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EinrichtungsboomXXXLutz hat "keine Angst vor viertem Lockdown"

Die Konsumstimmung sei da, Nachziehkäufe füllen die Kassen: XXXLutz ist mit dem Umsatz nach dem Ende des sechswöchigen Lockdowns zufrieden und rechnet mit einem weiteren Einrichtungsboom. Für einen möglichen vierten Lockdown sieht sich der Möbelriese gerüstet.

Blick in eine XXXLutz-Filiale. "Wir gehen positiv in die nächsten Monate und Jahre."
Blick in eine XXXLutz-Filiale. "Wir gehen positiv in die nächsten Monate und Jahre." © XXXLUTZ/KK
 

Die Coronakrise hat zu einem Rückzug in das eigene Heim geführt und damit einen regelrechten Einrichtungsboom ausgelöst. Möbel, Heimwerkerbedarf und Elektrowaren waren im Gesamtjahr 2020 sehr gefragt, sodass die Geschäfte im Schnitt reale Umsatzzuwächse von vier Prozent erzielten. Trotz wochenlanger Lockdowns sei die Kaufbereitschaft beim Welser Möbelkonzern XXXLutz "riesig". Der zweitgrößte Möbelhändler der Welt dürfte die Krise nahezu unbeschadet überstehen.

XXXLutz ist mit der Umsatzentwicklung nach dem Ende des sechswöchigen Corona-Lockdowns zufrieden. Von den Erlösen her sei der Wiedereröffnungstag, der 8. Februar, wie "ein sehr guter Samstag mit weniger Frequenz" gewesen, so Marketing-Chef Thomas Saliger. "Es ist ein wichtiges Signal, dass die Konsumstimmung da ist." Auch für die kommenden Tage und Wochen erwartet der XXXLutz-Manager aufgrund von "Nachziehkäufen" eine gute Umsatzentwicklung.

Unternehmenssprecher Thomas Saliger: "Die Kaufbereitschaft ist riesig"
Unternehmenssprecher Thomas Saliger: "Die Kaufbereitschaft ist riesig" Foto © APA/Georg Hochmuth

Küche statt Gasthaus, Couch statt Urlaub

Weil viele Menschen seit der Coronakrise weniger für Urlaub, Autos und Gastronomie ausgeben und mehr Geld für Möbel und Einrichtungen, konnte XXXLutz nach eigenen Angaben die lockdownbedingten Umsatzausfälle immer wieder aufholen. Die XXXLutz-Eigentümerfamilien Seifert mussten kein Geld einschießen. "Wir kommen so über die Runden und sind wegen Corona nicht in den Krisenmodus gefallen", sagt Saliger.

Vor der Coronakrise lag der Jahresumsatz der XXXLutz-Gruppe in Österreich und im Ausland bei 5,1 Milliarden Euro. Für 2020 liegen noch keine endgültigen Zahlen vor. Der flächenbereinigte Umsatz der Möbelkette - ohne Zukäufe - soll sich "stabil" entwickelt haben. Mitarbeiter musste der Händler im Coronajahr nicht abbauen. Zuletzt waren es knapp 26.000 Beschäftigte in 13 Ländern.

Weil die Coronapandemie die Reiselust wohl noch länger trüben wird, rechnet der Möbelmanager in den nächsten ein bis zwei Jahren mit einem weiteren Einrichtungsboom. "Wir gehen positiv in die nächsten Monate und Jahre." Heuer investiert die Möbelkette wie geplant rund 150 Millionen Euro in ihre Standorte.

"Konsumlaune aufrecht erhalten"

Die Konsumlaune ist aber abhängig von der finanziellen Lage und Jobsituation der Konsumenten. Saliger plädiert daher für die Beibehaltung der aktuellen Corona-Kurzarbeitsregelung, die vorerst bis Ende März befristet ist. Die Kurzarbeit habe Einkommen gesichert und den Konsum teilweise stabilisiert. Erneut fordert Saliger eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer, um den Konsum anzukurbeln. Er sieht es als Aufgabe der Politik, sich für die Zeit nach Corona Gedanken zu machen. "Es ist wichtig, Konsum und Konsumlaune aufrecht zu erhalten."

Sollten die Corona-Infektionszahlen wieder steigen und einen vierten Lockdown notwendig machen, sieht sich die Möbelkette mit ihrem Webshop und "Click & Collect" gut vorbereitet. Saliger: "Angst haben wir keine, es ist, wie es ist."

Nicht kommentieren will Saliger die Steuer-Causa. Der Möbelriese hat in der Vergangenheit seine Steuerzahlungen in Österreich reduziert, indem Markenrechte nach Malta ausgelagert wurden. Durch die Zahlung von Lizenzgebühren wurde der Gewinn in Österreich verringert. Das ist nach Ansicht der Finanzbehörde unzulässig, was nun auch der Verwaltungsgerichtshof bestätigt hat. Wie der Rechtsstreit nach dem VwGH-Urteil weitergeht, ist offen.

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Danke für Ihr Verständnis.

Kunierer
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Besserer Service

wäre besser als seine nervenaufreibende Werbung. Sein Steuermodell für Malta hat ihm unser früherer Steuernkeiler Schelling toll konstruiert so spart er sich einige Millionen im Jahr kassiert Staatshilfe und kleine Händler pfeiffen dafür aus dem letzten Loch. Die Seilschaft Blümel Mahrer erinnert sich trotz Gedächtnislücken des Finanzministers wer brav gespendet hat.

vandiemen
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Lutz sieh mich nie mehr!

Steuern in Malta abführen...Coronahilfe von Österreich beziehen...mit der aggressiven Werbung jedem am Senkel gehen! 🤮🤮🤮🤮

Ivo40
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Megarabatte gerade jetzt?

Die ewige aufdringliche Werbung geht mir sowieso seit Jahren (!) mächtig auf die Nerven - zumindest verdienen Medienverlage daran! Doch gerade jetzt, wo der Handel in möglichst geordneten Bahnen wieder anlaufen soll, mit "Megarabatten" zu werben, finde ich unter jeder (*selbstzensur*)! Eine Nachbarin von mir hat eine XXX-Küchenzeile - an der Seite habe ich gefunden "XXXLutz", ins Holz eingelassen, also nicht zu entfernen! Noch Fragen?

MichaelP
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Keine Angst ...

Klar hat der Lutz keine Angst. Seine Existenz steht ja auch nicht auf dem Spiel sowie die unzähliger Gastronomen, Kleinbetrieben und in weiterer Folge deren Arbeitnehmern. 🤬😤🤮

altabergut
7
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.......und

Die Steuern in Irland zahlen 🤮

carpe diem
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Malta

.

smithers
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Mein Lieblingssatz

... wie "ein sehr guter Samstag mit weniger Frequenz" ..

Nixalsverdruss
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Es sollte eine Sonderförderung für alle ...

Alleinerzieherinnen bzw. Alleinverdienerinnen geben (1000 Euro), denn die sind die wirklich Leid tragenden der Krise.
Viele andere, deren Berufe sicher sind bzw. die in Kurzarbeit sind und kaum Möglichkeiten hatten Geld auszugeben werden das sicher bei Gelegenheit ausgiebig nachholen!

Bobby_01
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Xxxxlutz

Nicht, aber die Bevölkerung.