AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

E-SportwagenKroatien: Hyundai kauft sich bei Rimac ein

Der kroatische E-Sportwagenbauer Rimac hat neue Investoren an Bord. Nach Porsche steigt nun auch der Autobauer Hyundai ein.

Das Rimac C-Two Modell
Das Rimac C-Two Modell © APA/AFP/FABRICE COFFRINI
 

Der südkoreanische Autokonzern Hyundai Motor Group investiert 80 Millionen Euro in eine strategische Partnerschaft mit der kroatischen Technologie- und Sportwagenfirma Rimac Automobili. Die zum Konzern gehörenden Autohersteller Hyundai Motor und Kia Motors werden mit Rimac bei der Entwicklung von Hochleistung-Elektrofahrzeugen kooperieren, berichten kroatische Medien.

Mit der strategischen Partnerschaft wolle die Hyundai Motor Group ihren Übergang zur E-Mobilität beschleunigen und sich als globaler Marktführer beim Vorantreiben dieses Wandels in der Industrie positionieren, hieß es in einer Aussendung laut Medien. In diesem Rahmen investiert Hyundai Motor 64 Millionen Euro und Kia Motors 16 Millionen Euro in das kroatische Unternehmen.

Elektrischer Hyundai-Sportwagen

Konkret sollen die drei Unternehmen bei der Entwicklung einer elektrischen Version von Hyundais Sportfahrzeug der N-Marke und eines leistungsstarken Elektroautos mit Brennstoffzellen-Antrieb zusammenarbeiten. Der Hyundai-Konzern, der bereits mehrere E-Fahrzeuge produziert, hat sich vorgenommen, bis 2025 insgesamt 44 umweltfreundliche Modelle auf den Markt zu bringen.

Die Partnerschaftsvereinbarung wurde kürzlich zwischen Euisun Chung, Executive Vice Chairman der Hyundai Motor Group, und Mate Rimac, Gründer und CEO von Rimac Automobili, am Sitz der kroatischen Firma unterzeichnet. Rimac sieht in Hyundai einen starken Technologiepartner, betonte dessen CEO. Das Unternehmen erhofft sich durch die Kooperation, seine Position als Tier-1-Zulieferer von Elektrifizierungskomponenten für die Industrie zu verstärken. Rimac fertigt bereits komplexe High-End-Elektrifizierungssysteme für viele globale Automobilunternehmen an, jedoch im kleineren Volumen.

Auftritt bei "Grand Tour"

Hyundai und Kia sind mit der Investition auch als Miteigentümer in das kroatische Unternehmen eingestiegen. Gründer Mate Rimac hält nunmehr 47,7 Prozent der Anteile, die chinesische Camel Group hat 14 Prozent, Hyundai 11 Prozent, Porsche 10 Prozent, Kia 2,7 Prozent und den Rest halten kleinere Investoren, berichtete die Tageszeitung "Jutarnji list" mit Bezug auf Angaben des Unternehmensgründers.

Rimac Automobili mit Sitz in Sveta Nedelja am Stadtrand von Zagreb wurde 2009 von Rimac, der damals 21 Jahre alt war, gegründet. Das Unternehmen beschäftigt 500 Mitarbeiter und produziert neben Elektrifizierungskomponenten auch komplette elektrobetriebene Sportwagen sowie über eine Tochterfirma auch E-Bikes.

2017 wurde das Unternehmen weltweit bekannt, als ein Prototyp des Unternehmens in der Amazon-Serie "Grand Tour" gezeigt wurde. Einer der Show-Hosts, Richard Hammond, kam in der Schweiz von der Straße ab, was zur Zerstörung des Prototypen führte. Hammond wurde dabei verletzt.

Richard Hammond discusses his Rimac crash

Richard Hammond discusses his Rimac crash

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren