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"Bei heimischen Bäckern einkaufen"Dramatischer Appell: Bäcker mit bis zu 80 Prozent Umsatzeinbruch

"Die Situation ist dramatisch": Bäckerinnung appelliert an Konsumenten in Österreich, bei heimischen Bäckern einkaufen zu gehen.

© contrastwerkstatt - stock.adobe.com
 

Der Innungsmeister der Bäcker in der Wirtschaftskammer, Josef Schrott, appelliert an die Österreicherinnen und Österreicher, bei den heimischen Bäckern - aber auch bei heimischen Fleischern - einkaufen zu gehen. Der Grund sind massive Umsatzeinbrüche im Zuge der Coronakrise, sagte Schrott am Montag im Gespräch mit der APA. "Manche Kollegen sprechen von Umsatzeinbrüchen bis zu 80 Prozent."

"Es gibt auch noch Fragezeichen, was konkret für Hilfen unterm Strich herauskommen, das ist noch nicht klar", so Schrott. Weniger als 30 Prozent an Umsatzeinbrüchen gebe es jedenfalls nicht, so der Bäckermeister. "Die Situation ist dramatisch."

"Lange ist die Situation nicht leistbar"

Es komme darauf an, wie das jeweilige Bäckergeschäft aufgebaut ist - wird mehr im Laden verkauft oder werden Gastronomie, Kindergärten oder Altenwohnheime beliefert. "In der Gastronomie und den Kindergärten gibt es freilich derzeit einen Ausfall von 100 Prozent."

Auch in U-Bahnstationen und Bahnhöfen sei die Frequenz und damit der Absatz massiv zurückgegangen. Dazu komme der Ausfall von vielen Frühlingsfesten und Osterfeiern. Und Ostern sei eine besonders wichtige Zeit im geschäftlichen Jahresverlauf der Bäcker, so der Bäckersprecher.

"Die Situation ist jedenfalls sehr schwierig. Lange ist sie nicht leistbar", sagte Schrott. Es werde wohl leider den einen oder anderen geben, der die Situation zum Anlass nehmen müsse, aufzugeben. Er selbst werde für seine zehn Verkäuferinnen Kurzarbeit anmelden müssen, viele Branchenkollegen hätten auch schon Bäckergesellen zur Kurzarbeit angemeldet.

"Wir werden nicht erwähnt ..."

Bäcker, die auf Kurzarbeit setzen, reduzieren die Produktion - oft indem sie das Sortiment verkleinern, erläuterte Schrott. Eingespart werde dann tendenziell bei arbeitsaufwendigeren Mehlspeisen, wo besonders viel Handarbeit im Spiel ist und schon vor der Krise geringere Stückzahlen produziert wurden.

Schrott bedauerte, dass von der Bundesregierung meist die heimischen Supermärkte gelobt bzw. hervorgehoben würden. "Kleine Gewerbebetriebe und Geschäfte, wie Bäcker oder Fleischer werden nicht erwähnt", bedauerte er. "Es wäre schön, wenn das auch erwähnt werden würde." Dabei sei das Abstandhalten in den kleinen Filialen leichter, als in den Supermärkten und daher die Ansteckungsgefahr geringer - da meist nur einzeln oder zu zweit eingetreten werde. Gegebenenfalls könne man draußen waren.

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Danke für Ihr Verständnis.

caesarsalad
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Kurze Wege

Damit man seine Keime nicht auf Supermarkt, Bäckerei und Drogerie verteilen muss könnten die Bäcker versuchen ihre Ware im Supermarkt anzubieten (naiv, ich weiß). Es sollte im Interesse aller sein, dass man nicht mehr Geschäfte als unbedingt notwendig aufsucht.

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Gernotti
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Nicht verwunderlich

Das geht leider vielen Branchen so, die
zwar nicht unmittelbar von behördlichen Schließungen betroffen sind, aber denen genauso die Kunden wegbrechen

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melahide
0
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Ich würde

sehr sehr gerne beim Bäcker einkaufen. Leider habe ich keinen mehr in der Nähe :(. Dort wo ich aufwuchs gab es zwei Bäcker im Dorf, der brachte die Semmel auch bis an die Haustüre. Später war eine Bäckerei in dem Haus in dem ich wohnte. Hier in Graz? Als Nahversorger ... ähm. Hab ich nicht. Zumindest nicht in Fussdistanz. Wir leisten uns 2 x die Woche den Luxus des Frühstückservices. Kommt ja auch vom Bäcker ... im Supermarkt kauf ich das Brot nicht.

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Ibelieveinall
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Supermärkte

Nichts gegen die Supermärkte. Deren Angestellte machen sicher einen tollen Job - übrigens, das ganze Jahr hindurch, auch in "normalen" Oster- oder Weihnachtszeiten mit verstärktem Ansturm, wo sie häufig den Pöbeleien der Kaufwütigen ausgesetzt sind. Aber dennoch unterlassen es die Medien und auch unser Bundeskanzler beharrlich, auch die sog. "kleinen" (Nah)Versorger in gebührenden Schlagzeilen zu erwähnen. Für die 2-3 Big Player am heimischen Markt wurde in den letzten Wochen schon genug Gratis Werbung von öffentlicher Seite gemacht.

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SANDOKAN13
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Solange

bei den Supermärkten dieser Aufbackdreck gekauft wird, kein Wunder!

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stockiju
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Germ hamstern...

... statt beim Bäcker zu kaufen.
Die Supermärkte sind im Bereich Germ, sowohl frische als auch Trockengerm leergekauft.
Die Kassierin erzählt, dass sie zwar regelmäßig mit Germ beliefert werden, jedoch die Kunden diese "SCHACHTELWEISE" kaufen. Was auch immer die Hausfrauen und -männer plötzlich in dieser Menge damit tun?
Also liebe Leute - wascht euch gscheit und regelmäßig die Hände, haltet Abstände ein aber bitte: fürchtet euch nicht vor den Bäckern.
Die freuen sich über jede Semmel die jetzt gekauft wird.

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melahide
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Vor allem

„Frische“ Germ hält ja nur eine Woche. Bei uns gibt es 1 x die Woche Pizza, Teig mach ich selber. Letzte Woche gab es keine ... Germ ist das neue Klopapier.

Aber ja. Vor zwei Wochen gab es kein Mehl, dafür Germ. Jetzt keine Germ, dafür Mehl. Sind die Hamsterer drauf gekommen, dass sie die 10 kg Mehl die sie gehamstert haben, doch aufbrauchen sollten bevor es Motten gibt?

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Nova79
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Einkäufe

Ich gehe derzeit einmal die Woche in ein Lebensmittelgeschäft zum Einkauf und dort kaufe ich alles was ich für die Woche benötige. Mir ist bei der Vorstellung derzeit zusätzlich in eine Drogerie, in den Tierbedarfsladen, zum Bäcker und zusätzlich zum Fleischhauer zu gehen leider nicht sehr wohl. So geht's wahrscheinlich gerade Vielen 🤷‍♀️.

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Miraculix11
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Wir haben derzeit 10.000 positiv geteste in Österreich

Jede Wette dass Du im Mai trotz 30.000 positiv Getesteten wieder überall hingehst, weil es ja wieder erlaubt ist :-)

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lieschenmueller
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@Nova79 - Lebensmittelgeschäft - andere zusätzlich nicht sehr wohl

DAS ist die Situation!

Man sieht, welche Schaumschläger (zur Zeit in der Anzahl 8) jene sind, die hier kommentarlos Daumen nach unten geben. Würden die nämlich anders einkaufen als Sie, müsste kein Bäcker oder Fleischhauer "jammern".

Mit geht es gleich, 1 Geschäft momentan.

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caesarsalad
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Sinnvoll

Diese Herangehensweise ist auch sinnvoll.

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Mila9
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da schreibt auch einer, der noch nie Unternehmer war

Jemand, der nicht Unternehmer ist und keine Steuern am 15 abliefert und keine Gehälter und Fixkosten am 30./31. zu bezahlen hat, sollte jetzt besser nichts schreiben und sich ruhig verhalten. Ich bin jetzt seit 22 Jahren Unternehmer und das bisschen an Rücklagen, ist nach zwei Monaten aufgebraucht, wenn man Angestellte/Steuern etc. zu bezahlen hat und keine Aufträge hereinkommen. Wenn von 100 auf Null der Umsatz einbricht, ist das kein Honig schlecken. Außerdem ist es schon so, dass wir als Unternehmer nicht nur lfd Steuern bezahlen, sondern auch Steuervorauszahlungen leisten. Wir müssen schon die Steuern abliefern, da haben meist die Kunden noch nichts bezahlt! Bitte zuerst denken, dann schreiben!

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fred4711
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verstehe ich nicht....

das Brot oder gebäck, welches in lokalen oder kindergärten jetzt nicht konsumiert wird, wird logischerweise jetzt zuhause konsumiert....wäre mir neu, dass man wegen Hausarrest das essen einstellt...ebenso ist mir unklar, warum firmen dadurch ruiniert werden sollen...hallo nach dem krieg waren die meisten firmen zusammengebombt und kein mensch hatte Geld....DAS war eine Katastrophe....jetzt stehen die firmen mit allen Maschinen sofort wieder zur verfügung und die kundschaft hat Nachholbedarf und spätestens nach dem nächsten ersten auch wieder das Geld dafür....ich vermute, hier verfolgen Geschäftsinhaber ein linkes Spielchen, um noch mehr Subventionen kassieren zu können. und firmen, die nach 3 tagen ohne einkommen pleite sind, sind schon vor der krise pleite....zur info: bin selbst selbstständig und habe so viele Reserven mir erspart, ich könnte ziiemlich lange ohne Einkünfte oder Geld vom Staat über die runden kommen....aber ich hab mir halt nicht teure Autos angeschafft, mich nicht tätowieren lassen, keine tatoos und ähnlich sinnloses zeug, nicht die teuersten urlaube …...soooo kann man sich was ersparen, nicht mit verschleudern von Geld....schon klar das gibt mindestens 30% rotdrücker….kein Problem, bei mir alles ok sonst

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antipasti
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fred,

lese ich da richtig, dass sie als Selbständiger u.a. auch auf die anderen Unternehmern zustehenden zwei einwöchigen Segeltörns auf ihrer eigenen 30-Fuß Segelyacht verzichtet haben?

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fred4711
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richtig, und genau

das machte ein kollege von mir....seit jahren pleite...alles klar jetzt?

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fred4711
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upps...

das tatoos hatten wir 2x...ich meinte ringe durch die nase und sonstwo (macht nebenbei niemanden schöner)

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Balrog206
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Fred

Welches Unternehmen nennst du dein eigen? Branche ?

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fred4711
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bau

also eines der härtesten.....

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lombok
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Die 80 prozent werden leider getoppt!

Ich habe 100 Prozent Entgang und oben drauf etwa 50 Prozent rückzuzahlende Anzahlungen. (Rubrik Tourismus)

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antipasti
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Wirklich vife Unternehmer

zahlen nicht zurück, sondern geben Gutscheine aus - Stichwort Konsumenten- (Gäste-) Bindung.

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lombok
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Finde ich weder vife noch seriös!

Aber das ist halt meine Meinung. Was bringt es, jetzt Gutscheine zu verkaufen und wenn sie sann in 1 Jahr eingelöst werden, erschlägt den Unternehmer die dann anfallenden Kosten. In meiner Firma mache ich das nicht ... Das grenzt in meinen Augen an Isolvenzverschleppung. Aber ich weiß natürlich, dass viele Gasthäuser das zur Zeit tun.

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fred4711
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und keinen tupf erspartes?

du solltest deine ausgaben überprüfen, sobald es wieder aufwärts geht!

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lombok
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@fred

Ich kann nicht nachvollziehen, ob Deine Antwort zu meinem Post gehört??

Ich habe zum Glück so viel Erspartes, um ein halbes Jahr den gesamten Firmen Apparat aufrecht zu halten. Aber wie gesagt: ich glaube, du meinst nicht mich, da du mich und unser Unternehmen gar nicht kennst.

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fred4711
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ich meinte die unternehmer ,

die nach 3 tagen oder 3 Wochen pleite sind, weil sie sich in vielen jahren mit (hoffentlich) gutem verdienst null zurückgelegt haben....andere sind sicher nicht gemeint

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Miraculix11
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@ fred4711

Die wären bei jeder eigenen Krankheit auch pleite wenn sie mehr als 14 Tage ausfallen oder gar eine Reha brauchen würden.

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lombok
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Ok fred, verstehe ...

Naja, nach drei Wochen haben Sie wohl Recht. Aber glauben Sie mir, dass es bei den meisten nach maximal drei Monaten Schluss ist. Mitarbeiter, Soz.vers, Steuervorauszahlungen (obwohl man das Geld noch gar nicht verdient hat!), Miete, Leasing, Werbekosten, Steuerberaterkosten, usw. Ach ja, und "eigentlich" sollte man ja noch Geld zum Leben haben. Deshalb habe ich mich zumindest vor 15 Jahren erfolgreich selbständig gemacht.

Aber fred, du hast schon recht, dass nach wenigen Tagen nicht schon Endstation sein sollte. Aber es sieht ja nicht unbedingt danach aus, dass in 4 Wochen wieder Normalbetrieb in Österreich herrscht. Es wird Jahre dauern ... Da sind die 2 Monate, die ich bis dato von Ersparnissen lebe, noch eine Kleinigkeit!

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