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BilanzAndritz mit Gewinneinbruch im ersten Quartal

In den ersten drei Monaten des Jahres ist der Gewinn der Andritz AG um 23,6 Prozent gesunken. Der Konzern rechnet mit einer anhaltenden Schwäche im Automobilsegment.

Die Zentrale der Andritz AG
Die Zentrale der Andritz AG © Eder
 

Der börsennotierte Technologiekonzern Andritz hat heuer im ersten Quartal unter dem Strich deutlich weniger verdient als vor einem Jahr. Der Konzerngewinn (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) verringerte sich um 23,6 Prozent auf 33,6 Millionen Euro, wie das steirische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Umsatz und Auftragseingang hingegen zogen stark an.

Der Konzern plant Kostensenkungen: "Da wir auch mittelfristig von einer anhaltenden Schwäche am weltweiten Automobilmarkt ausgehen, werden wir in den kommenden Wochen die Notwendigkeit von möglichen Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Metals Forming umfassend evaluieren", kündigte Vorstandschef Wolfgang Leitner an. Ziel sei es, "die Kapazitäten und Kostenstrukturen an die schwierigen Marktbedingungen nachhaltig anzupassen" und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Andritz-Produkte am Markt sicherzustellen. Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal sei zufriedenstellend gewesen und "im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen" gelegen.

Wertminderung

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging heuer in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 17,9 Prozent auf 52,9 Millionen Euro zurück. Grund dafür seien im Wesentlichen "die gestiegenen Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen - einschließlich einer Wertminderung für Firmenwerte von 4,5 Millionen Euro" gewesen.

Einen massiven Zuwachs erzielte der Konzern beim Umsatz, der im ersten Quartal um 15,4 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro zulegte. Bis auf den Unternehmensbereich Hydro hätten alle Geschäftsbereiche die Verkaufserlöse - zum Teil deutlich - gesteigert. Der Auftragseingang erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent auf knapp 1,66 Milliarden Euro. Hauptverantwortlich dafür ist den Angaben zufolge der Geschäftsbereich Pulp & Paper, der hier einen Zuwachs von 75 Prozent auswies. Der Orderbestand per Ende März 2019 stieg gegenüber dem Jahresende 2018 von 7,08 auf 7,26 Milliarden Euro.

Für 2019 stellte der Anlagenbauer nur noch eine unveränderte EBITA-Marge in Aussicht - zuletzt war man noch von einem Anstieg ausgegangen. 2018 hatte sich die operative EBITA-Marge auf 6,9 Prozent belaufen. Die Umsätze sollen angesichts der "anhaltend guten Auftragsentwicklung" und wegen der Umsatzbeiträge der 2018 zugekauften Unternehmen weiter deutlich steigen.

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