PersonalmangelKärntner Gastronomen sehen Vier-Tage-Woche als Rettungsanker

Gewerkschaft und Unternehmer rufen Rettungs-Alianz für Gastronomie aus. Vier-Tage-Woche, Freizeitbenefits und Lohnsteuersenkung als erste Vorstoße. Spittaler Gastronom arbeitet nach neuem Arbeitszeitmodell.

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Die Gastronomie leidet landesweit massiv an Personalmangel © hedgehog94
 

Was bislang undenkbar schien, wird zum Rettungsanker der Gastronomie in der Suche nach Personal: die Vier-Tage-Woche. Ein Spittaler Gastronom ist einer der Kärntner Pioniere in diesem Bereich und rief das neue Arbeitszeitmodell vor einem Monat aus. "Früher kamen auf eine Jobausschreibung zwei Bewerbungen, dieses Mal waren es unter den neuen Konditionen 13", freut sich Daniel Ramsbacher, Chef der Cantina Mexicana. Das neue Arbeitszeitmodell soll für Flexibilität stehen. "Sind 40 Arbeitsstunden notwendig, können diese in vier Tagen gemacht werden, geht es in weniger Stunden, ist das auch ok", sagt der Unternehmer.

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wischi_waschi
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Gastwirte

Na, ja wen man weiter hin auf die Wirtschaftskammer hört , dann wird auch nichts geschehen!

vanhelsing
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Eine Teilschuld an der ganzen Gastromisere trifft auch die Gäste!

Solange das Servicepersonal als "Leibeigene" und von "oben herab" behandelt wird, wird sich auch so schnell nichts ändern! Es fehlt der nötige Respekt von vielen Gästen für diese Dienstleistung!

melahide
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Das ist

nicht nur in der Gastro so. Unsere Putzdamen werden ja zb ebenso von vielen „von oben herab“ behandelt. Dafür werden die Chefs umschmeichelt und Bauch gepinselt. Furchtbar. Jeder Mensch ist ja gleich

Hildegard11
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Auch im öff. Dienst

Putzpersonal wird ausgelagert. Warum nicht die Abteilungsleiter?

zill1
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Gastro

Das Problem sind nicht die Arbeitszeiten oder der Lohn! Das Problem ist das der Staat Österreich durch seine Sozialleistungen eine Generation heranziehen tut dir in ihren Leben nie für Geld gearbeitet hat aber trotzdem in ihren Lebensstandard nur zurückstecken musste ! Ich bin seit über 40 Jahren im Handel beschäftigt und muss zusehen wie auch wir als gut bezahlendes Unternehmen in Kauf nehmen muss das man beim stempeln mehr bekommt als hinter der Feinkost Theke! Das ist eigentlich krank das faule mehr bekommen als fleißige!

melahide
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Sie sind

wohl ein Beispiel eines Menschen, der unglücklich in einem schlecht bezahlten Job ist und sich durch radikale Ansichten besser fühlt. Sie teilen in „fleißige“ - natürlich wie sie selbst - und „faule“. Und faule gehören bestraft … Steinzeit halt

wischi_waschi
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zill1

Ja, so läuft der Sozialstaat , kann ein Lied singen davon und seit 30 Jahren.
Ja und Sie haben Recht!

erstdenkendannsprechen
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ja tut mir leid,

aber wenn ich 1.170 netto verdiene im handel (1399 brutto), die miete allein 800 euro kostet - dann muss ich mir halt auch einen anderen job suchen, oder? weil mit 370 für den rest geht sich nicht ganz aus...

lieschenmueller
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Sie denken, dass es Ziel vieler Menschen ist,

entweder von Mindestsicherung leben zu müssen und nichts besitzen zu dürfen oder 55 Prozent ihres bisherigen Lohnes zu erhalten?

Soviel wird man hinter der Theke nicht verdienen, dass es sich mit der Hälfte auch gut über die Runden kommen lässt.

Kann es nicht sein, dass es weniger Junge sind, die nachkommen und die es sich, falls ausbildungsmäßig in der Lage, es sich aussuchen, wo sie arbeiten?

zill1
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Faul sein

Ich bin heuer 40 Jahre durchgehend in meinen Beruf ! Und wenn man nicht faul ist kann man auch auch meinen Beruf schön verdienen ! In Österreich gibt es mehr offene Stellen als gesucht werden! Dann ist der Spruch das sich Jugendliche aussuchen können nicht ganz gscheit weil eben unser Staat Faulheit unterstützt ! Leider

lieschenmueller
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Nunja, unterstellen Sie denen, die z.B. in einem Supermarkt nach KV bezahlt werden,

dass Sie faul sind?

Dass es mehr offene Stellen als Arbeitssuchende gibt, da mache ich ein Fragezeichen. Auch passt das Verhältnis in bestimmten Branchen mit der Ausbildung derjenigen, die im Moment nichts haben, nicht zusammen.

Faulheit wird wie unterstützt? Dass man eine Leistung wie das Arbeitslosengeld eine Zeitlang in Anspruch nimmt, für die man ins System auch eingezahlt hat?

lieschenmueller
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Wenn das Schule macht,

dann ist es ein Erfolg, dass Leute es durchzogen unter solchen Bedingungen, wie es anscheinend die Gastronomie* bot, nicht mehr zu arbeiten.

Und nicht - wie es der Wunsch war - "du musst ans andere Ende von Österreich, wenn du daheim nichts bekommst".

Jetzt sucht man überall und geht Kompromisse ein.

*deren schlechter Ruf wird nicht vom Himmel gefallen sein

Guccighost
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Und wer soll das bezahlen?

Bei diesem Modell müsste das Schnitzel mind. 20. Euro kosten

GustavoGans
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Die Aussage, dass

Mehr Freizeit der Mitarbeiter zu Mehrkosten beim Personal führt, ist doch Humbug.
Nehmen wir an, bisher haben 4 Mitarbeiter (bei 2.000 Bruttolohn für 40 Stunden) in der Woche 60 Stunden gearbeitet.

Das ergibt 2.000 Euro für 40 Stunden plus 1.000 Euro für weiter 20 Stunden plus 50% Zuschlag für die Überstunden.

Insgesamt also 3.500 Euro im Monat pro Mitarbeiter. Somit 14.000 für vier Mitarbeiter.

Nun machen in Zukunft 6 Mitarbeiter diesen Job.
Macht also 6 mal 2.000 brutto. Sind somit 12.000 an Kosten.

Also, teurer wird es nicht, außer ich hab vorher meine Mitarbeiter nicht korrekt bezahlt.

anda20
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Wenn das Wasser bis zum

Hals steht....

Übrigens hat 1/3 aller Gastro-Tourismuslehrlinge im ersten Monat hingeschmissen.

Da wartet wohl noch viel mehr Arbeit als ein paar Gutscheine und Ermäßigungen.

Vielen Dank