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Anstieg in der SteiermarkMeisterprüfungen: "Erfreuliche Zahlen in unerfreulichen Zeiten"

Im Vorjahr wurden 674 Meister- und Befähigungsprüfungen abgelegt: Das sind um 117 oder um 21 Prozent mehr als im Jahr davor.

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In der Steiermark wurden im Jahr 2020 exakt 674 Meister- und Befähigungsprüfungen positiv absolviert – das entspricht einem Zuwachs von 117 bzw. von 21 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. „Das zeigt, wie groß der Wert einer Top-Ausbildung ist, gerade in schwierigen Zeiten. Die Meisterprüfung steht für Qualität, und das braucht es jetzt ganz besonders“, betonen Josef Herk, Präsident der steirischen Wirtschaftskammer und Hermann Talowski, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk.

Insgesamt dürfen sich nun 274 junge Menschen (229 Männer, 45 Frauen) nun Meisterin bzw. Meister nennen. Hinzu kommen laut Daten der WKO noch einmal 400 Absolventinnen und Absolventen (268 Männer, 132 Frauen) von Befähigungsprüfungen. „Das sind mehr als erfreuliche Zahlen in unerfreulichen Zeiten. Sie zeigen, dass die Coronakrise in diesem Bereich als Bildungschance genutzt wurde“, sagt Herk. Sein Appell: „Bei der Aus- und Weiterbildung darf es keinen Bildungs-Lockdown geben. Alle Absolventinnen und Absolventen haben auf die richtige Karte gesetzt, denn Qualifikation ist der Schlüssel zum Erfolg.“ Gestiegen sei auch die Zahl der positiv absolvierten Unternehmerprüfungen, und zwar von 365 im Jahr 2019 auf 404 im Jahr 2020.

In Zahlen

Neue Meister nach Berufen (Top 5):

  • Kraftfahrzeugtechnik (51)         
  • Mechatroniker (32)
  • Heizungstechnik (27)       
  • Tischler + Karosseriebautechniker (je 24)
  • Metalltechniker (22)        

Absolventen von Befähigungsprüfungen (Top 5):

  • Versicherungsvermittlung (79)
  • Gastgewerbe (62)  
  • Ingenieurbüros (59)         
  • Immobilientreuhänder (31)
  • Baumeister (30)

Absolventen von Unternehmerprüfungen 2020:

  • 404
  • davon 302 Männer und 102 Frauen 
  • Erfolgsquote: 93%

 

 

Auch heuer gibt es eine Meisterprämie von 1000 Euro

Die überwiegende Zahl aller Meister- und Befähigungsprüfungen wird in der Sparte Gewerbe und Handwerk abgelegt. "Die Lehre schafft die Basis und die Meisterprüfung ist die Krönung. Es ist sehr erfreulich, dass die Zahlen der Absolventinnen und Absolventen erneut gestiegen ist. Denn die Krise wird irgendwann einmal vorbei sein – und dann braucht die Wirtschaft Meisterleistungen in allen Branchen“, so Talowski.

Die im Jahr 2020 eingeführte „Meisterprämie“ des Wirtschaftsressorts des Landes Steiermark wird stark angenommen. Diese Prämie geht heuer in die Verlängerung: 1000 Euro stehen erneut für all jene bereit, die eine Meister- oder Befähigungsprüfung positiv absolvieren (Details dazu gibt es hier). Die Stadt Graz übernimmt dabei die Hälfte der Prämie für Absolventinnen und Absolventen mit Hauptwohnsitz in Graz. Der Antrag dafür kann bei der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG gestellt werden und muss spätestens drei Monate nach dem Prüfungstag eingereicht werden. Die Meisterprämie dient dazu, einen Teil der Kosten für vorbereitende Kurse auf die Prüfungen abzudecken – Kosten, die es bei der schulischen und universitären Ausbildung nicht in dieser Höhe gibt.

Qualifikationsrahmen

Der Meistertitel wurde in den vergangenen Jahren immer wieder aufgewertet, um seine wirtschaftliche Bedeutung zu unterstreichen.

Seit 2018 steht er auf Stufe 6 im Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) und damit auf derselben Stufe wie der Bachelor.

Der NQR ordnet Ausbildungen insgesamt acht Stufen zu, was vor allem der internationalen Vergleichbarkeit dient.

Die Wirtschaft erachtet dies als "enorm wichtige Entwicklung", da bei Ausschreibungen der Nachweis gewisser Qualifikationsniveaus gefordert wird.

Darüber hinaus können seit August 2020 alle, die eine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt haben, die Bezeichnung „Meisterin“ bzw. „Meister“ auch vor ihrem Namen führen, und zwar als „Mst.“ und „Mst.in“ bzw. auch in ausgeschriebener Form.

Der Titel kann auch in amtlichen Urkunden eingetragen werden. Im vergangenen Jahr wurde die höchste Stufe der beruflichen Bildung in der Steiermark in insgesamt 47 Berufen erklommen.

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