Autovermieter Europcar VW kauft um 2,5 Milliarden Euro eine Firma, die man 2006 verkaufte

Der französische Autovermieter Europcar steht kurz vor einer Übernahme durch ein Konsortium rund um VW. 2006 hatten die Deutschen das französische Unternehmen noch verkauft.

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© Oleksandr - stock.adobe.com (Alexander Filon)
 

Volkswagen kann den europäischen Autovermieter Europcar übernehmen. Das französische Unternehmen teilte am Mittwoch mit, man habe sich mit einem Konsortium unter Führung des Wolfsburger Autokonzerns geeinigt. Das Konsortium besteht aus Volkswagen, dem Vermögensverwalter Attestor und dem niederländischen Mischkonzern Pon Holdings, die Europcar-Aktien werden für einen Preis von 50 Eurocent je Papier übernommen.

In Summe sind das rund 2,5 Milliarden Euro. VW hatte vor rund einem Monat das schon länger kolportierte Interesse an Europcar öffentlich gemacht, war mit einem Angebot von 44 Cent je Aktie aber zunächst abgeblitzt.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über ein erhöhtes Gebot durch VW und seine Partner berichtet. Die Wolfsburger hätten mit dem aufgestockten Gebot bei beteiligten Finanzinvestoren der Franzosen Unterstützung gefunden. Die Aktie von Europcar war daraufhin auf rund 49 Cent nahe dem neuen Angebot gestiegen. Vor rund einem Monat hatte es von VW geheißen, eine mögliche Übernahme von Europcar sei eine attraktive Möglichkeit, Zugang zu einer Mobilitätsplattform zu erhalten, die die Unternehmensambitionen in dem Bereich unterstützen würde. Der Autovermieter war in der Corona-Pandemie wie auch Konkurrenten in schwere Bedrängnis geraten. Volkswagen hatte Europcar im Jahr 2006 verkauft.

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Danke für Ihr Verständnis.

madermax
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Die wichtigsten Infos fehlen im Artikel...

VW hatte Europcar 2006 um 3,3 Milliarden Euro inkl. aller Schulden verkauft.

2020 hat sich der Umsatz von Europcar halbiert und der Autoverleiher konnte nur durch französische und der spanische Notkredite gerettet werden.

Logischerweise ist Europcar jetzt für 2,5 Milliarden Euro ein Schnäppchen, da mit 100%iger Sicherheit der Umsatz in diesem und nächsten wieder enorm steigen wird.

Europcar = Typisches Coronakrisen-Opfer…

Miraculix11
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Das Handelsblatt sieht das anders

"VW hatte Europcar 2006 für 1,26 Milliarden Euro an den französischen Finanzinvestor Eurazeo verkauft, der mit knapp 30 Prozent der Anteile aktuell größter Einzelaktionär ist."

Miraculix11
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Ergänzung

Eurazeo kostete die Übernahme inkl. aller Schulden 3,3 Milliarden Euro.

Heike N.
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Also genau das, wass Kollege Madermax

geschrieben hat

GustavoGans
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Danke für die Info

Da im Artikel nicht steht um wievielt man 2006 verkauft hat, bin ich davon ausgehen, dass man billig verkauft und teuer zurückgekauft hat.
Jedenfalls hat mir die Headline das suggeriert.

Miraculix11
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@Gustavo Gans

Genauso war das auch. Verkauft um 1,26, nun zurückgekauft um 2,5 Milliarden, weil man im Leihgeschäft Chancen sieht die Elektroautos anzubringen.

harakari
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Wer oder was . . .

. . . ist " Die Wolfsburger" ?

hansi01
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Die Wolfsburger sind...

Wölfe welche Burger fressen.

Heike N.
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Wolfsburg

Ist das Stammwerk von VW

harakari
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Ah ja. . .

. . . , und das muss man als KleineZeitung wissen, um den Artikel verstehen zu können? Wird einfach vorausgesetzt?

Heike N.
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Nein, man muss nur sinnerfassend lesen können

Das französische Unternehmen teilte am Mittwoch mit, man habe sich mit einem Konsortium unter Führung des Wolfsburger Autokonzerns geeinigt. Das Konsortium besteht aus Volkswagen, dem Vermögensverwalter Attestor und dem niederländischen Mischkonzern Pon Holdings

GustavoGans
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Gehört

ab einen gewissen Alter zum Allgemeinwissen.