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Aufregung um BeschäftigungspolitikRotes Kreuz lässt Mitarbeiter in Kurzarbeit und nimmt Zivildiener auf

Weil gewisse Tätigkeitsfelder ausfallen, argumentiert das Rote Kreuz, habe man Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Gleichzeitig - und deshalb auch die Aufregung - würden aber Zivildiener aufgenommen.

500 Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind derzeit in Kurzarbeit © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Aufregung gibt es über die Beschäftigungspolitik des Roten Kreuzes. Das Unternehmen hat knapp 500 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, beschäftige aber zugleich den Großteil jener rund 3500 jungen Männer, deren Zivildienst verlängert wurde bzw. die sich freiwillig zum außerordentlichen Zivildienst gemeldet haben, schreibt der "Kurier".

In der Zentrale in Wien erklärt man gegenüber der Zeitung die Kurzarbeit damit, dass Tätigkeitsbereiche wie Erste-Hilfe-Kurse, Seniorentreffs oder Aktivitäten mit dem Jugend-Rotkreuz ausfallen. Man habe aber ohnehin versucht, Mitarbeiter, mit entsprechenden Qualifikationen anderswo einzusetzen. Wer eine Sanitäterausbildung habe, sei dem Rettungsdienst zugeordnet worden. Der Kurier zitiert aber Betroffene, die nach eigenen Angaben trotz einschlägiger Ausbildung in Kurzarbeit geschickt worden seien.

Unterschiedlicher Umgang mit Kurzarbeit

Den unterschiedlichen Umgang mit der Kurzarbeit in einzelnen Bezirksstellen argumentiert das Rote Kreuz mit den unterschiedlichen Angeboten dort.

Im "ORF-Mittagsjournal" verweist Thomas Wallisch, Geschäftsführer des Niederösterreichischen Roten Kreuzes, darauf, dass der Bereich Rettungsdienst nicht von der Kurzarbeit betroffen sei. Es gehe um Mitarbeiter in Kinderbetreuungseinrichtungen, Lernförderangebote, Jugendarbeit und Breitenausbildung. Man könne auch ausschließen, dass man, um Geld zu sparen, die billigeren Zivildiener anstelle der teureren Mitarbeiter einsetze, heißt es im "ORF".

Der Kurier verweist darauf, dass auch der Samariter-Bund in Oberösterreich, Salzburg und Wien Kurzarbeit angemeldet habe. Auch hier seien Angebote betroffen, die derzeit nicht in Anspruch genommen werden. Zugewiesen wurden dem Samariter-Bund österreichweit 179 freiwillige Zivildiener, dazu kommen 138 verlängerte. Diese brauche man vor allem für "Essen auf Rädern".

 

Kommentare (21)

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voit60
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warum wird gelöscht,

wenn ich sage, dass es dem Roten Kreuz als Wirtschaftsorganisation um Gewinn geht. Sollte wohl hier erlaubt sein, so eine Behauptung aufzustellen.

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Posc
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das Rotes Kreuz

...ist doch gemeinützig 😅

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Bond
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Frau Landesrätin Prettner

Hat Rotkreuz-Präsident Ambrozy übrigens die Bilanzen offen gelegt wie sie es als Bedingung für höhere Zuwendungen genannt haben? Hat das Land Kärnten die Zuwendungen im Gehaltsstreit tatsächlich erhöht? Warum hört man nichts darüber? Passiert alles unter der Tuchent?

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schulzebaue
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Beim

Roten Kreuz steht schon lange nicht mehr der Mensch im Mittelpunkt, außer man kann mit ihm was verdienen.

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Posc
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immerhin

bekomme ich mein volles Gehalt weiterhin obwohl fast alle Klienten in der Hauskrankenpflege aus Angst abgesagt haben!

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fans61
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Rotes Kreuz = wie die ÖVP

Mich wundert's nicht.

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daberni
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Rotes Kreuz = ÖVP

Das Rote Kreuz ist zu einer ÖVP Vorfeldorganisation verkommen (war es eh schon immer). Der Samariterbund ist im Gegensatz Rot angehaucht. Man muss ja nur die Parteizugehörigkeit der Präsidenten betrachten.

Ich finde es halt sehr schade, dass auch in solchen "gemeinnützigen" Vereinen die Parteipolitik das um und auf ist.

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FamDeutsch
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Und wer

Ist Vizepräsident beim ÖRK?

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Gedankenspiele
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Ich hatte vom Roten Kreuz...

...immer eine hohe Meinung.
Gerry Foitik hat es geschafft, das Ansehen dieser wichtigen Institution innerhalb weniger Wochen (siehe Bericht oben, siehe App-Wahnsinn, siehe die auf die Nerven gehende Regierungspropaganda in TV-Spots) nahezu zu zerstören.

Ich habe mittlerweile kein Vertrauen nehr in das Rote Kreuz!

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caesarsalad
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Alle Farben

Die MitarbeiterInnen die Ihnen helfen haben übrigens alle Farben.
Das schlechte Image ist mMn der Medienberichterstattung zuzuschreiben (alleine diese Schlagzeile hier; gibt ja guten Grund, dass ein Zivi angestellt wird, aber jemand der einen EH Kurs leitet in Kurzarbeit ist). Die App ist allem Anschein nach datenschutzkonform, aber da bin ich der Meinung, dass das nicht die Kernkompetenz vom RK ist, da hätte es sich raushalten sollen. (Obwohl ich nicht weiß, von dem die App hätte kommen sollen, um mehr Vertrauen seitens der Bevölkerung zu genießen.)

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bitteichweisswas
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@Gedankenspiele

Naja, so hoch kann Ihre Meinung dann auch wieder nicht gewesen sein. Aber egal, auch wenn Sie kein Vertrauen mehr haben, die Damen und Herren helfen Ihnen trotzdem, wenn Sie sie brauchen.

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Gedankenspiele
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@bitteichweisswas

Meine Meinung war tatsächlich sehr hoch und ich wußte bis vor wenigen Wochen nicht einmal, dass das Rote Kreuz einer schwarz-türkisen Vorfeldorganisation gleich kommt.

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9956ebjo
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@Gedankenspiele

In Kärnten ist sie übrigens Rot

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heri13
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Keine Spenden mehr für das Rote Kreuz.

Die schwarzen decken die Gaunereien anscheinend.

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Balrog206
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Heri

Hoffe du brauchst nie das das Rote Kreuz !

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AIRAM123
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Naja und was macht die Bauwirtschaft

... alle in 10% Kurzarbeit schicken und voll arbeiten lassen? Das ist besser? Da wird man sich noch bei einigen Betrieben umsehen müssen

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Balrog206
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Wer

Macht das d so ?

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pesosope
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AIRAM123

sagen Sie mal, weil Sie das ja ganz genau wissen, welche Firma macht das und woher wissen Sie das so genau?
Und kommen Sie mir jetzt nicht mit der Floskel "man weiß das", denn SIE beschuldigen jemand ganz klar einer strafbaren Handlung

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PiJo
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Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt

da werden Personen die vom Fach sind und Geld kosten in Kurzarbeit geschickt und Freiwillige die nichts kosten eingestellt und dafür noch vom Staat Kurzarbeitsgeld kassiert. das ist aber abkassieren pur, wo bleibt der Aufschrei der
Politik.

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bitteichweisswas
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Das Rote Kreuz ...

... ist mehr als nur "Rettung". Und die Freiwilligen, die Ihrer Meinung nach "nichts kosten" gibt es vorwiegend im Rettungsdienst.

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WFM200
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??

Warum soll die Politik aufschreien, wird doch vom braven Steuerzahler beglichen.
Außerdem gibt es als Gegenleistung ja die App, ganz ohne Hintergedanken ?

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