systeme, die Integration neuer Unternehmen oder den Aufbau neuer Unternehmensbereiche.

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