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Fünf Prozent SelbstbehaltSparer sollen bei Einlagensicherung mitzahlen

In Österreich sind Spareinlagen bis zu 100.000 Euro gesetzlich abgesichert, finanziert von Banken. Damit werben auch kleine Institute, was den Chef des österreichischen Sparkassenverbands ärgert.

Symbolbild
Symbolbild © APA/Barbara Gindl
 

Dem österreichischen Sparkassenverbandspräsidenten Gerhard Fabisch missfällt es, wenn schwache Banken mit gesicherten Einlagen werben. Einen Selbstbehalt für Sparer hielte er deshalb für sinnvoll.

Ein solcher Selbstbehalt sei europaweit nicht zur Umsetzung gekommen, und Österreich allein wäre wohl zu klein. "Es wäre aber eine sinnvolle Maßnahme gegen zu hohe Risikobereitschaft", meinte Fabisch in einem Interview in der "Presse" (Freitag).

Unterschiede zwischen Banken

Seit heuer gibt es in Österreich die einheitliche Einlagensicherung der Kreditwirtschaft. Nur die heimischen Sparkassen haben aber ihren eigene Sicherungseinrichtung (Haftungsverbund) behalten. Die neu aufgestellte österreichische Einlagensicherung gilt als ein Zwischenschritt für eine europäische Einlagensicherung.

Hinter der Bankenunion, die bis 2024 auch eine europäische Einlagensicherung vorsieht, stehe der Gedanke, dass der Bankenmarkt in Europa einheitliche Voraussetzungen haben soll. Ob diese zwischen Sizilien und Hamburg wirklich gleich sein können, ist für Fabisch allerdings fraglich. Die Einlagensicherung hänge aber auch an einer anderen Frage: "Sind die Banken in Europa ähnlich sicher? Aus unserer Sicht ist das noch nicht der Fall. Solange die Sorge besteht, dass die Einlagensicherung eine Transferzahlung von Nord nach Süd ist, haben wir die Sorge, dass sie genutzt wird, schwächere Banken zu stützen."

"Wir haben den Gedanken eingebracht, dass es einen Selbstbehalt auch bei den ersten 100.000 Euro geben sollte - etwa 5 Prozent", sagte der österreichische Sparkassenchef. "Das wäre verkraftbar für die Sparer und hätte den Anreiz gehabt, nicht nur auf die Zinsen zu schauen, sondern auch auf die Bonität der Bank zu achten." Es gebe schwache Banken, die sogar damit werben würden, dass die ersten 100.000 Euro in jedem Fall sicher seien. Die Kunden haben seiner Meinung nach allerdings auch ein gutes Gefühl, ob eine Bank sicher sei.

Kommentare (17)

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pescador
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Ich finde den Vorschlag gut

Risikobanken zahlen höhere Zinsen. Wenn jemand glaubt, trotz höherem Risiko dort sein Geld einlegen zu müssen, soll er auch dafür bezahlen wenn es schief geht. Warum soll dann die Allgemeinheit dafür aufkommen?

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tturbo
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Bonotätsmässig "schlechte" Banken zahlen meist höhere Zinsen,

weil sie sonst am Markt kein Geld bekommen. Und alle zahlen dann für den Schaden.

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fans61
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So eine Meldung getrauen sich die Banker nur da sie gestärkt

durch diese FPÖVP-Einheitspartei ermutigt werden.

Mich ermutigt es, und ich hoffe mehrere Bürger, mein Geld von den Banken abzuziehen.....dann schau ma mal......

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Armergehtum
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Seid mutig und klug und schiebt die Verantwortung nicht den anderen zu

Mehr als eine anständige Absicherung (etwa 1 Jahresgehalt) oder mehr Geld im Falle einer großen Anschaffung (Wohnungskauf usw.) auf ein Sparbuch zu legen bring ohnehin nichts.
Meiner Meinung nach sollte man Geld, welches man vorsoglich langfristig für z.B. den Ruhestand oder Kinder anspart unbedingt investieren und nicht zu Null% Zinsen aufgrund der Inflation weniger werden lassen.
Warum legen Menschen ihr Geld nicht in Firmen an, von denen sie ohnehin täglich die Produkte kaufen und konsumieren? Ein Wertpapierdepot kann man schon mit dem Betrag eines Bausparers starten. Wenn man dann noch auf 10-12 Positionen gleichmäßig sein Geld verteilt, einen Branchenmix (z.B. Lebensmittel, Babynahrung, Gesundheit, Technik, Energie...) und Ländermix berücksichtigt, wäre man sehr gut gerüstet. Essen, Trinken, Energie und Medikamente werden immer benötigt, ob nun der Kurs steigt oder fällt. Es wird ein Zuckerkranker nicht auf seine Medikamente verzichten, weil der DowJones gerade fällt. Natürlich werden die Aktien nicht nur steigen, aber auf einen Zeitraum von 10 Jahren wird man mit einem klug angelegten Depot gewinnen. Zusätzlich kann man auch noch auf Dividendenaktien in diesen Branchen setzen. Nicht selten gibt es dafür 3% oder mehr. Dies hat auch nichts mit Zockerei zu tun, sondern gibt jedem die Möglichkeit sich bei den größten Firmen der Welt zu beteiligen, deren Produkte man kauft bzw. konsumiert. Warum soll man dabei nicht mitverdienen?

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pescador
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Sehr guter....

.....Kommentar! Bin völlig Ihrer Meinung.

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Armergehtum
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@pescador - Danke

Leider verherrlichen zu viele Menschen die Armut, indem sie nicht selbst Verantwortung für ihr Leben übernehmen. Da frage ich mich, was deren Ziel in finanzieller Hinsicht ist. Jammern bis die Banken ihnen Geld schenken?
Gerade für junge Menschen ist es meiner Meinung nach wichtig sich nicht auf den sozialen Topf alleine und die Großzügigkeit von Banken zu verlassen.
Wenn man sich aber jammern und raunzen als Lebensziel setzt und selbst nichts ändert, ist es auch eine Einstellung. Meine jedenfalls NICHT.

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eston
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Die Geldwechsler ...

hat der Jesus scon aus dem Tempel geworfen. Unverschämtheit das Risiko dem Kunden doppelt zu verrechnen

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pinsel1954
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Warum soll ich mein erspartes einer Bank anvertrauen????

Zinsen bekommt man ohnehin keine, obwohl die Bank mit meinem sauer verdienten Geld gute Geschäfte macht.
Ob Geld bei einer Bank sicher ist, dass kann man wohl bezweifeln (siehe damals Griechenland, wo einfach die Banken
nicht aufsperren durften und keiner zu seinem Geld kam....)
Da fragt man sich ob es nicht besser in einem Safe liegt ????
Aber noch besser, einfach mit dem ersparten gut leben bevor es einem die Banken abnehmen.....

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Stefan123
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Frechheit

Banken kommen in Schieflage, weil sie Gelder spekulativ anlegen.
Lange Zeit werden an die Eigentümer/Aktionäre hohe (zu hohe) Gewinne ausgeschüttet.
Wenn sie dann in Schieflage sind, sollen die kleinen Sparer, welche Jahr für Jahr sowieso Geld verlieren auch noch zahlen!
Es sollte möglich sein, anstelle eines Sparbuches, fix verzinste Staatsanleihen zu kaufen. Z.B. 2% verzinst.
Dann würde die Republik sich im Inland verschulden und die Bevölkerung hätte etwas davon!

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blackpanther
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Es ist schon Jahrzehnte möglich

Staatsanleihen zu kaufen, hat Ihnen das Ihre Bank noch nicht angeboten? Nur bringen derzeit österreichische Staatsanleihen mit einer zehnjährigen Laufzeit nur 0,3 % Rendite (vor Kest und Depotgebühren) und deutsche Staatsanleihen überhaupt nur 0,05 %! 2 % Zinsen bekommen Sie nur für Staatsanleihen mit höherem Risiko, z B italienische. Können Sie schon nächste Woche in Ihre Bank gehen und kaufen!

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Stefan123
2
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@blackpanther

natürlich weis ich das, aber aktuell ist es so, dass ausländische Anleger im großen Stile unsere Staatsanleihen kaufen.
Es würde Sinn machen, die Zinsausschüttung in Österreich zu halten!

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mrbeem02
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DIE LÖSUNG IST GANZ LEICHT

Was ist denn eine schwache Bank, wo kann man sich denn über die Bonität einer Bank informieren. Die halten ja zusammen, wie Pech und Schwefel, und eine Krähe hackt der anderen ja kein Auge aus.
Die Finanzmarktaufsicht sollte halt eine Bonitätsskala von 1 - 10 erstellen, und diese öffentlich machen. Wenn nun jemand bei einer 3er Bank (bedenklich) Geld zu höheren Zinsen anlegt, dann ist ja ein Selbstbehalt Teil des Risikos, und vertretbar. Die anderen, die keine Zinsen zahlen, und nur Zinsen kassieren, die sollen in jedem Fall zu 100 % haften. Aber die laufend zu kontrollierende, veröffentlichte Liste ist ein notwendiger Schritt zu einem Selbstbehalt.
ABER - das werden ja die Banken nie machen.
Die Deniz Bank wirbt ja auch mit dem Slogan, immer in Ihrer Nähe. Ist die in Graz in der Nähe der Mur, in die man dann als Sparer in Teilen, in Beton eingegossen, länger in der Nähe bleibt? Für solche Banken wäre ein Selbstbehalt vertretbar.

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picciona1
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für solche banken fallen mir andere vertretbare maßnahmen ein wie

selbstbehalt

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picciona1
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die sparer sollen auf die bonität der banken achten..

eigentlich sollte die bankenaufsicht auf die banken achten.
wieder mal das ypische der konsument/sparer ist an allem schuld.
und wieso sagt der fabisch nicht einfach, dass er das geld der kunden haben möchte.
0 zinsen+ immer neue gebühren reichen halt nicht um den kunden zum kauf von blöden finanzprodukten zu überreden.
da soll halt enteignung helfen.

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ichbindermeinung
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und für die Rettung von Banken zahlen die Steuerzahler

und für die Rettung von EU Banken z.B. Hypo zahlen die österr. Steuerzahler schön brav mit....wann werden die Griechen eigentl. die 1,6 Milliarden EURO, die die Österreicher selbst als Kredit für die Griechen aufgenommen haben zurückzahlen

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HarzMar
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Verstehe ich das richtig?

Wir bekommen keine (oder lächerliche) Zinsen. Mit den ganzen Gebühren wird nicht mehr am Konto/Sparbuch sondern weniger. Banken können aber noch immer Gewinn mit unserem Geld erwirtschaften und dann sollen wir auch noch einen Selbstbehalt bezahlen, wenn sich die Bank verspekuliert? Interessante Denkweise!!

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tomtitan
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Ja natürlich, das hätt' er gern - momentan fast NULL Zinsen auf die Sparguthaben

aber die Banken arbeiten mit unserem Geld.

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