Wifo-Experte Oberhofer"Chinas Ziel ist die Dominanz in der Weltwirtschaft bis 2025"

Alte Ziele werden neu justiert: Wifo-Experte Harald Oberhofer zur Weltmacht-Politik Chinas.

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Die neue Politik der chinesischen Staatsführung beunruhigt wahrscheinlich nicht nur Investoren. Die vielen Beschneidungen der vergangenen Monate laufen unter der neuen Prämisse „gemeinsamer Wohlstand“. Kann man abschätzen, was da noch zu erwarten ist?
Harald OBERHOFER: Wenn wir über Chinas Wirtschaftsaufstieg sprechen, meinen wir immer die Zentren, nicht das Hinterland. Die wachsende Ungleichheit ist aber gerade für ein kommunistisches System problematisch. Wenn Großunternehmen riesige Gewinne machen, teilweise davon Aktionäre im Ausland profitieren, ist das nicht systemkonform. Die Entwicklung hängt natürlich mit den geostrategischen Zielen zusammen – für die man Schlüsseltechnologien kontrollieren und sicherstellen will, dass Konkurrenten nicht davon profitieren können. Ziel ist schließlich die Dominanz in der Weltwirtschaft bis 2025.

Kommentare (4)
umo10
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Und trotzdem verlagern unsere Hochtechnologiekonzerne

weiter Massenfertigungstaugliche Produkte nach Asien; um kurzsichtig „Platz“ für neues zu schaffen?! Anstatt altes mit neuem sinnvoll zu kombinieren und dadurch Marktanteil zu behalten. Manager sollten sich bei produktverlagerungen gleich selber mitverlagern! Das wäre mein Ehrenkodexverständnis

zweigerl
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Diktatur!

Das hemmungslose Dominanzstreben der "Chinesen" qua Diktatur wird allmählich im Wegbrechen aller grundexistenziellen Sicherungen (Ökologie, Migration) zum überlegenen Gesellschaftsmodell gegenüber dem handlungsunfähigen Westen, der vor lauter kosmopolitischer Menschenliebe und individueller Freiheitsliebe jeglichen Selbstbehauptungswillen verliert. Von geopolitischen Einbußen gar nicht zu reden. Das "Lithium"-Land Afghanistan gehört jetzt bald den Russen und Chinesen. Uns gehören die vor den Taliban Flüchtenden, die ihre Kinder, aber null Integrationsfähigkeit mitbringen.

pescador
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"Die wachsende Ungleichheit ist aber gerade für ein kommunistisches System problematisch."

Nicht nur für ein kommunistisches. Die Geschichte sollte uns eigentlich lehren, dass ungerecht verteilter Wohlstand all zu oft zu Revolutionen, Unruhen und Bürgerkriegen geführt hat.

Vonherzengrazer
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Ein Schelm wer Böses denkt…..

Bin alles andere wie ein Impfverweigerer und schon gar kein Verschwörungstheoretiker. Aber wir wissen doch alle wozu unsere Spezies fähig ist…….