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Flughafen Wien "Flughafen wird vier Jahre lang eine Baustelle sein"

Die Vorstände des Wiener Flughafens, Julian Jäger und Günther Ofner, präsentieren die genauen Pläne für den Ausbau sowie die Details zur Terminalentwicklung. Terminal 2 und Pier Ost werden modernisiert.

Ausbaupläne für den Flughafen Wien © Flughafen AG
 

Der Flughafen Wien investiert etwa 500 Millionen Euro in die Modernisierung von Terminal 2 und Pier Ost sowie in die Neuerrichtung einer Süderweiterung als Verbindung zum Terminal 3. Der Umbau ist bereits angelaufen. Die Arbeiten sollen bis 2023 abgeschlossen sein, teilten die Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner am Donnerstag in einem Pressegespräch mit.

Nach Fertigstellung erwarte die Passagiere eine hochmoderne Terminalumgebung mit zentraler Sicherheitskontrolle, großflächigen Einkaufs-, Gastronomie- und Loungebereichen sowie einer zusätzlichen Gepäckausgabestation, wurde bei der Projektvorstellung betont. Terminal 2 - 1960 errichtet - ist das älteste Abfertigungsgebäude auf dem Flughafen Wien in Schwechat. Auf vier Jahre Baustelle soll neuer Glanz folgen.

PROJEKTVORSTELLUNG 'FLUGHAFEN WIEN TERMINALENTWICKLUNG'
Die Baustelle am Terminal 2 Foto © APA/HERBERT NEUBAUER

Neue zentrale Sicherheitskontrolle

Gestartet wird mit der Erneuerung der gesamten Gebäudeinfrastruktur des Terminal 2. Wände, Fußböden und Beleuchtung werden ausgewechselt, die Dachkonstruktion wird umfassend saniert. Vom Terminal 2 werden Passagiere nach Fertigstellung über eine neue zentrale Sicherheitskontrolle in den Einkaufs- und Gastronomie-Bereich sowie zur Grenzkontrolle und den B-, C- sowie D-Gates gelangen. Für ankommende Fluggäste entsteht ein eigener Gepäckausgabebereich mit drei Bändern. Die Inbetriebnahme soll bis zum Jahresende 2020 erfolgen.

Ebenfalls komplett modernisierter wird der Pier Ost mit den D-Gates. So werden u.a. die dezentralen Sicherheitskontrollen abgebaut. Der Start der Umbauarbeiten ist nach Flughafen-Angaben für Jahresbeginn 2021 vorgesehen. Der Passagierbetrieb wird dann vorübergehend auf andere Gate-Bereiche umgeleitet werden. 2023 soll der dann neu gestaltete Pier Ost wieder in Betrieb gehen.

Süderweiterung als Herzstück

Als "Herzstück" des Terminalentwicklungsprogramms gilt die geplante Süderweiterung: In einem eigenen Gebäude werden auf rund 70.000 Quadratmeter neue Aufenthalts- und Lounge-Bereiche, zusätzliche Bus-Gates sowie Shopping- und Gastronomieflächen entstehen.

Dabei soll "ein starker Schwerpunkt" auf österreichischer Kulinarik und lokalen Marken liegen. Um die entsprechenden Partner zu finden, würden Anfang 2020 die Ausschreibungsverfahren beginnen.

Bequeme Transferverbindung

Die Süderweiterung soll auch eine bequeme Transferverbindung zwischen den F-, G- und D-Gates schaffen. Die zentrale Sicherheitskontrolle aus dem Terminal 3 wird künftig in dem neuen Gebäude zu finden sein. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Mitte kommenden Jahres vorgesehen. "Im Laufe des Jahres 2023" soll die Süderweiterung in Betrieb gehen.

Die Vorstände der Wiener Flughafen AG, Günther Ofner und Julian Jäger, haben die Ausbaupläne präsentiert Foto © APA/GEORG HOCHMUTH

Mit den Vorhaben soll der Flughafen Wien zum Fünf-Sterne-Airport werden, betonte Jäger. In den Shops der künftigen Süderweiterung sollen 2025 etwa 50 Millionen Euro erlöst werden. Ofner verwies auf "Sorgfalt bei der Planung" und ersuchte um Verständnis, dass die Passagiere die "Großbaustelle bis 2023" sehr wohl merken würden. Zum Thema Klimaschutz merkte er an, dass der Flughafen Wien die CO2-Emissionen (pro Passagier) seit 2012 um etwa 70 Prozent und den Stromverbrauch um 40 Prozent gesenkt habe.

"Einer der wichtigsten Arbeitgeber"

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) strich die Bedeutung des Flughafens als "einer der wichtigsten Arbeitgeber" für Niederösterreich heraus. Die Investition von 500 Millionen Euro sei zur langfristigen Absicherung der Drehscheibe in Schwechat notwendig.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bezeichnete den Airport nicht nur als "hervorragendes Beispiel" für die gute Zusammenarbeit der Bundesländer Wien und Niederösterreich. Der Flughafen sei auch der "größte Bringer" von Touristen nach Wien. Die angelaufenen Arbeiten seien der "Startschuss für eine innovative Entwicklung dieses wichtigen Hubs", so Ludwig.

Kommentare (2)

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Amadeus005
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Transferpassagiere

Hoffentlich denken die Wiener dieses Mal dran. Beim Skylink war das jedenfalls nicht so.

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tenke
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"... etwa 50 Millionen Euro erlöst werden."

erlöst werden, das bedeutet aber schon etwas anderes.

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