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Budget Sprudelnde Steuern bescheren Österreich 2019 einen Überschuss

Steuereinnahmen des Bundes lagen um 500 Millionen Euro über Plan, dazu kamen 400 Millionen Euro mehr als erwartet aus dem "Bayern-Vergleich". Lohnsteuereinnahmen trotz Familienbonus stark im Plus.

Überschuss 2019 dank sprudelnder Einnahmen
Überschuss 2019 dank sprudelnder Einnahmen © APA/Hans Klaus Techt
 

Der unerwartet hohe Budgetüberschuss des Vorjahres ist vor allem auf stark steigende Staatseinnahmen zurückzuführen. Wie die im Internet veröffentlichten Daten des Finanzministeriums zeigen, sind die Steuereinnahmen im Vorjahr doppelt so stark gestiegen wie ursprünglich angenommen. Die Abgabenquote dürfte 2019 damit einmal mehr leicht gestiegen sein.

Schon Mitte Jänner hat der Bund für 2019 einen Überschuss von rund 1,5 Milliarden Euro gemeldet - das ist um eine Milliarde mehr als ursprünglich erwartet. Die online veröffentlichten Zahlen erlauben nun einen detaillierteren Blick auf die vorläufige Jahresbilanz: Demnach sind die Steuereinnahmen des Bundes um knapp 500 Millionen Euro höher ausgefallen als erwartet, unerwartet hohe Rückflüsse aus dem Bankenpaket haben zusätzlich 400 Millionen Euro gebracht.

Steuereinnahmen gestiegen

Aller Steuersenkungsrhetorik der türkis-blauen Regierung zum Trotz sind die Steuereinnahmen im Vorjahr doppelt so stark gestiegen wie ursprünglich erwartet: und zwar um 3,0 (statt 1,5) Prozent auf 90,9 Milliarden Euro. Stark im Plus lag unter anderem die Lohnsteuer, die 28,5 Milliarden Euro einbrachte - um 1,3 Milliarden Euro (4,8 Prozent) mehr als im Jahr 2018. Gestiegen ist auch die Körperschaftsteuer auf Unternehmensgewinne (um 2,4 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro), während die Kapitalertragssteuern gesunken sind (um 2,7 Prozent auf knapp 3,0 Milliarden Euro). Unter den Erwartungen geblieben ist die Umsatzsteuer (plus 2,4 statt 3,2 Prozent). Sie ist mit 30 Milliarden Euro aber immer noch der größte Einnahmenposten des Bundes.

Abgabenquote gestiegen

Die Abgabenquote dürfte damit im Vorjahr neuerlich leicht gestiegen sein, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) bereits in seiner Dezemberprognose festgestellt hat - und zwar von 42,8 auf 42,9 Prozent der Wirtschaftsleistung. Einen leichten Rückgang erwartet das Wifo erst für heuer, wenn der 2019 eingeführte "Familienbonus" erstmals voll wirksam wird.

Von den hohen Einnahmen profitiert haben neben dem Bund auch die Länder und Gemeinden, deren Ertragsanteile an den Steuern um mehr als fünf Prozent gestiegen sind: Von den 90,9 Milliarden Euro flossen im Vorjahr 11 Milliarden Euro an die Gemeinden und weitere 16,5 Milliarden Euro an die Bundesländer. Der EU-Beitrag ist dagegen um rund 490 Millionen Euro auf 3,1 Milliarden Euro gesunken.

Rückflüsse aus den Bankenhilfspaketen haben dem Bund im Vorjahr 1,3 Milliarden Euro gebracht. Das waren - dank des Vergleichs mit dem Freistaat Bayern aus der Zeit der Hypo Alpe Adria-Pleite - um 400 Millionen Euro mehr als erwartet. Somit ist der Anstieg des Budgetüberschusses des Bundes zu einem guten Teil auf zusätzliche Einnahmen zurückzuführen.

Kommentare (5)

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Estarte
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ÜBERSCHUSS

Dieser "Überschuss" wird sofort wieder in die unüberschaubare, nimmersatte EU gesteckt,in ein Fass ohne Boden.
In Österreich bleiben es 1,5 Millionen arme und armutsgefährdete Menschen, sowie etwa ständig 420.000 Arbeitslose.........
Was sich die EU nicht schnappt, nehmen sich korrupte Menschen, oder es wird sinnlos verpulvert : Spital Nord, Krankenkassen Zusammenlegungen ohne Nutzen, exorbitante Managergehälter ohne Posten.........Burgtheaterskandal......

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Stefan123
1
3
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Darum finde ich es lustig ...

Die neue Regierung lobt ihr Projekt der Lohnsteuerstufen Senkung als großen Wurf.
In Wirklichkeit bedarf es keiner Gegenfinanzierung, da durch die kalte Progression die Steuereinnahmen sogar höher sind als die 4 Mrd. Senkung.
Die Senkung der Stufen und die Abschaffung der kalten Progression wäre längst überfällig.
Aber dann können ja vor der nächsten Wahl keine Wahlzuckerl, welche wir uns selbst bezahlen, versprochen werden!

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Amadeus005
0
4
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Endlich an der Zeit Schulden zurück zu zahlen

Und nicht Wahlgeschenke auf Kosten der Jungen machen. - Die Alten sind eh tot, wenn die Schuldenlast erdrückend wird.

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gonde
2
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Da sind die "Experten" überrascht, wenn auch heuer wieder min. 1,5 Milliarden Euro mehr fließen.

Wenn ich so wirtschafte und mich sooo verschätze, bin ich schlicht und einfach wahrscheinlich pleite! Aber die "Experten" haben ja uns Steuerzahler, die alles abfedern. Keine Spur von Steuererleichterung oder Maßnahmen gegen die kalte Progression.
Im Volksmund nennt man die Wappler!

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bernham
2
8
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Plus bei Lohnsteuer ->

-> kalte Progression!
Danke!

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