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Pro und ContraBraucht Österreich jetzt zusätzliche Ökosteuern?

Aspekte der Ökologisierung fehlen der von der Bundesregierung vorgestellten Steuerreform weitgehend. Manche Experten orten dringenden Nachholbedarf, andere weisen auf die existierenden Belastungen hin. Hier die konträren Argumente zweier Fachleute.

Debatte um CO2-Preis
Debatte um CO2-Preis © (c) APA/dpa/Uwe Anspach (Uwe Anspach)
 

Ja, sagt Johannes Wahlmüller. Er hält Nachbesserungen der angekündigten Steuerreform für dringend notwendig. Statt Strafen für CO2-Zertifikate zu zahlen solle eine ökosoziale Steuerreform in Höhe von fünf Milliarden Euro helfen, Klimaziele zu erreichen:

"Die großen Herausforderungen im Bereich Umweltschutz bleiben durch die vorgestellte Steuerreform weiter ungelöst. Von den versprochenen Steuersenkungen in Milliardenhöhe liegt das Volumen im Umweltbereich gerade einmal bei 55 Millionen Euro. Die Regierung handelt, als ob sie der Klimaschutz nichts angehen würde und das kann uns alle noch teuer zu stehen bekommen. Strafzahlungen von bis zu 8,7 Milliarden Euro werden fällig, wenn wir unsere Klimaziele verfehlen. Angesichts derzeit steigender CO2-Emissionen ist das ein realistisches Szenario. Die ÖsterreicherInnen würden dann genauso viel für CO2-Zertifikate zahlen wie die Regierung jetzt an Steuerentlastung verspricht. Nachbesserungen wurden angekündigt und diese sind auch dringend notwendig.

Ökosteuern sind nicht unsozial

Gegen Ökosteuern wird oft eingewendet, dass sie unsozial sind, doch das stimmt nicht, wenn man die Einnahmen richtig einsetzt. Erhöhen wir die Steuern auf fossile Energien und senken im Gegenzug die Steuern auf Arbeit, verringern sich nicht nur die CO2-Emissionen, sondern es entstehen auch neue Arbeitsplätze, weil es günstiger wird, Personal einzustellen. Deshalb sprechen sich regelmäßig internationale Institutionen und Wirtschaftsexperten für eine Ökologisierung des Steuersystems aus.

Modell für Österreich

Wie könnte ein Modell für Österreich aussehen? Einerseits werden Ökosteuern im Umfang von fünf Milliarden Euro eingeführt. Mit den zusätzlichen Einnahmen kann der Ausbau des öffentlichen Verkehrs finanziert werden, was Autofahrern den Umstieg erleichtert. Thermische Sanierungen und der Austausch alter Ölkessel werden stärker gefördert und damit die Bauwirtschaft belebt. Jeder Haushalt bekommt als Rückvergütung einen Ökobonus als soziale Abfederung. Ein Teil des Aufkommens wird für die Senkung der Steuern auf Arbeit und eine Entlastung für Wirtschaftstreibende verwendet. So können schon in wenigen Jahren mehr als 17.000 Jobs entstehen und Österreich schwenkt auf einen Klimaschutzpfad ein.

Schweden hat damit bereits gute Erfahrungen gemacht und auch in der Schweiz wurde eine CO2-Steuer eingeführt, deren Einnahmen durch einen Ökobonus rückvergütet werden. Wer mithilft unsere Klimaziele zu erreichen, der wird belohnt und kann sich Steuern sparen. Österreich könnte sogar mehr CO2 einsparen, als es die Mindestziele der EU erfordern. Sorgen über Strafzahlungen können sich dann andere machen. Wir könnten diejenigen sein, die überschüssige CO2-Zertifikate teuer verkaufen und an der Erfüllung der Klimaschutzvorgaben sogar verdienen."

Zur Person

Johannes Wahlmüller ist Experte für Energie und
Klimafragen bei der österreichischen Umwelt-NGO Global 2000. Er tritt seit Jahren für mehr klimapolitische Akzente im Steuersystem ein

Nein, sagt Martin Grasslober. Was es nicht braucht, ist eine zusätzliche CO2-Steuer, die all jene trifft, die auf den Pkw angewiesen sind oder sich kein effizienteres Auto leisten können. Mit der MöSt gibt es zudem schon eine CO2-Steuer auf Benzin und Diesel.

"Jeder kennt sie, mit jedem Liter Sprit zahlt man sie: die Mineralölsteuer, kurz MöSt. Ein fixer Betrag, der gemeinsam mit der Umsatzsteuer schon jetzt rund die Hälfte des Spritpreises ausmacht. Nachdem die CO2-Emissionen je verbranntem Liter Kraftstoff chemisch festgeschrieben sind, besteht mit der MöSt bereits jetzt eine CO2-Steuer auf Benzin und Diesel zwischen 163 und 225 Euro je Tonne. Die bestehende CO2-Steuer im Straßenverkehr ist damit rund 9-mal höher als die aktuellen Preise, die die Industrie für CO2-Zertifikate zahlt. Auch die letzte MöSt-Erhöhung wurde explizit als CO2-Steuer bezeichnet. Nachdem die Zweckbindung der MöSt für den Straßenbau bereits 1987 aufgehoben wurde, spricht nichts dagegen, die gesamte MöSt künftig als CO2-Steuer zu betiteln. Wer mehr fährt beziehungsweise mehr verbraucht, zahlt damit letztlich schon jetzt für das Mehr an ausgestoßenem CO2.

Keine Steuer auf Kerosin

Eine OECD-Studie aus dem Jahr 2018 für 42 OECD- und G20-Staaten belegt, dass 97 Prozent aller CO2-Emissionen des Straßenverkehrs besteuert werden. Demgegenüber werden die Emissionen aus dem Nicht-Straßenverkehr zu 81 Prozent überhaupt nicht besteuert. Im Flugverkehr gibt es derzeit zum Beispiel keine Steuer auf Kerosin. Hierzu liegt ein belgischer Vorschlag für eine EU-weite Steuer auf dem Tisch, den Umweltministerin Köstinger unterstützen könnte. Im Sinne der Fairness müssen letztlich aber alle CO2-Verursacher, auch jene außerhalb des Verkehrsbereichs, ihren Beitrag leisten und CO2 einsparen.

Aufkommensneutral ist positiv

Es ist unbestritten, dass der Pkw-Verkehr seine CO2-Emissionen reduzieren muss. Wie unabhängige Experten im Bericht „Mobilität & Klimaschutz 2030“, herausgegeben von ÖAMTC und ARBÖ, aufzeigen, werden die CO2-Emissionen der Pkw-Flotte alleine durch die absehbare technologische Entwicklung bis 2030 um 28 Prozent sinken. Darüber hinaus bietet die vermehrte Beimischung von alternativen Kraftstoffen eine wirkungsvolle CO2-Reduktionsmaßnahme. Den Weg der Bundesregierung, die NoVA und die motorbezogene Versicherungssteuer für Neufahrzeuge aufkommensneutral zu ökologisieren, ist durchaus positiv zu betrachten. Statt auf zusätzliche Belastungen wird auf stärkere Anreize zum Kauf von effizienteren Neufahrzeugen gesetzt und der technologische Wandel unterstützt.

Letztlich hat jeder Neuwagenkäufer seine Steuerlast selbst in der Hand. Was es nicht braucht, ist eine zusätzliche CO2-Steuer, die all jene trifft, die auf den Pkw angewiesen sind oder sich kein neues, effizienteres Auto leisten können."

Zur Person

Martin Grasslober leitet die Abteilung Verkehrswirtschaft beim ÖAMTC. Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Transport & Mobility“ des internationalen Dachverbands FIA. Studierte VWL
und BWL.

 

Kommentare (36)

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Mutter3erKinder
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Es scheint, Grasslober befürwortet eine CO2-Steuer, er weiß es nur noch nicht :)

"Im Sinne der Fairness müssen letztlich aber alle CO2-Verursacher, auch jene außerhalb des Verkehrsbereichs, ihren Beitrag leisten und CO2 einsparen." - Interessanterweise steht dieser Satz im Kontra-Artikel von Martin Grasslober. Ich stimme ihm voll und ganz zu: alle CO2 Verursacher, auch jene außerhalb des Verkehrsbereichs, müssen ihren Beitrag leisten. Genau darum befürworte ich die Einführung einer CO2-Steuer, denn es ist ihr Ziel, CO2 überall dort zu besteuern, wo es verursacht wird.

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gerry49
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Förderungen statt neuer Steuern

Viele Arbeitnehmer brauchen ihr Auto um damit in ihre Arbeitsstelle zu fahren. Besonders am Land sind die öffentlichen Verkehrsmittel oft unzureichend.
Statt sich hier Gedanken über neue Steuern zu machen, die dann die besonders fleißigen Leistungsträger betreffen, sollte man eher Förderungen für E-Mobilität ins Auge fassen.
Gerade am Land haben viele die Möglichkeit, sich auf ihrem Dach Solarzellen zu installieren und damit auf Lebenszeit gratis zu tanken. Wenn man sowohl die Solarzellen als auch die Elektroautos fördert, z. B. mit einem zinsenlosen Kredit, dann könnte man tatsächlich viel für eine saubere Umwelt tun, ohne die Menschen für ihren Fleiß zu bestrafen.

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fragedaszeichen
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???

Die Ökosteuern kann man nutzen, um die Öffis auszubauen und E-Mobilität fördern.

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stprei
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Flugreisen

Alle fordern die CO2-Steuer, die jene trifft, die nicht mehr leisten können oder kein Geld für ein neues, effizientes Auto haben.

Sinnvoller wäre es, auf europäischer Ebene auch den Flugverkehr in die Pflicht zu nehmen. Die immer weiter steigenden Flugzahlen (Wien-Rom ab 19€) sind die wahre Belastung, um die sich im Namen des Tourismus und des Freizeithypes niemand kümmert. Das wäre auch eine klare Aufgabe für die EU, die sich aber lieber in sinnlosen Kleinigkeiten versteigt.

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huckg
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Eines sollte Jedem klar sein:

Die sich anbahnende und von allen seriösen Wissenschaftlern schon seit Jahren prognostizierte Klimakatastrophe lässt sich nicht ohne Änderung unseres Lebensstils und unserer Gewohnheiten verhindern.
Alle, die uns etwas anderes erklären wollen profitieren vom derzeitigen System und begehen ein Verbrechen an unseren Kindern und deren Nachkommen!
Es ist nun mal keine Menschenrecht ein eigenes Auto zu besitzen und damit die Atemluft zu verschmutzen und den Klimawandel zu verursachen. Es ist gibt Menschenrecht auf eine Kreuzfahrt oder eine Städteflugreise übers Wochenende.
Und wenn wir glauben uns den einen oder anderen Luxus auf Kosten der Umwelt trotzdem leisten zu wollen, dann soll es auch entsprechen Geld kosten. Geld, das 100% in anderen Bereichen des Umweltschutzes wie z.b. Ausbau der erneuerbaren Energie zweckgebunden verwendet werden.
Ja, die tägliche Autofahrt mit einem Verbrennerauto soll dem Einzelnen "richtig Weh tun", die Flugreise soll so hoch besteuert werden, dass sich der Flugverkehr wieder auf das notwendige minimiert.
Das Thema ist:
"Wir haben noch 10 bis 15 Jahre Zeit, dann ist es zu spät!" und nicht :
"Wieviele Milliarden Euro kostet es uns wenn wir die CO2 Vorgaben nicht erreichen."
Hier geht es mal Ausnahmsweise mal nicht ums Geld, sondern um die Zukunft des Planeten!

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Mutter3erKinder
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Vorsicht: bitte nicht alle Autofahrer über einen Kamm scheren

Ich engagiere mich selbst im Klimaschutz, meine Familie hat kein Auto und ich bin eine ausgesprochene Befürworterin einer greifenden CO2-Steuer. Aber die Aussage: "Ja, die tägliche Autofahrt mit einem Verbrennerauto soll dem Einzelnen 'richtig Weh tun'", würde ich so nicht gelten lassen. Dabei denke ich z.B. an Leute auf dem Land, wo es (noch) keine vernünftige Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gibt. Wenn jemand jung und fit ist, kann er/sie vielleicht auch größere Strecken mit dem Rad zurücklegen. Was bei gewissen Wetterbedingungen auch schon kaum zumutbar wäre. Allen anderen bleibt nur das Auto, zumindest solange, bis Alternativen geschaffen werden. In dieser Übergangszeit dürfen vor allem Individuen mit niedrigen Einkommen nicht bestraft werden, das muss bei der Konzeption einer CO2-Steuer in Form von begleitenden Maßnahmen von Anfang an sichergestellt sein. Dieselbe Einschränkung muss für Öl-/Gasheizungen gelten - die Umstellung auf eine CO2-neutrale Gesellschaft darf nicht zulasten der sozial Schwächsten gehen. Dass das möglich ist, zeigt z.B. die CO2-Steuer der kanadischen Provinz British Columbia: https://www.theguardian.com/world/2018/dec/04/how-to-make-a-carbon-tax-popular-give-the-profits-to-the-people

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Irgendeiner
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Ich geb Dir Recht, bin

nur überrascht daß Du die Industrie außen vorläßt,mit geplanter Obsoleszenz und vorsätzlicher Weckung sinnfreie Bedürfnisse, mit Dingen die die Gewährleistungsfrist nicht überstehen und Handys die mit dem Akku wegzuwerfen sind.Natürlich werma bei uns was ändern müssen aber bei den Betriebswirterln auch und zwar fundamental.

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huckg
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Natürlich ist auch "die Industrie" und "die Wirtschaft" ist in der Pflicht!

Wichtiger finde ich aber, dass sich jeder Einzelne angesprochen fühlt. Auch in der Industrie stehen (noch) Personen hinter jeder einzelnen Entscheidung und Unterschrift! Wie der Diesel Skandal bei VW gezeigt hat, wird gerne das System als Ausrede gebraucht. "Ich, als 'Kleiner' kann ja nichts machen, oder ich als 'Großer' habe nichts gewusst!" Bis hin zur obersten Führungsebene.
Und jeder einzelne Autofahrer kann ja sowieso nichts dafür.

Nein, wir: Ich, du und jeder der das liest ist Teil des Systems, das schleunigst geändert gehört.
Es ist schon klar, es geht nicht von heute auf morgen, und auch nicht radikal aber jeder sollte sofort damit Anfangen, in seinem Bereich, mit seinen Möglichkeiten.
Vor allem im Kopf sollten die Änderungen des Lebensstils beginnen.

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Irgendeiner
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Naja, daß es ohne uns nicht gehen wird ist

klar,aber Du siehst da was falsch,mir könnens die 7000t Plastik für die Sackerln mit Federstrich streichen,hams gerade getan, soll mir recht sein, aber bei den zigtausend Tonnen Industrieverpackung tun sie nichts, das ist aber an die 90 Prozent des Drecks.Ich kann nämlich keine Werbung schalten, keine Politiker einkaufen und keine Babbletanks mit Schwätzern vorschicken,die schon, das ist die Crux.Und ich will die 90 Prozent auch wegkriegen.Und der Ruf ich soll sauber agieren ist gut, aber nicht wenn sich wer exkulpiert und mit der Luft ist das genauso.Bewußtseinsbbildung ist gut, aber wo man dagegen immun ist brauchts das Recht.

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huckg
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Dem ist nichts hinzuzufügen!

Der Druck auf die Politiker muss aber von uns kommen!

Ich denke, wenn wir uns auf unsere Umweltministerin verlassen ist das Thema schon durch. Entweder hat Frau Köstinger ihre Stellenbeschreibung gar nicht gelesen, ihr Aufgabengebiet nicht verstanden oder sie wird von ihrem Kollegen nicht ernst genommen.
Jedenfalls von der österreichischen Politik ist wohl nichts zu erwarten.

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pinsel1954
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Ökosteuer.....

Menschen die täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren müssen werden dann immer tiefer in die Tasche greifen müssen.
Irgendwann lohnt es sich dann nicht mehr zur Arbeit zu fahren.
Für die gibt es ja dann die Mindestsicherung.
Heizen in im Winter wird dann noch teurer werden. Jene denen für eine warme Wohnung kein Geld mehr haben werden, sitzen dann eben in einer kalten Wohnung. Die Reichen werden sich dann Heizöl in ausreichenden Mengen auch dann noch leisten können, wenn der Liter 3 Euro kostet......
Treibstoffbesteuerung für Flugreisen bleibt weiterhin ein Tabu. Man will die oftmals sinnlose Fliegerei und damit verursachte Umweltverschmutzung am Leben erhalten.....
Ein Arnold Schwarzenegger macht Werbung für den Umweltschutz und reist daher rund um die Welt....mit seinem
Privatjet! Alles sehr umweltfreundlich im Dienste einer gesunden Umwelt.....
Man kann nur sagen verrückte Welt!
Auf der Strecke wird nur der kleine Mann bleiben. So war es schon immer und so wird es weiterhin sein.....

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Irgendeiner
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Ja,aber Du solltest den kleinen Mann nicht gegen den Umweltschutz

ausspielen,natürlich wirds allerhand Umbauten und Stützungen brauchen,den öffentlichen Verkehr ausbauen wäre schon Jahrzehnte möglich gewesen, das Gegenteil ist passiert.Und ein paar die sehr entrisch wohnen wirst halt anders stützen müssen.Und irgendwas sagt mir, Du machst keine Flugreisen,auch wenn du natürlich in der Sache Recht hast.

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Irgendeiner
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Ich habe nichts gegen Ökosteuern aber ich halte sie nicht

für ein wirkliches Lenkungsinstrument,sowenig wie die Zertifikate,die Idee man könne über Pekunien die Welt regeln ist im Ansatz schon verfehlt.Es wird den Rechtsweg brauchen, auch für Kinderorganhandel vergebe ich keine Zertifikate, ich setze die Verbrecher fest.Und schon klar,ad hoc kann man neue Technologien nicht erfinden,aber die Limits für Verdreckung hätte man schon lange sukzessive senken können,jetzt wirds schneller gehen müssen, ein fundamentaler Grund den Turbokapitalismus hier, seine Vasallen in dieser Regierung und auch in der EU (die von Industriekasperln durchsetzte Kommission)wegzukriegen.Und damits Euch einmal jemand auf realistische Art näherbringt was die Schönwetterschwätzer halt nie bringen, die Alternative ist daß wir draufgehen, nicht individuell,das tuma sowieso, sondern als ganzes,sind Eure Kinder und eventuell Enkel, wenn wir es bis dahin überhaupt schaffen.Und jetzt würd ich jedem raten sich anzusehen was an der Perm-Trias Grenze passierte und wenn ihr dann schlecht schlaft, das ist ein eindeutiges Zeichen von Intelligenz.

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UVermutung
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Naja, wenn ein verbrecher ist, wer co2 emitiert

... sind wir beide auch verbrecher.
Die Zertifikate sind nicht so blöd, weil damit(u.a. ) ein allgemeines empfinden entstehen wird, was ein emissionsverbrecher ist.
Aber über recht und Gerechtigkeit derzaehl ich dir gscheiter nix. Da bin ich verlierer :-)

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Irgendeiner
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Dosis facit venenum, aber ja,

unser beider ökologischer Fußabdruck ist auch zu groß,nur gehts darum, daß wer um Gewinnst zu machen mich gefährdet in jedem anderen Fall festzusetzen wäre, ich würde zum Beispiel die Burschen vom Atlasnetzwerk die die Klimaleugnung vorsätzlich finanzieren sofort festsetzen lassen.Und nein,weißt Du, wenn Du das Recht Dreck zu machen von wem kaufst der keinen machen kann, abgesehen davon daß die die ersten Zertifikate geschenkt bekamen und auch damit mit meinem Geld Gewinn machten,wenn du also was zahlst an wen der keinen macht und damit denselben Dreck machst hat sich naturwissenschaftlich gar nichts geändert und wenn du die Sache dann auf die Preise aufschlägst hab ich das gezahlt auch noch und Du machst weiter Dreck.Es ist die Metaphysik der Wirtschaftsschaffsköpfe das die ganze Welt so läuft wie die kleine Binnenrationalität ihrer Bilanz und das ist schlicht idiotisch,das Klima, das Artensterben kümmert sich um diese Dummspiele nicht.Die Frage ist nicht ob sich es rechnet,die Frage ist wann ma draufgehen.Und Du siehst beim Plastik gerade wie es läuft,sie 7000t Plastiksackerln verbietens den Konsumenten aber die zigtausenden Tonnen Industriemüll kommen gar nicht in die Ziehung,so ist das durchgehend, aber es ist der größere Dreck der mehr Schaden macht,muß man nur die Grundrechnungsarten beherrschen.Es braucht rechtliche Kandaren ins Maul, schon weil manche es schon viel zu weit aufreißen während sie den Planeten ruinieren.

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Irgendeiner
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Addendum:Und um Dir noch was dazuzusagen, in Deutschland

macht gerade die Springerpresse eine Morsdstrumdr...spropaganda gegen Fräulein Thunberg und alles was keine drei Käfer auseinanderhalten kann und Hempel-Oppenheim für eine Eissorte hält kriecht aus den Löchern und reißt den Mund auf über Dinge die nicht ansatzweise im Kopf sind.Da gehts um Industrieknete und Pardon wird nicht gegeben,auch wenns ein junges Mädchen ist.Denn die Natur hat keine Gatekeeper und keine Babbletanks,nur junge Menschen die aufwachen.Ich weiß nicht ob uns das hier erreichen wird, die Interessenslage ist hier etwas anders,aber wenn es rüberschwappt weiß ich schon jetzt daß Blümel vorne stehen wird, der war schon bei den Uploadfilter der lokale Propagandist von Springer.Aber wurst wie es kommt,schaus Dir an, das ist deutlich ein geplanter und vorsätzlicher Kampf gegen den Umweltschutz und bedauerlicherweise kann mans nicht zu zehn Jahren Botanisierkursen verurteilen lassen das Inhalt trete in völlig leere Schädel.

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UVermutung
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Die Industrie, das sind Menschen wie

du und ich (Na ja zumindest wie ich :-)).
Die verdienen ihre Brötchen damit, dass sie innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen irgendwas mit möglichst hohen Ertrag produzieren und verkaufen. Die Leute können da nicht aus, die nationale Politik kann auch nicht die Bedingungen so radikal ändern, dass die nationalen Betriebe keine Meter haben.
Es ist ein bewusstseinsbildungsprozess notwendig. Und der führt (vielleicht/hoffentlich) zu notwendigen Änderungen dieser Rahmenbedingungen auf eu Ebene oder darueberhinaus. Anders wird es nicht gehen.
Ich bin ein fan von frl thunberg. Sie ist ein Zeichen der Hoffnung. Jede Diskussion die sie veranlasst ist gut, weil sich die Leute informieren und den Fakten ins Auge blicken.

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Willi128
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Solange den "Fachleuten" zum Klimaschutz

nichts anders einfällt als die Steuern zu erhöhen, braucht niemand ernsthaft über Klimaschutz zu reden. Es soll nicht nur in Österreich Leute geben, die auf einen PKW angewiesen sind und nur diese mit höheren Kosten zu bestrafen? Ich weiß nicht. Ich glaube das Problem Klimawandel und Klimaschutz ist vielfältiger. Übrigens, das Ifo Institut München hat im April 2019 eine Studie veröffentlicht, dass der CO2 Ausstoß bei Elektroautos weit höher ist als bei Diesel Autos!

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UVermutung
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Steuern heissen so...

...weil man damit lenken (steuern) kann. Das und Förderung ist es was der Staat machen kann.
Die Studie wurde scharf kritisiert. Aber richtig ist jedenfalls, ohne erneuerbare Energiequellen (z.b photovoltaik) bringt das elektroauto natuerlich nix.

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tturbo
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Flugbenzin europaweit besteuern,

Die Bananenkrümmung regeln sie, das schaffen sie nicht?

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UHBP
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@tt..

Und jetzt darfst du raten welche Partei dagegen ist?
Kleiner Tipp. Es sind nicht die Grünen.

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pesosope
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UHBP

ja ja, die Grünen, die alles so toll machen. Leider präsentieren sie noch immer 0,0 Lösungen und haben nur Verbote und Steuern im Sinn. Dafür fliegen Sie (kürzlich erst) 41.000 km um die Welt, um sich mit den Leuten vor Ort zu unterhalten, wie es ihnen wegen unserem Fehlverhalten geht. Natürlich nicht auf Eigenkosten, sondern mit unserem Geld. Das nenne ich Klimaschutz

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pesosope
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Man mag zum Klimawandel stehen wie man will und dessen Veränderungen seit 3,5 Mrd. Jahre beurteilen....

Tatsache ist aber, dass Steuern nichts bis überhaupt nicht am Wandel des Klimas verändern werden/können und nur zur Auffüllung der Taschen vieler "Klimaschützer" und politischer Institutionen führt.

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UVermutung
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Durch Bohrkernuntersuchungen der polaren Eisschichten

...weiß man ziemlich genau, wie sich die Atmosphäre in den letzten
800.000 Jahren entwickelt hat.
Niemals in der Zeit war der co2-anteil so hoch wie heute.
Noch dramatischer ist die Geschwindigkeit des Anstiegs. Tendenz weiter beschleunigt steigend.
Quelle Wikipedia Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre.
Es ist ECHT dramatisch.

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Willi128
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In den letzten 800.000 Jahren

hatten wir aber auch noch nie über 7 Milliarden Menschen. 1 Hase im Garten hinterlässt Spuren, aber 7 Milliarden Menschen sollen keine Spuren auf der Erde hinterlassen. Das ist unmöglich. Deshalb müssen wir über den Umwelt- und Klimaschutz reden, aber es wird zum Großteil nur polemisiert.

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pesosope
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UVermutung

dann lesen Sie halt richtige Studien und nicht Wikipedia. Außerdem befassen sich nahezu alle Studien mit "KÖNNTE" oder "WAHRSCHEINLICH" unter den heute bekannten Voraussetzungen.
Und wenn Sie ein genauer Leser sind, dann werden Sie auch jene Studien finden, in denen nachzulesen ist, dass der Klimawandel auch in der Vergangenheit fallweise schon in sehr, sehr kurzen Zeiträumen erfolgt ist .....aber das wird halt nicht so gerne und großartig publiziert.

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