Bis zu plus 76 ProzentIn Kärnten und der Steiermark extrem starke Nachfrage nach Häusern

Stark steigende Nachfrage nach Häusern in den südlichen Bundesländern, Preise legten ebenfalls zu.

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Viele erfüllten sich den Traum vom Haus im Grünen
Viele erfüllten sich den Traum vom Haus im Grünen © Robert Kneschke - stock.adobe.com
 

Der Wunsch nach einem Haus mit eigenem Garten ist im vergangenen Jahr extrem gestiegen - vor allem in den südlichen Bundesländern Kärnten und Steiermark waren die Zuwachsraten exorbitant.

Die Nachfrage nach Häusern stieg nach dem Immobilienportal Scout24 in Kärnten um 76 Prozent, in der Steiermark um 59 Prozent. "Der Traum vom eigenen Haus hat sich für viele stark verfestigt. Besonders auffällig ist, dass die Nachfrage nach Häusern gerade in Bundesländern, die auch als Ferienort bzw. Zweitwohnsitz interessant sind, enorm gestiegen ist“, erläutert Markus Dejmek, Österreich-Geschäftsführer von ImmoScout24.

Auch Preise haben angezogen

Doch nicht nur die Nachfrage ist gestiegen, auch die Preise für Immobilien haben im Corona-Jahr kräftig angezogen. Die größten Preissteigerungen bei Kaufimmobilien gab es bei Häusern mit einem Plus von 11,6 Prozent (3360 Euro/Quadratmeter). Die Preise von Eigentumswohnungen legten im Durchschnitt um 7,4 Prozent zu (4831 Euro/Quadratmeter).

In allen Bundesländern stiegen sowohl bei Wohnungen als auch Häusern die Preise. Die durchschnittlichen Wohnungspreise zogen vor allem im Burgenland (+ 17,1 Prozent), in der Steiermark (+ 12,4 Prozent) in Niederösterreich (+ 10,2 Prozent) und in Vorarlberg (+10 Prozent) kräftig an. Hauspreise stiegen vor allem in den westlichen Bundesländern (Tirol +18,2 Prozent, Salzburg + 13,1 Prozent, Vorarlberg +12,1 Prozent).

Doch auch um Wien legten die Preise für Häuser zu – in Niederösterreich um 10,9 Prozent und im Burgenland immerhin um 8 Prozent. „Der teure Westen mit Tirol, Vorarlberg und Salzburg hat 2020 nochmals preislich stark zugelegt. Aber auch der Speckgürtel rund um Wien verzeichnete beachtliche Preissteigerungen im Jahr 2020“, analysiert Dejmek.

Preise in Kärnten und der Steiermark

In Kärnten kosteten die Wohnungen pro Quadratmeter 2019 3409 Euro (2019: 3203 Euro, +9 Prozent). Die Kaufpreise für Häuser zogen um 3,6 Prozent von 2277 Euro auf 2360 Euro.

In der Steiermark stiegen die Preise für Wohnungen von 2019 auf 2020 von 3179 auf 3573 Euro (plus 12,4 Prozent), für Häuser um 7,0 Prozent von 2529 Euro pro Quadratmeter auf 2705 Euro.

Mieten sind im Westen und in der Bundeshauptstadt am stärksten gestiegen, Mietwohnungen wurden übers Jahr im Durchschnitt um 5 Prozent teurer (14 Euro/Quadratmeter).

Kommentare (2)
Hausverstand
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Lesenswert?

Steigendes Angebot - steigende Preise?

Obwohl soviel gebaut wird (v..a. in Graz und Umgebung) steigen die Preise kontinuierlich. Eine Lösung dieses ökonomischen Rätsels heißt Leerstand. Viele der neu gebauten Wohnungen sind reine Anlageobjekte, bei denen es egal ist, ob und wie lange sie vermietet werden. Die Investition rechnet sich allein durch die steigenden Grundstückspreise - und die lukrierten Steuervorteile. Dieses von der Politik geförderte Spekulationsmodell kennt zwar viele Verlierer (wegen steigender Grundstückspreise und Miete), aber auch einige saftige Gewinner - Bauwirtschaft, Immobilienhändler, Investoren, alle mit besten Verbindungen in die Politik.

erstdenkendannsprechen
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17
Lesenswert?

ja, das verstehen auch viele nicht:

viele zweitwohnsitze (hüttendörfer usw.) fördern die nachfrage - und treiben die preise.