AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

296.000 ohne JobArbeitslosigkeit im April um 4 Prozent gesunken

Die Arbeitslosigkeit ist im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 4 Prozent gesunken, wie aus vorläufigen Zahlen des Sozialministeriums hervorgeht.

Arbeitslosigkeit im April um 4 Prozent gesunken
Arbeitslosigkeit im April um 4 Prozent gesunken © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Die Arbeitslosigkeit ist im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 4 Prozent gesunken, wie aus vorläufigen Zahlen des Sozialministeriums hervorgeht. Insgesamt waren im April rund 296.000 Personen ohne Job, fast 65.000 befanden sich in Schulungen. Das waren jeweils um rund 10.000 bis 12.000 weniger als noch vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenzahl ging um 4,1 Prozent auf 296.275 Personen zurück - das waren um 12.584 weniger als vor einem Jahr. Weitere 64.927 Jobsuchende befanden sich in Schulungen - ein Rückgang um 10.700 bzw. 14,1 Prozent, wie aus vorläufigen Daten des Sozialministeriums vom Mittwoch hervorgeht. Die Schulungsteilnehmer miteingerechnet waren im April 361.202 Menschen ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang von 6,1 Prozent.

Arbeitsmarktdaten April
Arbeitsmarktdaten April Foto © (c) APA
Österreichweit gab es in dem Berichtsmonat 3,775 Millionen unselbstständig Beschäftigte - um 2 Prozent bzw. 74.000 mehr als im April 2018. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich den Angaben des Sozialministeriums zufolge um 13,1 Prozent (oder 9.275) auf 80.288.

Arbeitsmarktdaten im Detail

Bei den Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren hat die Arbeitslosigkeit heuer im April besonders stark abgenommen. Per Monatsende waren 29.264 junge Menschen auf Jobsuche - das waren um 8,2 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie aus den vorläufigen Daten des Sozialministeriums vom Mittwoch hervorgeht.

Deutlich verringert hat sich auch die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer - hier gab es im Jahresabstand einen Rückgang von 6,5 Prozent bzw. 10.862 auf 156.791 Personen.

Bei den Frauen ging die Arbeitslosigkeit im Berichtszeitraum lediglich um 1,2 Prozent oder 1722 auf 139.484 Stellensuchende zurück.

Rund ein Drittel der Arbeitslosen (96.575 Personen) waren Ausländer - ein Zuwachs von 1,7 Prozent oder 1.647 Menschen. Bei den Inländern hingegen ging die Arbeitslosigkeit um 6,7 Prozent oder 14.231 auf 199.699 Personen zurück.

Weiters waren Ende April 97.362 über 50-Jährige ohne Job. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutete dies einen Anstieg von 0,6 Prozent. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen betrug insgesamt 16,3 Prozent.

Nach Branchen betrachtet gab es die meisten Arbeitslosen im Tourismus (46.133), im Handel (42.829) und bei Zeitarbeitsfirmen (30.310).

Am Lehrstellenmarkt stieg die Zahl der Suchenden um 12,1 Prozent auf 5407 und die Zahl der offenen Stellen um 21 Prozent auf 6028.

"Es geht weiter bergauf"

"Trotz konjunktureller Eintrübungen geht es auf dem Arbeitsmarkt weiter bergauf", kommentierte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) die Zahlen in der "Kronenzeitung". Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) will mit gezielten Maßnahmen dafür sorgen, dass die "für die Betriebe notwendigen Arbeitskräfte ausgebildet und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt werden können".

Hartinger-Klein führte dies laut ORF-"Morgenjournal" auf die personalisierte Arbeitsqualifizierung und Vermittlung zurück. Die Eingliederungsbeihilfen in Zusammenarbeit mit den Bundesländern wolle man verlängern. "Jeder Arbeitslose ist einer zuviel für mich", sagte die Ministerin heute, Mittwoch, in der Radiosendung. Sie versuche in allen Bereich, "egal, ob es die Asylberechtigten sind oder die Langzeitarbeitslosen, ich war jetzt auch in der Schweiz, wo wir dieses Thema diskutiert haben, wie andere Staaten damit umgehen".

Jeder Arbeitslose ist einer zuviel für mich.

Sozialministerin Beate Hartinger-Klein

Steuerreform "extrem positiv"

Hartinger-Klein ist eigenen Angaben zufolge überzeugt, dass die Arbeitslosenrate niedrig bleibt. Aber: "Es wird eine schwächere Konjunktur geben." Die Steuerreform solle sich auch "extrem positiv" auf den Arbeitsmarkt auswirken. "Das wird die Arbeitslosenquote nach unseren Berechnungen dadurch allein auch um weitere 0,4 Prozent senken", stellte die Ministerin in Aussicht.

In der EU hat die Arbeitslosigkeit zuletzt ein Rekordtief erreicht. Österreich lag mit seinen Zahlen vom März aber nur auf Platz 12. Am niedrigsten war die Arbeitslosenrate in Tschechien, Deutschland und den Niederlanden, am höchsten in Griechenland, Spanien und Italien.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren