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Nur bis 60 km/hStrenge Regeln für autonomes Fahren kommen

53 Staaten, darunter alle EU-Mitglieder, haben sich auf Regeln für autonomes Fahren geeinigt. Demnach wird es auf fast keiner Straße möglich sein.

Ein autonomes Fahrzeug von Hyundai
Ein autonomes Fahrzeug von Hyundai © AFP
 

Mehr als 50 Länder haben sich auf Regelungen zum autonomen Fahren geeinigt. 2021 sollen Vorschriften für automatisierte Spurhaltesysteme in Kraft treten, erklärte die UNO am Donnerstag. "Die neue Regelung ist ein wichtiger Schritt zur Verbreitung autonomer Fahrzeuge und einer sichereren, nachhaltigeren Mobilität für alle", so die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE).

Laut Vorschrift kann das sogenannte Automated Lane Keeping System (ALKS) nur auf Straßen aktiviert werden, auf denen Fußgänger und Fahrradfahrer verboten und die entgegengesetzten Fahrbahnen physisch getrennt sind. Darüber hinaus sei das System nur bis 60 km/h nutzbar. Außerdem müsse für das Aktivieren des ALKS die Präsenz des Fahrers kontrolliert werden und sichergestellt sein, dass er das Steuer übernehmen könne.

Bis 2021 umsetzen

53 Länder einigten sich auf die neuen Regelungen, darunter Japan, Südkorea und die EU-Staaten. Den Entwurf legten Deutschland und Japan vor. In Japan sollen die Regeln 2021 umgesetzt werden - die EU-Kommission erklärte, in der EU sollten die Vorschriften später in Kraft treten. Der genaue Zeitpunkt wurde offen gelassen.

In Österreich trat bereits im März 2019 eine Novelle zur Verordnung über das automatisierte Fahren in Kraft. Diese erlaubt unter anderem das freihändige Fahren auf Autobahnen und Schnellstraßen mit "Autobahnassistent mit automatischer Spurführung".

Sofort eingreifen

Im Detail sieht die Novelle vor, dass auf Autobahnen und mautpflichtigen Schnellstraßen eine Kombination aus Spurhalteassistent und Abstands-Tempomat aktiviert sein darf. Dabei dürfen auch die Hände vom Lenkrad genommen werden. Allerdings muss man sofort eingreifen können, wenn eine unerwartete Situation auftritt.

Das EU-Parlament hatte ebenfalls im Vorjahr beschlossen, neue Technologien für die Sicherheit von Fahrzeugen vorzuschreiben. Intelligente Systeme zur Spurhaltung, Notbremsung oder Geschwindigkeitskontrolle sind ab Mai 2022 für neue Modelle verpflichtend.

 

Kommentare (5)

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Mezgolits
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Intelligente Systeme zur Spurhaltung, Notbremsung oder

Geschwindigkeitskontrolle sind ab Mai 2022 für neue Modelle
verpflichtend. - Vielen Dank - ich meine: Eine verpflichtende
Geschwindigkeitsbegrenzung auf 150 km/h für alle KFZ -
wäre sehr intelligent. Erfinder Stefan Mezgolits Draßburg

Marcuskleine
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Irrtum?

es muss wahrscheinlich heißen "... nur bis 60 km/h herunter" also z.B. nicht im Stadtverkehr. Auf der Autobahn im Baustellenbereich (Tempo 80 oder auch 60) ist es mit dem automatischen Spurhalten eh blöd, weil es oft weiße UND rote Markierungen gibt.

scionescio
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@Marcuskleine: an unterschiedlich gefärbten Markierungen scheitert nur der Autopilot von Tesla ...

Deutsche, Franzosen und Japaner haben damit keine Probleme.

FySy
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Ganz toll

Nur bis 60 km/h. D.h. es kann nur in der Stadt genutzt werden und das eigentlich auch nicht weil sich dort Radfahrer und Fußgänger bewegen.
Außerhalb der Stadt fahre in mehr als 60 km/h. Wo soll ich das System dann nutzen. Um autonom in meine Garage zu fahren?

Alfa166
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Na, dann funktioniert es ja prima im Graben Tunnel in Graz.

Dort sind max. 50km/h erlaubt, die Fahrspuren sind getrennt und weder Radfahrer noch Fußgänger erlaubt. Da wird man dann regelmäßig Tesla Fahrer hin und retour fahren sehen, bzw. deren Autos, die ja eigentlich fahren. 😁😂