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Gegen bilaterale LösungenItalien fordert europäische Regeln für Tourismus

Italien will die EU zu einheitlichen Schutz- und Gesundheitsstandards für den Tourismus aufrufen. Damit sollen bilaterale Abkommen zwischen EU-Ländern im Tourismusbereich verhindert werden, sagte Tourismusminister Dario Franceschini.

Dario Franceschini wünscht sich einheitliche Lösungen. © (c) AP (Antonio Calanni)
 

"Wir führen seit einem Monat bilaterale Gespräche sowie Unterredungen mit der EU-Kommission, um gemeinsame europäische Regeln zu fördern", so Franceschini.

"Wir wollen bilaterale Abkommen unter EU-Mitgliedstaaten vermeiden. Dazu hat sich die EU verpflichtet, was wir unterstützen", sagte Franceschini. Er warnte vor einer "ungesunden Konkurrenz zwischen einzelnen EU-Mitgliedstaaten".

"Wir werden keine bilateralen Abkommen zulassen, die in Europa bevorzugte Korridore für Touristen schaffen. Das würde die Zerstörung des gemeinsamen EU-Markts bedeuten", warnte der italienische Premier Giuseppe Conte bei einer Pressekonferenz am Mittwochabend in Rom.

Conte berichtete, er habe über das Thema ein Telefongespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geführt.

Touristenkorridore zu schaffen, würde bedeuten, dass der Tourismusmarkt, der allein in Italien 13 Prozent des Bruttoinlandprodukts ausmacht, verzerrt wird. Dies ist in einem freien Markt unannehmbar.

Das sagte Conte bei der Pressekonferenz zur Vorstellung eines milliardenschweren Hilfspakets, das unter anderem Stützungsmaßnahmen für den schwer betroffenen Tourismussektor vorsieht.

Die italienische Regierung hat 5 Milliarden Euro für den Neustart von Tourismus und Kultur locker gemacht. Im Rahmen des 55 Milliarden Euro schweren Hilfspakets ist auch ein "Urlaubsvoucher" von 500 Euro für einkommensschwache Familien enthalten, damit sie heuer in Italien urlauben können.

 

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